Tipps Studienwahl und Studienstart

Du willst studieren und hast tausend Fragen? Kein Problem! Ob Studienstart, Wohnen oder das Campusleben – wir haben die wichtigsten Infos für dich zusammengestellt. Entdecke alles, was du für deinen neuen Lebensabschnitt wissen musst, kompakt und verständlich.

Neuer Lebensabschnitt?

Keine Angst vor dem Studium

Egal ob nach dem Schulabschluss oder bei Aufnahme eines berufsbegleitenden Studiums: Unsicherheit ist normal. Wir wollen dich auf deinem Weg zur für dich richtigen Entscheidung begleiten. Wenn du dir über deine Ziele bewusst bist, fällt die Wahl des Studiumgangs einfacher. Doch auch sonst gibt es einiges zu beachten.

Bereit durchzustarten?

Alles, was du wissen musst

In Deutschland gibt es über 20.000 verschiedene Studiengänge. Um den Überblick nicht zu verlieren, lassen sie sich in folgende große Fachbereiche einteilen:

  • Geistes-, Kultur- und Sprachwissenschaften: z. B. Geschichte, Philosophie, Literatur, Fremdsprachen oder Kulturwissenschaften.
  • Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften: z. B. Jura, Betriebswirtschaftslehre (BWL), Soziologie, Politikwissenschaft oder Psychologie.
  • Naturwissenschaften und Mathematik: z. B. Biologie, Chemie, Physik, Geowissenschaften oder Mathematik.
  • Ingenieurwissenschaften und Technik: z. B. Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Bauingenieurwesen oder Architektur.
  • Medizin, Gesundheit und Sport: z. B. Humanmedizin, Pharmazie, Pflegewissenschaften, Medizintechnik oder Sportwissenschaft.
  • Kunst, Musik und Design: z. B. Freie Kunst, Grafikdesign, Schauspiel, Musikpädagogik oder Modedesign.
  • Lehramt: Reicht von Grundschule bis Berufsschule und kombiniert meist zwei Fachwissenschaften mit Pädagogik.

Bei uns der Hochschule Mittweida (HSMW) findest du Studienangebote aus nahezu allen Fachbereichen. Als Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) decken wir vor allem praxisorientierte Studiengänge in den Bereichen Technik, IT, Wirtschaft, Medien und Soziale Arbeit ab. Welcher dieser Wege zu dir passt, kannst du zum Beispiel mit unserer Studienberatung herausfinden.

Um aus dieser riesigen Vielfalt das passende Studium zu finden, helfen vier einfache Schritte:

  1. Interessen und Stärken vergleichen: Frage dich nicht nur, welche Schulfächer dir lagen, sondern womit du dich freiwillig beschäftigst. Liegt dir das Analysieren von Texten, das Tüfteln an Technik, das Organisieren von Projekten oder die Arbeit mit Menschen?
  2. Den Praxistyp bestimmen: Fragst du dich eher „Warum ist das so?“ (theorie- und forschungsorientiertes Studium an einer Universität) oder „Wie wende ich das konkret an?“ (praxisnahes Studium an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften)?
  3. Das Arbeitsumfeld vorstellen: Siehst du dich später im Labor, im Büro, auf der Baustelle, im Studio, in Verhandlungen oder in der sozialen Arbeit?
  4. Angebote zur Orientierung nutzen: Online-Unterstützung (wie bei der Bundesagentur für Arbeit), Messen und Infotage helfen, die Auswahl schrittweise einzugrenzen. Schau dir gern auch unseren Studi-Kompass an, bei dem du deine Interessen mit den Inhalten der Studiengänge abgleichen kannst.

Die Wahl des Studiengangs ist eine wichtige, aber keine Entscheidung für den gesamten Rest des Lebens, sondern der erste Baustein. Fachliche Vertiefungen und Spezialisierungen ergeben sich meist im Verlauf des Studiums und nach dem Berufseinstieg.

