Transfer – aus Überzeugung und im täglichen Miteinander
Gemeinsam mit unseren Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft bringen wir Wissen in die Anwendung und entwickeln Lösungen, die wirken. Im Sinne der „Dritten Mission“ machen wir die Potenziale unserer Hochschule in Forschung und Lehre für Wirtschaft und Gesellschaft wirksam.
Unsere Transferstrategie gibt uns dabei Orientierung und bündelt unsere Aktivitäten in vier zentralen Handlungsfeldern.
Sie zeigen, wie wir den Austausch stärken, Innovationen voranbringen, Kompetenzen vernetzen und Impulse in die Region tragen. So machen wir Transfer an der HSMW konkret erlebbar – praxisnah, partnerschaftlich und mit dem Anspruch, nachhaltigen Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen.
Transfer über Kooperationen
Anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungs- (FuE)-Projekte mit Unternehmen sind der wichtigste Transferkanal der Forschung. An der Hochschule Mittweida laufen seit einigen Jahren mehr als 100 Drittmittelprojekte pro Jahr.
Den größten Anteil haben dabei Bundesförderungen (BMBF, BMWi und andere), gefolgt von Fördermaßnahmen der Europäischen Union, des Freistaates Sachsen sowie anderer Organsiationen. Einen besonderen Stellenwert besitzen Kooperationen der Hochschule mit der Wirtschaft. Ca. ein Viertel der Projekte an der Hochschule Mittweida sind dem wirtschaftlichen Bereich der Auftragsforschung und der Forschungsdienstleistungen zuzuordnen. Dazu besteht für Unternehmen und Institutionen die Möglichkeit zur Nutzung von Laboren und Geräten der Hochschule Mittweida. Die Hochschule Mittweida verfügt über drei zentrale wissenschaftliche Einrichtungen, zahlreiche In-Institute sowie eine Vielzahl von Kooperationspartnern in Forschung und Lehre. Die hochschulnahen Institute stellen eine ideale Plattform zur Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und der Industrie dar.
Um das Transferpotential der Hochschule zu identifizieren sowie die Transferaktivitäten der Hochschule nachhaltig zu fördern, werden zwei zentrale Transfer- und Validierungsprojekte durchgeführt.
Transfer über Köpfe
Ein anspruchsvoller Ansatz, Transfer über Köpfe zu erreichen, sind industriefinanzierte Stiftungsprofessuren. An der Hochschule Mittweida nutzen alle Fakultäten dieses Instrument, um die praxisnahe Lehre zu fördern und den Innovationsstandort Mittweida zu stärken. Weitere Bestrebungen, Stiftungsprofessuren zu etablieren, sollen vor dem Hintergrund des Wissens- und Praxistransfers sowie der im Vergleich geringen Personalstärke an der Hochschule intensiviert werden.Ebenfalls einen hohen Stellenwert für den Wissensschafts-/Praxistransfer besitzen die Promotionsverfahren. Neben den kooperativen Promotionsverfahren die mit Einrichtungen wie der TU Dresden, TU Bergakademie Freiberg, TU Chemnitz, TU Ilmenau und der Universität Leipzig betreut werden, gewinnen auch die kooptiven Verfahren immer mehr an Bedeutung.
Transfer über Ausgründungen und Schutzrechte
Gründungen werden an der Hochschule Mittweida als der effektivste Weg des Wissens- und Technologietransfers verstanden, sie versteht sich daher als gründerfreundliche Hochschule. Dieser Aspekt ist auch in der Zielvereinbarung der Hochschule Mittweida verankert. Die Förderung von Gründungen erfolgt durch eine Vielzahl engagierter und gründungsaffiner Lehrender sowie seit 2002 durch die Integration von Leistungen des Gründernetzwerks SAXEED.
Die Patentierung von Erfindungen ist ein Merkmal von hoher FuE-Kompetenz und fördert die Reputation von Hochschule und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zugleich. In Forschungskooperationen mit Unternehmen wird die Anmeldung von Schutzrechten von Anfang an in alle Phasen der Projektbearbeitung integriert. Die Hochschule finanziert aussichtsreiche Patentanmeldungen - vorwiegend über Projekte – und hält diese maximal 5 Jahre. Nach 5 Jahren Haltedauer erfolgt mit Ausnahme von Basispatenten jährlich die Prüfung auf positive Verwertungsaussicht. Als gründerfreundliche Hochschule wird die Verwendung von Patenten als Basis für Ausgründungen ermöglicht.
Transfer über Kommunikation
Die Förderung des wissenschaftlichen Lebens umfasst Maßnahmen, die auch den Wissens- und Technologietransfer über den Transferkanal Kommunikation befördern und die Weitergabe von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Forschungskommunikation ermöglichen. An der Hochschule Mittweida erfolgt dies insbesondere durch:
- Wissenschaftliche Konferenzen, Tagungen und Workshops
- Wirtschaftsorientierte Veranstaltungen wie z.B. Workshops, Dialoge, Foren
- Teilnahme an Transfermessen
- Vergabe von Wissenschaftspreisen
- die Gremienarbeit der Senatskommission Forschung
- Aktivitäten der HSMW-Forschenden auf Fachtagungen, Mitwirkungen bei Kolloquien, Seminaren und wissenschaftlichen Veranstaltungen
- Hochschulpublikationen, z.B. Scientific Reports
- Forschungsberichte
- Forschungsmarketing
- Unser Forschungsinformationssystem VIVO