Zahlen und Fakten
Allgemeine und digitale Forensik
Allgemeine und Digitale Forensik ist deutschlandweit einzigartig. Das Besondere: die konsequente Verbindung von Wissen über Soft- und Hardware mit Aspekten der klassischen Forensik. Denn wer heute und zukünftig Verbrechen aufklären will, braucht Informatik-Wissen – und sei es nur, weil ein Smartphone im Spiel ist.
In Mittweida profitierst du von der engen Anbindung an Forschung und forensische Praxis. Mittweidas Wissenschaftler:innen entwickeln die Beweisführung weiter – von medial beachteten Tatortrekonstruktionen wie beim Fall Ofarim oder den Einbrüchen in Berliner und Dresdner Museen bis hin zu Software-Lösungen für Ermittlungsbehörden, die mit KI die Kommunikation von Verdächtigen analysieren.
Was machen Forensiker eigentlich? Studis reagieren auf Vorurteile
Studieninhalte im Überblick
Moderne Forensik operiert an der Schnittstelle von Informatik, Naturwissenschaft und Recht. Deshalb sind das auch die Schwerpunkte deines Studiums. Du lernst, Spuren systematisch zu analysieren, Zusammenhänge zu erkennen und Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren.
Im Studium baust du dir Schritt für Schritt die notwendigen Kompetenzen auf. Du lernst zu programmieren, beschäftigst dich mit Datenbanken, Netzwerken, IT-Sicherheit und Verschlüsselung und entwickelst ein tiefes Verständnis für digitale Systeme. Gleichzeitig ist in jedem Semester die klassische Forensik fest verankert: von der Spurensicherung über biologische Spuren bis hin zur forensischen Hypothesenbildung. Genau diese Kombination ist entscheidend, denn moderne Ermittlungsarbeit basiert auf der Verbindung der analogen mit digitalen Welten.
In Praktika, Laboren und Komplexprojekten arbeitest du mit digitalen und physischen Spuren und überträgst theoretisches Wissen direkt in Anwendungsszenarien. Durch diese Ausrichtung entwickelst du ein Profil, das weit über klassische Informatik oder Naturwissenschaft hinausgeht.
Allgemeine Forensik I: Der Mensch als Spurenträger
Grundlagen der Computerforensik
Informatik I: Programmierung
Einführung in die IT-Sicherheit
Mathematik I: Elementarmathematik
Studium Generale:
- Technisches Englisch
- How to Study - Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
Allgemeine Forensik II: Der Mensch als Merkmalsträger
Datenbanken
Informatik II: Algorithmen und Datenstrukturen
Rechnernetze und technische Grundlagen
Verschlüsselungstechnik
Mathematik II: Schwerpunkt Algebra
Studium Generale II
Allgemeine Forensik III: Biologische Spuren
Digitale Bildverarbeitung in der Forensik
System- und Netzwerkadministration/Netzwerksicherheit
Grundlagen des maschinellen Lernens
Betriebssysteme und Digitale Spuren I
Bayessche Statistik für Forensiker
Allgemeine Forensik IV: Forensische Hypothesenbildung
Strafrecht und Kriminologie:
- Straf- und Prozessrecht Teil I
- Kriminologie
Komplexpraktikum Forensische Methoden
Betriebssysteme und digitale Spuren II
Text Retrieval und Text Mining
Computerforensische Methoden
Allgemeine Forensik V: Forensische Modellierung
Strafrecht und Kriminologie:
- Straf- und Prozessrecht Teil II
Komplexpraktikum Forensische Methoden
Netzwerkforensik
Internet of Things und Zukunftstechnologien
Software-Projekt forensische Werkzeuge
Praxismodul
Selbstständige wissenschaftlich-praktische Tätigkeit in einem Unternehmen
Dauer: 12 Wochen
Bachelorarbeit
Abschließende, selbständige wissenschaftliche Arbeit
Dauer: 12 Wochen
Allgemeine und digitale Forensik in Mittweida
Zusammengefasst – Allgemeine und digitale Forensik in Mittweida
Vollzeit-Bachelor-Studium an der Schnittstelle von Informatik und Naturwissenschaften
(180 Credits)
Nach dem Bachelor in Allgemeine und Digitale Forensik arbeitest beispielsweise als IT-Forensiker:in, Cyberkriminalist:in oder Analyst:in für digitale Spuren in Ermittlungsbehörden wie Landeskriminalämtern oder beim Bundeskriminalamt. Auch Tätigkeiten als Gutachter:in, Penetration Tester:in, Security Consultant oder Spezialist:in für digitale Beweissicherung in Unternehmen gehören zu typischen Einsatzfeldern. Die digitale Forensik ist ein wachsendes Feld mit hohem Bedarf an qualifizierten Fachkräften – entsprechend vielseitig sind deine Perspektiven.