Der Hauptunterschied liegt im Lernkonzept: Während Universitäten stark theorie- und forschungsorientiert arbeiten, steht an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW), früher als Fachhochschule bekannt, die praktische Anwendung des Wissens im Mittelpunkt. Das bringt konkrete Vorteile mit sich:

  • Hoher Praxisbezug ab dem ersten Semester: Theorie wird direkt durch Labore, Werkstätten, Medienprojekte oder Fallstudien ergänzt. Zudem müssen Professorinnen und Professoren an HAWs mehrere Jahre Berufserfahrung außerhalb der Hochschule nachweisen.
  • Kleine Studiengruppen und persönlicher Kontakt: Statt in anonymer Atmosphäre in überfüllten Hörsälen studiert man meist in überschaubaren Seminargruppen. Das ermöglicht direkte Rückfragen, Diskussionen und eine persönliche Betreuung durch Lehrende.
  • Integrierte Praxisphasen: Ein verpflichtendes Praxissemester in einem Unternehmen oder einer Organisation ist fest im Lehrplan verankert. Dadurch sammeln Studierende schon vor dem Abschluss echte Berufserfahrung.
  • Direktes Netzwerk in die Wirtschaft: Durch Praxisprojekte, Gastvorträge und Kooperationen entstehen frühzeitig wertvolle Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern für Praktika, Abschlussarbeiten und den Berufseinstieg.
  • Kompakte und strukturierte Organisation: Ein klar vorgegebener Studienverlauf hilft dabei, den Überblick zu behalten und das Studium verlässlich in der Regelstudienzeit zu absolvieren.

Gut zu wissen: Weder Uni noch HAW ist „besser“ – es sind schlicht zwei verschiedene Wege. Wer eine wissenschaftliche Karriere in der Grundlagenforschung anstrebt, wählt oft die Uni. Wer Gelerntes direkt ausprobieren, bauen, gestalten oder umsetzen möchte, fährt mit einer HAW meist besser.

Als Hochschule Mittweida haben wir dieses HAW-Prinzip schon vor über 160 Jahren gelebt: Bei uns triffst du auf kurze Wege auf dem Campus, modern ausgestattete Labore und Studios sowie berufserfahrene Lehrende, die dich persönlich kennen und durch deine Projekte begleiten.

Die Kosten für ein Studium setzen sich im Wesentlichen aus zwei Bausteinen zusammen: den Gebühren an der Hochschule und den laufenden Lebenshaltungskosten.

  • Keine Studiengebühren: An staatlichen Hochschulen in Deutschland fallen für ein reguläres Erststudium (Bachelor sowie viele Masterstudiengänge) keine Studiengebühren an. Anders sieht es bei privaten Anbietern aus.
  • Semesterbeitrag (ca. 150 bis 400 € pro Semester): Dieser Pflichtbeitrag wird zweimal im Jahr gezahlt. Er finanziert das Studierendenwerk, die studentische Vertretung und enthält meist ein vergünstigtes Semester- bzw. ÖPNV-Ticket.
  • Lebenshaltungskosten (ca. 800 bis 1.100 € pro Monat): Die tatsächlichen Monatsauslagen hängen stark vom Studienort ab. Der größte Posten ist dabei die Miete. Zu den Ausgaben gehören:
    • Wohnen und Nebenkosten: WG-Zimmer, Wohnheim oder eigene Wohnung.
    • Lebensmittel und Mensa
    • Krankenversicherung und Pflege: Kostenfrei über die Familienversicherung bis zum 25. Lebensjahr; danach fällt der studentische Tarif an (ca. 120 bis 150 €/Monat).
    • Lernmaterialien, Internet, Handy und Freizeit

Mittweida kann hier für dich vorteilhaft sein. Der Semesterbeitrag liegt nur bei 107 Euro. Die Mieten sind die günstigsten aller Hochschulen in Deutschland. Einen Nebenjob brauchen deshalb weniger Studierende als andernorts.

