Zahlen und Fakten
IT-Forensik/Cybercrime
Das berufsbegleitende Studium IT-Forensik/Cybercrime ist eine gezielte akademische Ausbildung zum:r digitalen Ermittler:in an der Schnittstelle von IT, Forensik und Recht. Studienziel ist zu verstehen, wie Systeme funktionieren, wie Angriffe ablaufen und wie Spuren entstehen. Dabei lernen die Studierenden, diese Spuren methodisch zu sichern, auszuwerten und nachvollziehbar zu dokumentieren.
Die HSMW gehört zu den führenden Einrichtungen im Bereich digitale Forensik in Deutschland. Forschung und Lehre sind eng mit der Praxis verzahnt, unter anderem durch Kooperationen mit Landeskriminalämtern und dem BKA. Methoden, die tatsächlich in Ermittlungen eingesetzt werden, sind Teil des Studiums.
Studieninhalte im Überblick
Besonders an IT-Forensik/Cybercrime ist die Verbindung aus Flexibilität und direkter Anwendbarkeit. Das berufsbegleitende Studium kombiniert über vier Jahre Online-Lernphasen mit zwei kompakten Blockwochen pro Semester – nur eine in Präsenz, eine online. So ist das Studium perfekt mit deinem Beruf zu verbinden und das Gelernte direkt in den Arbeitsalltag einzusetzen. Für Beamte besteht die Möglichkeit, das Studium nach den ersten drei Semestern oder dem Belegen von zwölf Modulen als Nachqualifizierung mit einem Zertifikat abzuschließen.
Im Verlauf des Studiums entsteht ein tiefes Verständnis für digitale Forensik. Analysiert werden Betriebssysteme, Netzwerke und Datenstrukturen, ergänzt durch Inhalte wie Kryptologie, Malware, Cloud-Forensik und Mobilfunkdaten. Dabei steht die Anwendung im Mittelpunkt: Reale Szenarien werden analysiert und Methoden direkt umgesetzt. Lehrende aus der Praxis sowie die Zusammenarbeit mit Ermittlungsbehörden sorgen für eine klare Ausrichtung an realen Anforderungen.
Grundlagen der IT-Forensik
Einführung in die IT-Sicherheit
Allgemeine Forensik I
Cybercrime I
Betriebssysteme und Digitale Spuren I
Allgemeine Forensik II
Cybercrime II
Programmierung I
Betriebssysteme und digitale Spuren II
Computerforensische Methoden
Forensik in DBMS
Programmierung II Skriptsprachen
Algorithmen und Datenstrukturen
Grundlagen der Mobilfunkforensik
Grundlagen der Datenanalyse und -visualisierung
Entwicklung und Design sicherer Systeme
Komplexpraktikum Krisenmanagement
Grundlagen der Kryptologie
Grundlagen des maschinellen Lernens
Forensische Bild- und Videoanalyse
Datennetze/Cloud-Forensik
Text Retrieval und Text Mining
Kryptoanalyse
Predictive Policing/Dunkelfeld
Netzwerkforensik/Abwehr von IT-Angriffen
Datenkompression/Multimediaformate
Softwareprojekt
Malware Analysis
Embedded Systems Forensics und Speichertechnologien
Social Engineering und OSINT
Der Sachverständige vor Gericht
Projektmanagement/Wissenschaftliches Oberseminar
Bachelorarbeit
Abschließende, selbständige wissenschaftliche Arbeit
Dauer: 18 Wochen
IT-Forensik/Cybercrime in Mittweida
Zusammengefasst – IT-Forensik/Cybercrime in Mittweida
berufsbegleitendes Fernstudium an der Schnittstelle von Informatik und Forensik
(180 Credits)
Semesterbeitrag von 78€
Nach dem Bachelor-Abschluss in Mittweida eröffnen sich Einsatzmöglichkeiten als IT-Forensiker, Cybercrime Analyst, Incident Responder oder im Bereich IT-Sicherheit. Tätigkeitsfelder finden sich sowohl bei Ermittlungsbehörden als auch in Unternehmen, etwa in der Aufklärung von Sicherheitsvorfällen oder der Prävention von Angriffen.
Bewerbung und Zulassung
Erforderlich sind die allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife, fachgebundene Hochschulreife oder eine gleichwertig anerkannte Qualifikation. Bewerberinnen und Bewerber mit abgeschlossener Berufsausbildung und mindestens drei Jahren Berufserfahrung können nach einem Beratungsgespräch und einer erfolgreichen Zugangsprüfung ebenfalls starten.
Sprachkenntnisse:
Wer seine Studienberechtigung nicht an einer deutschsprachigen Einrichtung erworben hat, muss Deutschkenntnisse auf Niveau C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens nachweisen. Der Nachweis kann zum Beispiel durch den Test „Deutsch als Fremdsprache“ (TestDaF) am Studienkolleg der Hochschule Mittweida mit einem Durchschnitt von TDN 3 in allen vier Bereichen oder durch ein gleichwertiges Zertifikat erfolgen.
Die Bewerbungsphase für das Wintersemester startet am 15. April und endet am 15. Juli. Du registrierst dich online im HSMW-Bewerbungsportal. Sobald du alle Unterlagen eingereicht hast, kannst du dich immatrikulieren. Mit der Immatrikulation ist dein Studienplatz in Mittweida gesichert. Für internationale Bewerber:innen endet die Bewerbungsfrist bereits am 15. Mai, damit ausreichend Zeit für die Visumsbeantragung bleibt.
Wir sorgen für dich! Beste Studienbedingungen, moderne Ausstattung und günstige Mietpreise ermöglichen es dir, dich voll auf dein Studium zu konzentrieren. Tutorien helfen dir bei fachlichen Fragen, das Gründungsnetzwerk SAXEED begleitet dich auf dem Weg zur eigenen Geschäftsidee und die Sozialkontaktstelle unterstützt dich bei besonderen Lebenslagen, etwa bei der Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen. Auch der Campus hat viel zu bieten: zwei Musikfestivals pro Jahr, ein aktives Esports-Team und eine lebendige Studierendengemeinschaft. Entdecke, wie vielfältig das Leben in Mittweida ist – beim Studieninformationstag oder der Nacht der Wissenschaften.
Lass dich inspirieren
Häufige Antworten
Während der Präsenzstudiengang Allgemeine und Digitale Forensik sehr breit aufgestellt ist, und auch klassische Tatortarbeit, Naturwissenschaften und Kriminologie beinhaltet, fokussiert sich das Fernstudium IT-Forensik zu 100 % auf den digitalen Raum. Hier geht es ausschließlich um Hacking-Abwehr, Netzwerkanalyse, Datenrettung und die Verfolgung von Cyberkriminalität.
Ja, absolut. Um die Methoden so realitätsnah wie möglich zu vermitteln, werden in den Modulen regelmäßig anonymisierte, echte Cyber-Angriffe und reale IT-Sicherheitsvorfälle aus der Ermittlungspraxis analysiert und forensisch aufgearbeitet.
Maximal flexibel. Du lernst primär im Selbststudium über digitale Skripte, Online-Vorlesungen und virtuelle Labs. Dadurch kannst du dir deine Lernzeiten komplett eigenständig rund um deinen Beruf und deinen Alltag einteilen.
Da es als klassisches Fernstudium konzipiert ist, bist du nur sehr selten am Campus. Die Präsenz beschränkt sich meist auf wenige, sehr kompakte Blöcke (eine Präsenzwoche pro Semester) für hochspezialisierte Laborübungen oder Prüfungen.
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Montags 9 bis 11 Uhr
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