Ausgezeichnete Forschung von Markus Olbrich
Für einen besonderen Erfolg sorgte Doktorand Markus Olbrich. In seinem Vortrag präsentierte er neue Erkenntnisse darüber, was beim Einsatz von GHz-Doppelpulsen auf dünnen Goldschichten passiert und wie sich bestimmte Effekte auf die Effizienz des Materialabtrags auswirken.
Zusätzlich stellte er ein Poster vor, das mithilfe zeitaufgelöster bildgebender Interferometrie unterschiedliche Abtragsmechanismen sichtbar macht. Die Arbeit überzeugte nicht nur fachlich, sondern auch die Jury: Dafür erhielt er den 1. Platz beim „Best Student Poster Award“.
Eine starke Auszeichnung in einem internationalen Teilnehmerfeld und ein schöner Beleg für die hohe Qualität der Mittweidaer Forschungsarbeit.
Silizium unter dem Laser
Dr. Andy Engel präsentierte gleich zwei Poster rund um die Wechselwirkung ultrakurz gepulster Laserstrahlung mit einkristallinem Silizium. Dabei ging es zum einen um die dauerhaften Veränderungen, die durch die Laserbearbeitung im Material entstehen, und zum anderen um die Prozesse, die bereits in den ersten Momenten nach dem Auftreffen eines Laserpulses ablaufen.
Uns interessiert nicht nur, welches Ergebnis am Ende sichtbar ist. Wir wollen verstehen, welche Prozesse im Material unmittelbar nach der Bestrahlung ablaufen und wie daraus die beobachteten Veränderungen entstehen.
erläutert Andy Engel.
Die beiden Beiträge liefern wichtige Erkenntnisse für Anwendungen in der Halbleiter- und Mikrosystemtechnik und tragen dazu bei, die komplexen Vorgänge bei der Laserbearbeitung besser zu verstehen.
Mehr Effizienz durch clevere Oberflächen
Wie Forschung ganz konkret zu nachhaltigeren Technologien beitragen kann, zeigte Andreas Gruner mit seinem Poster zu sogenannten Riblet-Strukturen. Dabei handelt es sich um feine, strömungsgünstige Rillen, die den Widerstand von Oberflächen reduzieren können.
Mithilfe eines Laserdirektschreibverfahrens gelang es, solche Strukturen mit hoher Präzision herzustellen und Effizienzsteigerungen nahe dem theoretischen Maximum zu erreichen. Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial laserbasierte Oberflächenstrukturen für energieeffiziente technische Systeme bieten.
Neue Impulse und internationale Vernetzung
Neben den eigenen Präsentationen nutzten die Mittweidaer Forscher die Konferenz intensiv zum fachlichen Austausch. Diskussionen mit internationalen Expertinnen und Experten lieferten neue Perspektiven auf die Modellierung und Simulation von Laserprozessen. Gleichzeitig entstanden zahlreiche Kontakte zu renommierten Forschungseinrichtungen und potenziellen Projektpartnern.
Auch der Austausch mit Herstellern wissenschaftlicher Infrastruktur brachte wertvolle Einblicke in neue technische Entwicklungen für zukünftige Forschungsarbeiten.