Die meisten Studierenden nutzen einen Mix aus verschiedenen Säulen:

  1. BAföG (staatliche Förderung): Ob und wie viel BAföG du bekommst, hängt meist vom Einkommen deiner Eltern ab. Das Prinzip ist unschlagbar: Die eine Hälfte gibt es als geschenkten Zuschuss, die andere Hälfte als zinsloses Darlehen, das später schrittweise und gedeckelt zurückgezahlt wird.
  2. Unterhalt der Eltern und Kindergeld: Eltern sind gesetzlich verpflichtet, die Erstausbildung zu finanzieren. Bis zum 25. Lebensjahr wird zudem das Kindergeld ausgezahlt.
  3. Nebenjob (Werkstudent oder Minijob): Als Werkstudent darfst du in der Vorlesungszeit bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten. Gleichzeitig sammelst du Einblicke in deinen späteren Berufsalltag. Minijobs dagegen sind ideal, um flexibel neben den Vorlesungen etwas dazuzuverdienen.
  4. Stipendien: Neben hervorragenden Noten zählen oft auch soziales Engagement, der Lebenslauf oder der Studiengang. Das bekannteste ist das Deutschlandstipendium (300 €/Monat, hälftig vom Bund und von privaten Förderern finanziert).
  5. Studienkredite: Dienen als Ausfallbürge, wenn andere Finanzierungsquellen nicht ausreichen (z. B. KfW-Studienkredit). Wegen der Zinsen sollten sie jedoch vorausschauend geplant werden.

Tipp: Reiche immer einen BAföG-Antrag ein – selbst wenn du unsicher bist, ob du berechtigt bist. Durch Freibeträge auf das Elterneinkommen haben mehr Studierende Anspruch, als viele denken.

Ein Studium an der HSMW schont das Budget: Die Mieten und Lebenshaltungskosten in Mittweida liegen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, und Wohnheimplätze befinden sich direkt am Campus. Bei Fragen zu BAföG-Anträgen, Stipendien (wie dem HSMW-Deutschlandstipendium) und Jobangeboten unterstützt dich die Studienberatung der HSMW.

Während der Erstausbildung – und dazu zählt das erste Bachelor-Studium – sind vor allem die Eltern in der Pflicht, für den Lebensunterhalt aufzukommen. Der Gesetzgeber unterstützt sie dabei.

  1. Das Kindergeld (bis zum 25. Geburtstag)
    • Solange du dich in der Erstausbildung befindest, haben deine Eltern Anspruch auf Kindergeld bis zu deinem vollendeten 25. Lebensjahr.
    • Das Kindergeld wird an die Eltern gezahlt. Wenn du nicht mehr zu Hause wohnst, können dir deine Eltern das Geld weiterleiten oder überweisen.
  2. Der Unterhaltsanspruch (Düsseldorfer Tabelle)
    • Eltern sind gesetzlich verpflichtet, die erste Berufsbebildung finanziell zu ermöglichen, bis der Abschluss erreicht ist.
    • Zur Orientierung der Höhe dient die Düsseldorfer Tabelle. Für Studierende, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, liegt der pauschale Unterhaltsbedarf derzeit bei 930 € pro Monat. Darin ist eine Pauschale für Miete enthalten.
    • Das Kindergeld sowie dein eigener BAföG-Anspruch werden auf den Unterhaltsbedarf angerechnet. Das bedeutet: BAföG und Kindergeld verringern die Summe, die deine Eltern dir monatlich aus eigener Tasche überweisen müssen.

Wenn deine Eltern finanziell nicht in der Lage sind, den vollen Unterhalt zu zahlen, greift das BAföG. Reicht das Einkommen der Eltern aus, sie weigern sich aber zu zahlen, kann das BAföG-Amt über einen sogenannten Vorausleistungsantrag einspringen.

Ein großer Vorteil am Studienort Mittweida: Durch die sehr moderaten Miet- und Lebenshaltungskosten an der HSMW liegt dein tatsächlicher Finanzbedarf oft unter den Richtwerten großer Metropolen. Das schont das Budget deiner Eltern oder sorgt dafür, dass du mit BAföG und Kindergeld in Mittweida sehr gut über die Runden kommst. Du stellst deinen BAfög-Antrag beim Studentenwerk Freiberg.

