Zahlen und Fakten
IT-Sicherheit
Mit dem Studienangebot IT-Sicherheit lernst du, Sicherheitslücken zu erkennen, Angriffe zu verstehen und effektive Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Dabei verbindest du technisches Know-how mit analytischem Denken und entwickelst ein tiefes Verständnis für die Funktionsweise moderner IT-Infrastrukturen.
Das Besondere an dieser Vertiefung im Studiengang Angewandte Informatik in Mittweida ist die Kombination aus Spezialisierung und breitem Informatikverständnis. Du wirst nicht nur zum Sicherheitsexperten, sondern behältst immer den Blick für das Gesamtsystem. Genau diese Fähigkeit ist in der Praxis entscheidend, denn Sicherheitslücken entstehen oft im Zusammenspiel verschiedener Komponenten.
"Lernt man Hacken im Studium!?" | Prof und Student beantworten Fragen zum Studium IT-Sicherheit
Studieninhalte im Überblick
Im Studium baust du zunächst ein solides Fundament aus Informatik, Programmierung, Netzwerken, Datenbanken und Betriebssystemen auf. Dieses breite Verständnis ist entscheidend, denn IT-Sicherheit funktioniert nur, wenn du Systeme ganzheitlich durchdringst. Darauf aufbauend steigst du gezielt in sicherheitsrelevante Themen ein: Du beschäftigst dich mit Kryptologie, analysierst System- und Netzwerksicherheit und setzt dich mit Schadsoftware und deren Abwehr auseinander.
In den späteren Semestern vertiefst du dein Wissen und arbeitest mit aktuellen Methoden und Technologien der Cybersecurity. Du analysierst Angriffe, entwickelst Abwehrstrategien und beschäftigst dich mit Kryptoanalyse sowie dem praktischen Einsatz von Verschlüsselung. Themen wie Bedrohungsmanagement und die Absicherung komplexer IT-Systeme zeigen dir, wie Sicherheit in realen Anwendungsszenarien umgesetzt wird. Gleichzeitig bleibst du nah an der Praxis: In Projekten und Modulen arbeitest du an konkreten Problemstellungen und entwickelst Lösungen, die sich direkt auf reale Systeme übertragen lassen.
Einführung in die Informatik I
Mensch-Maschine-Interaktion
Programmierung und Algorithmen
IT- und Wirtschaftsprivatrecht
Mathematik
Fach- und Methodenkompetenz I
Einführung in die Informatik II
Betriebssysteme
Rechnernetze
Datenbanken
Datenstrukturen im Anwendungskontext
Fach- und Methodenkompetenz II
Angewandte Informatik in der Praxis
Hardwarenahe Programmierung
Einführung in die IT-Sicherheit
Mathematik: Stochastik/Statistik
2 Wahlmodule (aus 3 angebotenen):
- Grundlagen und Anwendung der Kryptologie
- System- und Netzwerksicherheit
- Virentechnologie/Antivirensoftware
Softwaretechnik und Informationssysteme
Verteilte Systeme
Eingebettete Systeme
Theoretische Informatik
2 Wahlmodule (aus 3 angebotenen):
- Design sicherer Softwarearchitekturen
- Kryptoanalyse
- Sicherheitsmanagement/Datenschutz/Technikfolgeabschätzung
Angewandte KI: Theorie und Praxis
Mobile und Web Engineering
Projektmodul: Softwareentwicklung vs. IT-Sicherheit
2 Wahlmodule (aus 3 angebotenen):
- Cybersecurity und Bedrohungsmanagement
- Abwehr von IT-Angriffen
- Praktischer Einsatz von Kryptografie in der Informatik
Praxismodul
Selbstständige wissenschaftlich-praktische Tätigkeit in einem Unternehmen
Dauer: 12 Wochen
Bachelorarbeit
Abschließende, selbständige wissenschaftlichen Arbeit
Dauer: 12 Wochen
Angewandte Informatik in Mittweida
Zusammengefasst – IT-Sicherheit in Mittweida
Vertiefung im Vollzeit-Bachelor-Studium der Angewandten Informatik
(180 Credits)
Nach deinem Bachelor-Abschluss arbeitest du beispielsweise als IT-Sicherheitsanalyst:in, Cybersecurity Specialist oder Penetration Tester:in. Auch Tätigkeiten im Bereich Security Consulting, im Aufbau und Betrieb sicherer IT-Infrastrukturen oder im Schutz vor Cyberangriffen gehören zu typischen Einsatzfeldern. In einer zunehmend digitalisierten Welt sind diese Kompetenzen stark gefragt – entsprechend vielfältig sind deine Perspektiven.
