Zwei junge Männer im Cockpit eines Rennwagens, das Teil einer Simulationsplattform ist, in der das Umfeld Rennstrecke auf großen Monitoren dargestellt ist. Der linke Mann fasst mit beiden Händen das Lenkrad. Beide schauen nach hinten in Richtung Kamera.

Vom Simulator auf die Rennstrecke – und zurück

Exkursion zum Nürburgring für Studierende der HSMW. Mittweidaer Living Lab verbindet Informatik und Ingenieurwesen.

Zwei junge Männer, ausgelassen lachend, im Cockpit der Simulationsplattform.
Rennvergnügen im Simulator

Fahrdynamik, Aerodynamik, Packaging: Begriffe, die im Mittelpunkt einer Blockwoche vom 10. bis 14. März 2025 an der Nürburgring Akademie standen, an der fünf Studierende der Hochschule Mittweida (HSMW) zusammen mit Kommilitoninnen und Kommilitonen anderer Hochschulen teilnahmen. Sie hatten sich erfolgreich für die Teilnahme beworben.

Die Studierenden aus Mittweida und Matthias Vodel, ihr Professor, brachten in das Fach-Programm der Blockwoche die Erfahrungen mit modernen, KI-gestützten Simulator- und Simulationsumgebungen ein. Sie bieten für den Rennsport wie für die Automobilhersteller viele Vorteile und machen die Abstimmung von Fahrzeugen effizienter und sicherer. Vodel: „Wir verbinden in Mittweida Informatik und Ingenieurwissenschaften rund um das Thema Fahrdynamik“. Am Living Lab „Motion Simulation & Softwareentwicklung“ der HSMW werden diese Systeme erforscht und über den wiederholten Abgleich mit der Realität auf der Straße und auf der Rennstrecke ständig weiterentwickelt.

Eines der modernen Systeme im Mittweidaer Labor ist die „KTM xBow GT4 Large Scale Simulationplattform“. Das reale Fahrzeug in Form der straßenzugelassenen Variante xBow R nutzt die HSMW für die Aufnahme von Telemetriedaten für die möglichst realitätsnahe Simulation.

Eine Gruppe von rund 30 überwiegend jungen Menschen steht auf einer geteerten Fahrbahn, die von Leitplanken und Zäunen begrenzt ist. Sie hören einer männlichen Person zu, die nur von hinten zu sehen ist und eine rote Jacke mit der Wort-Bild-Marke „Nürburgring Team“ trägt.
Der erfahrene Rennsportler Andreas Gülden (Mitte) kennt viele Details und Geschichten zu den einzelnen Streckenabschnitten.

Den Nürburgring selbst erlebten die Studierenden nicht im Rennwagen, sondern mehr oder weniger zu Fuß: beim Trackwalk auf der Nordschleife gleich zum Auftakt der Woche, dafür gespickt mit vielen Informationen und Anekdoten zum legendären Streckenabschnitt in der Eifel.

Drei junge männliche Personen stehen auf einem dreistufigen Siegerpodest und halten Urkunden in den Händen. Auf dem Podest ist weiß auf rot „Ring Kartbahn“ zu lesen. Rennreifen sind links und rechts vom Podest drapiert. Der Hintergrund ist die Abbildung eines Ausschnitts einer Rennkurve mit Leitplanken.
Auf dem Siegertreppchen am Ring: Neben Vorträgen und Firmenbesuchen standen bei der Blockwoche an der Nürburgring-Akademie die Mittweidaer Studierenden Philipp Goldammer und Max Walter (2.u.3.v.l.) auch rennsportliche Aktivitäten an.

Max Walter studiert im Master Maschinenbau an der HSMW und ist begeistert: „Der Trackwalk auf der Nordschleife war ein guter Start, der Lust auf die nächsten Tage gemacht hat. Die waren voller beeindruckender Erlebnisse mit tiefen Einblicken in die verschiedensten Bereiche des Rennsports.“ Dazu zählte auch der Blick hinter die Kulissen namhafter Motorsportteams und Zulieferer, die sich um den Ring angesiedelt haben, darunter Manthey-Racing, Haupt-Racing, Bilstein und Capricorn.

Sechs männliche Personen stehen lächelnd hinter der Simulationsplattform. Vier von ihnen haben Anpacken demonstrierend die Arme der Brust verschränkt.
Ein starkes Team: Professor Matthias Vodel (l.) und sein Mitarbeiter Michael Walther (r.) mit Studierenden vom Rennsport-Team TMM der Hochschule Mittweida: Max und Philipp, sowie Robin Erler und Paul Reuther.

Studieren, Forschen, Machen

Max und sein Kommilitone Philipp Goldammer engagieren sich neben ihrem Studium im hochschuleigenen Team von Technikum Mittweida Motorsport (TMM). Sie sind dort für die Fahrdynamik des neuen Formula-Student Elektro-Rennwagens, der „Red Viper“, verantwortlich. Für die jetzt vor dem ersten Rennen anstehenden Abstimmungsfahrten haben sie aus den Fachvorträgen und Gesprächen mit erfahrenen Rennprofis am Nürburgring den ein oder anderen gut Tipp mit nach Mittweida zurücknehmen können: „Wir konnten Expertenmeinungen einholen zu ganz konkreten Herausforderungen, die uns gerade beschäftigen, um unseren Rennboliden noch besser zu machen“, so Philipp.

So interdisziplinär wie TMM bei der Entwicklung seines Rennwagens arbeitet, so vielfältig nutzbar ist auch das Living Lab. Studierende der Informatik-Studiengängen der HSMW wie Medieninformatik und Interaktives Entertainment, Angewandte Informatik in der Studienrichtung Softwareentwicklung sind dort genauso zuhause wie Kommiliton:innen aus den Ingenieurwissenschaften in den Studiengängen Maschinenbau und Elektrotechnik–Automation.

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Die Hochschule Mittweida ist ein grenzenloses Experimentierfeld mit dem Ziel, Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen. Wie? Durch akademisch ausgebildete Fachkräfte und unkomplizierte Zusammenarbeit, die es regionalen Unternehmen ermöglicht, von unseren Ergebnissen unmittelbar zu profitieren – oder mit gemeinsamen Forschungsprojekten neue Erkenntnisse zu sammeln, die direkt überführt werden können. Studierenden ermöglichen wir, sich auszuprobieren, indem sie ihre eigenen Fähigkeiten erweitern und Neues erschließen.

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