Um ein Studium aufzunehmen, benötigst du in Deutschland eine sogenannte Hochschulzugangsberechtigung (HZB). Es gibt verschiedene Wege an die Hochschule. Das klassische Abitur ist dabei längst nicht mehr der einzige: 

  1. Die schulischen Zugangswege
    • Allgemeine Hochschulreife (Abitur): Berechtigt zum Studium aller Fächer an Universitäten, Fachhochschulen und Gleichgestellten im gesamten Bundesgebiet. Für Universitäten ist sie Zugangsvoraussetzung.
    • Fachhochschulreife („Fachabi“): Berechtigt zum Studium aller Studiengänge an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW/FH).
    • Fachgebundene Hochschulreife: Berechtigt zum Studium bestimmter, zu deiner Fachrichtung passender Studiengänge an Universitäten und HAWs.
  2. Studieren ohne Abitur (berufliche Qualifikation) 
    • Mit Aufstiegsfortbildung (z. B. Meister, Techniker, Fachwirt): Ersetzt das Abitur und berechtigt in der Regel zum Studium aller Fachrichtungen.
    • Mit Berufsausbildung und Berufserfahrung: Wer eine mehrjährige Ausbildung abgeschlossen und danach einige Jahre im Beruf gearbeitet hat, kann über ein Beratungsgespräch oder eine Zugangsprüfung fachverwandte Studiengänge belegen.
  3. Weitere kriterienabhängige Voraussetzungen
    • Numerus Clausus (NC): Übersteigt die Zahl der Bewerbungen die verfügbaren Plätze, wird nach Notendurchschnitt oder weiteren Kriterien ausgewählt.
    • Eignungsprüfungen und Mappen: Vor allem bei gestalterischen, künstlerischen, sportlichen oder speziellen Medien-Studiengängen wird das Talent vorab geprüft.
    • Vorpraktika oder Sprachnachweise: Manche Fächer verlangen vorab den Nachweis erster Praktikumswochen oder ein bestimmtes Sprachniveau (z. B. Englisch B2/C1).
    • Erster Hochschulabschluss (für Master): Wer einen Master studieren möchte, benötigt bereits einen erfolgreich absolvierten Bachelor- oder Diplomabschluss.

Lass dich von formellen Hürden oder einem schlechteren Notenschnitt nicht verunsichern. Viele Studiengänge, die an einer Hochschule zulassungsbeschränkt sind, werden an anderen Orten komplett zulassungsfrei angeboten – bei identischem Inhalt und gleichem Abschluss.

An der HSMW stehen dir die Türen mit dem Abitur, der Fachhochschulreife sowie mit einer Aufstiegsfortbildung und einer qualifizierten Berufsausbildung offen. Die beste Nachricht für deine Planung: Der Großteil unserer Bachelor-Studiengänge ist zulassungsfrei, du musst dich also nicht um einen NC sorgen, sondern hast deinen Studienplatz bei fristgerechter Bewerbung sicher. Die genauen Kriterien findest du direkt auf der Seite deines Wunschstudiengangs der HSMW.

Die Bewerbungsfristen in Deutschland hängen primär davon ab, ob dein Wunschstudiengang im Wintersemester (Start im September oder Oktober) oder Sommersemester (Start im März oder April) beginnt. Und ob er zulassungsbeschränkt (mit NC) oder zulassungsfrei ist.

  1. Wintersemester (Studienbeginn im Oktober)
    • Zulassungsbeschränkte Studiengänge (NC): Der bundesweit wichtigste Stichtag ist der 15. Juli. Bis zu diesem Datum müssen deine Unterlagen bei der Hochschule oder über hochschulstart.de eingegangen sein.
    • Zulassungsfreie Studiengänge (ohne NC): Hier gibt es oft längere Fristen – meist bis zum 31. August oder 15. September. Solange Plätze frei sind, reicht oft die direkte Immatrikulation. An der HSMW gilt: Auch in diesem Fall ist der 15. Juli die Bewerbungsfrist, anschließend können noch wenige Restplätze verfügbar sein.
  2. Sommersemester (Studienbeginn im April)
    • Zulassungsbeschränkte Studiengänge (NC): Die Frist endet in der Regel am 15. Januar.
    • Zulassungsfreie Studiengänge (ohne NC): Eine Einschreibung ist manchmal bis Mitte oder Ende März möglich, für die HSMW gilt: Der 15. Januar ist auch für zulassungsfreie Studiengänge der Stichtag.