Bewerbung und Zulassung
Erforderlich sind die allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife, fachgebundene Hochschulreife oder eine gleichwertig anerkannte Qualifikation. Bewerberinnen und Bewerber mit abgeschlossener Berufsausbildung und mindestens drei Jahren Berufserfahrung können nach einem Beratungsgespräch und einer erfolgreichen Zugangsprüfung ebenfalls starten.
Sprachkenntnisse:
Wer seine Studienberechtigung nicht an einer deutschsprachigen Einrichtung erworben hat, muss Deutschkenntnisse auf Niveau C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens nachweisen. Der Nachweis kann zum Beispiel durch den Test „Deutsch als Fremdsprache“ (TestDaF) am Studienkolleg der Hochschule Mittweida mit einem Durchschnitt von TDN 3 in allen vier Bereichen oder durch ein gleichwertiges Zertifikat erfolgen.
Die Bewerbungsphase für das Wintersemester startet am 15. April und endet am 15. Juli. Du registrierst dich online im HSMW-Bewerbungsportal. Sobald du alle Unterlagen eingereicht hast, kannst du dich immatrikulieren. Mit der Immatrikulation ist dein Studienplatz in Mittweida gesichert. Für internationale Bewerber:innen endet die Bewerbungsfrist bereits am 15. Mai, damit ausreichend Zeit für die Visumsbeantragung bleibt.
Wir sorgen für dich! Beste Studienbedingungen, moderne Ausstattung und günstige Mietpreise ermöglichen es dir, dich voll auf dein Studium zu konzentrieren. Tutorien helfen dir bei fachlichen Fragen, das Gründungsnetzwerk SAXEED begleitet dich auf dem Weg zur eigenen Geschäftsidee und die Sozialkontaktstelle unterstützt dich bei besonderen Lebenslagen, etwa bei der Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen. Auch der Campus hat viel zu bieten: zwei Musikfestivals pro Jahr, ein aktives Esports-Team und eine lebendige Studierendengemeinschaft. Entdecke, wie vielfältig das Leben in Mittweida ist – beim Studieninformationstag oder der Nacht der Wissenschaften.
Lass dich inspirieren
Häufige Antworten
Du musst kein Profi-Hacker sein, um zu starten, aber ein logisches Verständnis für Mathematik ist für die Kryptografie unerlässlich, und erste Erfahrungen im Programmieren können dir helfen, sind aber kein Muss. Da wir bei den Grundlagen anfangen, ist vor allem dein Wille entscheidend, dich tief in technische Details hineinzufuchsen und Systeme verstehen zu wollen.
Ja, reale Cybercrime-Szenarien und bekannte Sicherheitslücken sind fester Bestandteil der Lehre, um die Theorie praxisnah zu veranschaulichen. Ihr analysiert oft aktuelle Fälle, um zu verstehen, wie Angreifer vorgegangen sind und mit welchen Strategien man solche Attacken in der Realität verhindern kann.
Die Studieninhalte sind sehr eng an die Arbeitsweise von Sicherheitsexpert:innen angelehnt, da ihr mit denselben Tools und Methoden arbeitet, die auch beim Penetration Testing oder in der Forensik genutzt werden. Durch Projekte und Simulationen lernst du nicht nur das „Was“, sondern vor allem das methodische „Wie“, das in der Wirtschaft händeringend gesucht wird.
Während es in der Softwareentwicklung primär darum geht, neue Anwendungen und Architekturen zu erschaffen, konzentriert sich die IT-Sicherheit darauf, diese Systeme zu schützen und Schwachstellen aufzuspüren. Deine Wahl triffst du in der Regel nach dem gemeinsamen Grundstudium, meist zum Ende des zweiten Semesters, wenn du die Basics der Informatik bereits kennst.
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