Bewerbung und Zulassung
Erforderlich sind die allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife, fachgebundene Hochschulreife oder eine gleichwertig anerkannte Qualifikation. Bewerberinnen und Bewerber mit abgeschlossener Berufsausbildung und mindestens drei Jahren Berufserfahrung können nach einem Beratungsgespräch und einer erfolgreichen Zugangsprüfung ebenfalls starten.
Sprachkenntnisse:
Wer seine Studienberechtigung nicht an einer deutschsprachigen Einrichtung erworben hat, muss Deutschkenntnisse auf Niveau C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens nachweisen. Der Nachweis kann zum Beispiel durch den Test „Deutsch als Fremdsprache“ (TestDaF) am Studienkolleg der Hochschule Mittweida mit einem Durchschnitt von TDN 3 in allen vier Bereichen oder durch ein gleichwertiges Zertifikat erfolgen.
Die Bewerbungsphase für das Wintersemester startet am 15. April und endet am 15. Juli. Du registrierst dich online im HSMW-Bewerbungsportal. Sobald du alle Unterlagen eingereicht hast, kannst du dich immatrikulieren. Mit der Immatrikulation ist dein Studienplatz in Mittweida gesichert. Für internationale Bewerber:innen endet die Bewerbungsfrist bereits am 15. Mai, damit ausreichend Zeit für die Visumsbeantragung bleibt.
Wir sorgen für dich! Beste Studienbedingungen, moderne Ausstattung und günstige Mietpreise ermöglichen es dir, dich voll auf dein Studium zu konzentrieren. Tutorien helfen dir bei fachlichen Fragen, das Gründungsnetzwerk SAXEED begleitet dich auf dem Weg zur eigenen Geschäftsidee und die Sozialkontaktstelle unterstützt dich bei besonderen Lebenslagen, etwa bei der Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen. Auch der Campus hat viel zu bieten: zwei Musikfestivals pro Jahr, ein aktives Esports-Team und eine lebendige Studierendengemeinschaft. Entdecke, wie vielfältig das Leben in Mittweida ist – beim Studieninformationstag oder der Nacht der Wissenschaften.
Lass dich inspirieren
Häufige Antworten
Ja, du kannst verschiedene Schwerpunkte wählen, die dich innerhalb der digitalen Forensik weiter spezialisieren, etwa in Richtung Netzwerkforensik oder mobile Datenträger. Eine Rückkehr in die klassische Laborarbeit ist nicht vorgesehen, da alle Vertiefungswege darauf abzielen, dein Profil als IT-Ermittler:in zu schärfen.
Die Praxis findet hier weniger im Chemielabor, sondern in spezialisierten IT-Forensik-Labs statt, wo du lernst, digitale Spuren rechtssicher auszuwerten. Durch integrierte Projektmodule und das Praxissemester arbeitest du schon früh an realistischen Szenarien der digitalen Beweissicherung.
Während klassische Studiengänge oft rein chemisch oder biologisch ausgerichtet sind, bietet die Allgemeine und Digitale Forensik in Mittweida einen interdisziplinären Mix aus Grundlagen der Naturwissenschaften, Technik und digitaler Spurensicherung. Dieser breite Ansatz ermöglicht es dir, Tatorte und Beweismittel ganzheitlich zu verstehen und später in verschiedensten Ermittlungsbereichen oder spezialisierten Laboren Fuß zu fassen.
Ja, und es geht sogar weit über das Besprechen hinaus: Ihr bearbeitet im Studium einen echten, bereits abgeschlossenen Fall. Das ermöglicht es dir, die Verbindung zwischen einem physischen Tatort und der digitalen Spurensuche unter realen Bedingungen zu trainieren.
Melde dich unverbindlich bei unserer Studienberatung
Montags 9 bis 11 Uhr
Dienstags 13:30 bis 15:30 Uhr
Mittwochs 9 bis 11 Uhr
Donnerstags 14 bis 17 Uhr
Freitags 9 bis 11 Uhr
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