Wichtige Ausnahmen, die du auf dem Schirm haben musst

  • Studiengänge mit Eignungsprüfung: Für künstlerische, gestalterische, sportliche oder manche Medien-Studiengänge muss oft eine Mappe eingereicht oder ein Test absolviert werden. Diese Fristen liegen meist deutlich früher (oft schon im April oder Mai für das Wintersemester). An der HSMW gilt dies nicht.
  • Internationale Abschlüsse: Wer sein Reifezeugnis im Ausland erworben hat (z. B. Bewerbung über uni-assist), sollte sich mindestens ein bis zwei Monate vor den Regulärfristen bewerben, da die Zeugnisprüfung Zeit benötigt. An der HSMW ist der Bewerbungsschluss für Internationale fürs Winterseemster der 15. Mai, im Sommer am 15. Januar. 
  • Duales Studium: Da du hier erst einen Vertrag mit einem Unternehmen schließt, beginnt der Bewerbungsprozess meist ein Jahr vor Studienbeginn.

Wenn du die NC-Frist am 15. Juli verpasst hast, ist noch nicht alles verloren. Nutze im Spätsommer die sogenannten Losverfahren oder die Studienplatzbörse auf der Website der Hochschulrektorenkonferenz, um freigebliebene Plätze zu ergattern.

An der Hochschule Mittweida ist ein Großteil der Studiengänge zulassungsfrei. Das bedeutet für dich: Du kannst nach dem Ende der Bewerbungsphase noch einen Studienplatz bekommen, wenn noch Plätze frei sind. Prüfe einfach im Bewerbungsportal, ob die Einschreibung in deinen Wunschstudiengang noch möglich ist.

Ohne Krankenversicherung kannst du dich an keiner deutschen Hochschule einschreiben. Vor der Immatrikulation fordert die Hochschule einen elektronischen Nachweis über deinen Versicherungsstatus (das sogenannte MNS7-Verfahren). Je nach Alter und Situation gelten folgende Regeln:

  • Bis zum 25. Geburtstag (Familienversicherung): Bist du gesetzlich bei deinen Eltern mitversichert, bleibt das im Studium kostenfrei so. Voraussetzung: Dein eigenes Einkommen (z. B. aus einem Nebenjob) übersteigt die reguläre Minijob-Grenze nicht dauerhaft.
  • Ab dem 25. Geburtstag (studentische Krankenversicherung): Die kostenfreie Familienversicherung endet mit dem 25. Geburtstag (Verlängerung möglich bei Wehr-/Freiwilligendienst). Du versicherst dich selbst in der studentischen Krankenversicherung. Der Beitrag liegt bundesweit bei ca. 120 bis 130 Euro pro Monat (inkl. Pflegeversicherung).
  • Ab dem 30. Geburtstag: Der günstige Studententarif läuft in der Regel ab. Du musst dich dann freiwillig gesetzlich oder privat versichern.
  • Sonderfall private Krankenversicherung (PKV): Warst du bisher über die Eltern privat versichert, kannst du dich zu Beginn des Studiums von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen. Achtung: Diese Entscheidung gilt für das gesamte Studium und lässt sich währenddessen nicht mehr rückgängig machen.

Du musst dich nicht selbst um Papierbescheinigungen kümmern. Wende dich vor der Einschreibung einfach an deine (Wunsch-)Krankenkasse: Diese übermittelt deinen Versicherungsstatus digital direkt an die Hochschule.

Bei der Immatrikulation an der HSMW läuft die Übermittlung deines Versicherungsnachweises vollautomatisch über das digitale Meldeverfahren der Krankenkassen. Falls du Fragen zum Wechsel aus der Familienversicherung oder zu Job-Grenzen hast, hilft dir das Studierendensekretariat der HSMW gerne weiter.

Die Suche nach der ersten eigenen Unterkunft ist einer der aufregendsten Schritte vor Studienbeginn. Je nach persönlicher Vorliebe und Budget bieten sich verschiedene Wege an:

  • Wohnheime des Studierendenwerks: Das ist oft die günstigste und unkomplizierteste Option. Die Zimmer sind meist teilmöbliert, die Miete wird als Pauschale (inkl. Strom, Heizung und Internet) abgerechnet und man findet direkt Anschluss an andere Studierende.
  • Wohngemeinschaften (WGs): Ideal, wenn du nicht alleine wohnen möchtest. Suchportale wie WG-Gesucht, Kleinanzeigen oder soziale Netzwerke sind hierfür die ersten Anlaufstellen. Bei WG-Castings geht es vor allem darum, ob die Chemie im Zusammenleben stimmt.
  • Eigene Mietwohnung: Wer lieber seine Ruhe hat, sucht auf den gängigen Immobilienportalen oder direkt bei lokalen Wohnungsbaugenossenschaften und städtischen Anbietern.
  • Schwarze Bretter und Social Media: Auch Aushänge auf dem Campus, Facebook-Gruppen oder Telegram-Kanäle von Studierenden sind gute Anlaufstellen für freie Zimmer.

Worauf sollte ich bei der Suche achten?

Damit es bei der ersten eigenen Bude keine bösen Überraschungen gibt, solltest du diese Punkte prüfen:

  1. Warmmiete statt Kaltmiete vergleichen: Achte darauf, was in der Miete enthalten ist. Eine Kaltmiete beinhaltet keine Heiz- oder Nebenkosten. Wohnheimzimmer bieten oft eine All-inclusive-Pauschalmiete, bei der keine Nachzahlungen drohen.
  2. Zusatzkosten einplanen: Denke an Strom, Internet und den Rundfunkbeitrag. In einer WG wird der Rundfunkbeitrag meist durch alle Mitbewohnenden geteilt, in einer eigenen Wohnung musst du ihn alleine zahlen. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du dich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen, z. B. wenn du Bafög beziehst.
  3. Elternbürgschaft vorbereiten: Da Studierende meist kein festes Gehalt haben, verlangen viele Vermieter:innen eine sogenannte Mietbürgschaft der Eltern sowie einen Einkommensnachweis.
  4. Lage und Anbindung: Prüfe vorab, wie du zur Hochschule, zum Supermarkt oder zum Bahnhof kommst. Ein vermeintlich günstiges Zimmer außerhalb kann gerade in Großstädten durch hohe Fahrtkosten oder lange Wege schnell unattraktiv werden.
  5. Übergabeprotokoll machen: Wenn du einziehst, halte vorhandene Mängel (Kratzer im Boden, Flecken an der Wand) schriftlich und mit Fotos fest. Das schützt dich beim späteren Auszug vor dem Verlust deiner Kaution.

Tipp: Starte die Suche am besten spätestens zwei bis drei Monate vor Semesterbeginn. Leg dir auf den Suchportalen Suchaufträge mit Benachrichtigung an, um bei neuen Angeboten direkt eine freundliche und aussagekräftige Nachricht zu verschicken.

Das Wohnen in Mittweida macht den Studienstart besonders entspannt: Der Wohnungsmarkt ist im Vergleich zu Großstädten sehr günstig. Es gibt keine langen Schlangen bei Besichtigungen oder exzessive WG-Castings. Die Wohnheime des Studierendenwerks Freiberg sowie private WGs und Wohnungen liegen fast alle in direkter Gehdistanz zum Campus – langwieriges Pendeln entfällt in Mittweida komplett.

Die Zeit zwischen der Zusage und der ersten Vorlesung lässt sich ideal nutzen, um organisatorisch, fachlich und sozial entspannt ins Studium zu starten. Mit diesen Schritten legst du die beste Basis für ein gelungenes Erstsemester:

  1. Organisatorisches und Papierkram erledigen
    • Immatrikulation abschließen: Überweise den Semesterbeitrag fristgerecht und reiche alle geforderten Unterlagen (z. B. Nachweis der Krankenversicherung, Zeugnisse) ein, um deinen Studierendenstatus offiziell zu sichern.
    • Finanzen und Wohnen klären: Reiche deinen BAföG-Antrag so früh wie möglich ein (die Bearbeitung dauert oft ein paar Wochen). Falls du umziehst, kümmere dich um Mietvertrag, Kautionszahlung und die Ummeldung beim Einwohnermeldeamt.
    • Technik und Tools aufsetzen: Prüfe, ob deine Hardware (Notebook/Tablet) den Anforderungen deines Studiengangs entspricht. Richte dir nach Erhalt deiner Zugangsdaten die studentische E-Mail-Adresse und die Hochschul-Apps ein.
  2. Fachliche Vorbereitungskurse (Vorkurse) nutzen
    • Viele Hochschulen bieten vor Vorlesungsbeginn freiwillige Vorkurse an – vor allem in Fächern wie Mathematik, Physik, Informatik oder Englisch kannst du so dein Wissen auffrischen.
    • Stress im Semester reduzieren: Vorkurse dienen dazu, alle Erstsemester auf einen ähnlichen Wissensstand zu bringen. Sie nehmen den Schrecken vor anspruchsvollen Grundlagenfächern und erleichtern den Übergang von der Schule zur Hochschule enorm, gerade nach einem Gap-Year.
    • Netzwerken im Vorfeld: Vorkurse sind ein super Ort, um schon vor der offiziellen Vorlesungszeit die ersten Kommiliton:innen kennenzulernen.
  3. Die Orientierungswoche („O-Woche“ / „Ersti-Woche“) mitnehmen
    • In der Woche vor Vorlesungsbeginn findet an fast allen Hochschulen eine Einführungswoche statt. Hier lernst du den Campus, die Bibliotheken, Mensen und Labore ebenso kennen wie viele Kommiliton:innen.
    • Stundenplan und Systeme verstehen: Tutor:innen aus höheren Semestern zeigen dir oft, wie man den Stundenplan zusammenstellt (vor allem an Unis relevant), wie Prüfungsanmeldungen funktionieren und an wen du dich bei Fragen wendest.
    • Ob Campus-Rallye, Ersti-Partys oder Kneipentouren – die O-Woche ist die wichtigste soziale Phase des ganzen Studiums. Hier entstehen oft Freundschaften, die durch das gesamte Studium und teils bis ins Senior:innenalter bleiben.

Mach dir keinen Stress, im Sommer vor dem Studium bereits Fachliteratur zu wälzen. Nutze die Zeit lieber für die formalen Dinge, besuche die Vorkurse zur Entlastung und gönn dir vor dem Verlesungsstart auch noch ein paar Tage echte Erholung.

An der Hochschule Mittweida gestalten wir dir den Übergang so einfach wie möglich. Unsere Vorkurse (z. B. in Mathematik oder Physik) machen dich fit für die ersten Module. Mehr erfährst du auf der Seite zum Thema Bewerbung. Die Orientierungsveranstaltungen sind bei uns Teil der ersten Vorlesungswoche für Erstsemester. Hier nehmen dich erfahrene Tutor:innen an die Hand, führen dich über unseren kompakten Campus und sorgen bei gemeinsamen Events dafür, dass du vom ersten Tag an Teil der HSMW-Community bist.

Praxiserfahrung ist neben dem Zeugnis das wichtigste Aushängeschild im Lebenslauf – gerade im KI-Zeitalter. Glücklicherweise gibt es im Studium viele Wege, Theorie direkt in die Praxis umzusetzen. Von flexiblen Nebenjobs bis hin zu fest verankerten Modulen:

  • Werkstudententätigkeit: Als Werkstudentin oder Werkstudent arbeitest du fachnah in einem Unternehmen. Du sammelst direkte Berufserfahrung in deiner Branche, baust dir ein Netzwerk auf und verdienst Geld für deinen Lebensunterhalt.
  • Praktika und Pflichtpraxissemester: Gerade an den HAW beinhalten die Studiengänge ein fest im Lehrplan verankertes Praxissemester (meist drei bis sechs Monate). Freiwillige Praktika in den Semesterferien bieten zusätzlich die Chance, verschiedene Unternehmensgrößen oder Branchen kennenzulernen.
  • Praxisnahe Abschlussarbeiten: Du kannst deine Bachelor- oder Masterarbeit in Kooperation mit einem Unternehmen schreiben. Dabei löst du eine konkrete Problemstellung aus der Betriebspraxis. Nicht selten entsteht daraus direkt das Angebot für den Berufseinstieg.
  • Studentische Hilfskraft (HiWi-Job): Als Hilfskraft an einem Lehrstuhl, einer Fakultät oder in einem Labor arbeitest du direkt an Forschungsprojekten der Hochschule mit. Das schärft dein Fachwissen und ist ideal, wenn dich Entwicklung, Analytik oder eine spätere akademische Laufbahn reizen.
  • Studentische Initiativen und Campusprojekte: Ob Campus-Radio, Rennsport-Teams (Formula Student), studentische Beratungen oder Fachschaftsarbeit – Engagement in Projekten zeigt Arbeitgeber:innen Soft Skills wie Teamgeist, Organisationstalent und Eigeninitiative.

Tipp: Behalte die 20-Stunden-Regel im Blick: Während der Vorlesungszeit darfst du als Werkstudent maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten, um deinen vergünstigten Studierendenstatus in der Kranken- und Sozialversicherung zu behalten. In den Semesterferien darf es auch mehr sein.

An der Hochschule Mittweida (HSMW) ist der Praxisbezug fest im Studienverlauf verankert. In modernen Werkstätten, Laboren und Medienzentren arbeitest du schon ab den ersten Semestern an realen Projekten. Alle Bachelor-Studiengänge beinhalten ein Praktikum in der Wirtschaft. Zudem unterstützt dich der Career Service der HSMW gezielt durch Firmenkontakte, Bewerbungstrainings und die Vermittlung von Praktika bei regionalen wie internationalen Partnerunternehmen.

Warum wir?

Fünf gute Gründe für die Hochschule Mittweida

Mehr zur HSMW erfahren

moderne Ausstattung
praxisnah
weltweit vernetzt
inklusiv
Karriere nach dem Studium
mehr Vorteile entdecken
Du hast Fragen zum Studieren?

Alles was dich vor deinem Start interessiert

  Lisa Viehweg
Lisa Viehweg
Studienberatung
Hochschulkommunikation
Erreichbarkeit

Montags 9 bis 11 Uhr
Dienstags 13:30 bis 15:30 Uhr
Mittwochs 9 bis 11 Uhr
Donnerstags 14 bis 17 Uhr
Freitags 9 bis 11 Uhr

und nach Vereinbarung

Was ist die HSMW?

Erfahre mehr

Es gibt mehr als nur fünf gute Gründe für ein Studium in Mittweida. Der wichtigste: über 90 besondere Studienangebote, in denen konsequent das Wissen für die Berufspraxis im Mittelpunkt steht. Denn insbesondere im KI-Zeitalter kommt es darauf an, nicht nur Theorie gelernt zu haben, sondern sie praktisch erfolgreich anzuwenden.

Deine Studienzeit ist aber mehr als nur Wissenserwerb. Der HSMW-Campus erinnert an eine Hochschule in den USA, eine kleine Universität irgendwo im mittleren Westen. In Mittweida erreichst du alles bequem zu Fuß, studierst bequemer, entspannter und konzentrierter – auch dank günstiger Mieten. Statt dir den Lebensunterhalt mit Nebenjobs zu finanzieren, kannst du so vom vielfältigen Campusleben profitieren.

6.350
Studierende
590
engagierte Mitarbeitende
100
Partnerhochschulen weltweit
161
Jahre HSMW
Mehr erfahren