Eine strahlend lächelnde weibliche Person erhält aus den Händen einer männlichen Person einen Stoffbeute über einen Tresen gereicht.

Neue Gesichter aus 30 Ländern

Studienstart im Sommersemester mit Immatrikulationsfeier. Promotionsstipendien der Hochschule für zwei Forscherinnen.

Blick in den Hörsaal mit vielen in den Bankreichen stehenden Menschen. Am unteren Ende des Hörsaals und rechts im Bild eine männliche Person im Anzug und mit goldener Amtskette am Rednerpult.
Neues Gegenüber: Erstsemester der HSMW und Rektor Volker Tolkmitt (r.).

Für viele neue Gesichter auf dem Campus der Hochschule Mittweida (HSMW) war der gestrige Montagvormittag im Ludwig-Hilmer-Bau besonders aufregend: 225 „Erstis“ hat Rektor Professor Volker Tolkmitt in der Immatrikulationsfeier symbolisch immatrikuliert.

Rektor Volker Tolkmitt zu den neuen Studierenden: 

Bevor wir Sie in einigen Semestern mit einem akademischen Abschluss wieder wegschicken, wollen wir Sie begleiten – begleiten auf einem Lebensweg, der Sie prägen wird.

Blick zwischen den Köpfen der Zuhörenden im Hörsaal auf Redner .
Nicht nur die neuen Studierenden der eigenen Fakultät im Blick: Stephan Beetz, Dekan der Fakultät Soziale Arbeit.

Unter ihnen waren 102, die ihr Bachelorstudium Soziale Arbeit in Vollzeit oder berufsbegleitend beginnen. Sie prägten das Bild der Immatrikulationsfeier im Ludwig-Hilmer-Bau. Auf sie ging auch Professor Stephan Beetz, Dekan der Fakultät Soziale Arbeit, in seinem Vortrag „Was heißt Soziale Arbeit studieren“ besonders ein. Aber vieles, was er „seinen“ Studierenden mit auf den Weg gab, gilt allen Angehörigen der neuen akademischen Generation der HSMW:

Wir brauchen Menschen, die mit- und nachdenken, die bereit sind, zu sich und anderen in ihrem Denken aufrichtig zu sein, bei sich zu sein. Wir brauchen Menschen, die Uneindeutigkeiten aushalten. Klarheit finden wir nicht im Schwarz-Weiß-Denken, im Richtig und Falsch, in polarisierenden Kategorien und Festschreibungen – nur im Für und Wider, in der Diskussion.

Toleranz zu praktizieren, heißt nicht, keine Position zu finden und zu haben: Das wäre fatal. Wir brauchen Menschen, die Positionen beziehen. Wir brauchen Menschen, die verändern wollen – sich und die Welt, die davon ausgehen, dass es nicht nur nach ihren Vorstellungen geht, die aber ihre Vorstellungen einbringen.

Dekan Professor Stephan Beetz

In Mittweida könnt ihr euch nicht verlaufen

Der frisch gewählte Vorsitzende des Studierendenrats, Nicolas Hentschel, der katholische Studierendenseelsorger Thomas Gömbi und Oberbürgermeister Ralf Schreiber begrüßten zusammen mit den Erstis der Sozialen Arbeit auch die vielen internationalen Studierenden.

Wir sind kompakt, wir sind nahbar, wir sind familiär… In Mittweida könnt ihr euch nicht verlaufen. Das meine ich sowohl wortwörtlich als auch metaphorisch. Irgendwo kommt ihr hier immer an.

Nicolas Hentschel, Vorsitzender des Studierendenrats 

Zahlen und Fakten

Rund 61 Prozent aller Studienanfänger:innen sind Frauen, wobei hier die Soziale Arbeit mit 86 Prozent im Vollzeit- und 76 Prozent Frauenanteil im berufsbegleitenden Studiengang Soziale Arbeit prägend ist. Der älteste Ersti in diesem Sommersemester aber ist ein Mann und beginnt mit 55 Jahren ein berufsbegleitendes Studium der Sozialen Arbeit.

Mit den Erstsemestern des Sommersemesters sind an der Hochschule Mittweida 5.557 Studierende eingeschrieben. Diese Zahl und die Zahl der Neuimmatrikulationen sind erwartungsgemäß niedriger als im Wintersemester: Zum offiziellen Stichtag 1. November 2025 zählte die HSMW 6.350 Studierende. Aber im Laufe des Wintersemesters haben viele Studierende erfolgreich ihr Studium abgeschlossen, und die Hochschule immatrikuliert zum Sommersemester nur in wenige Studiengänge.

Eine weibliche Person in einer Hörsaalbank hat zwei Broschüren vor sich, eine trägt den Titel: „Semesterplan Bachelor-/Masterstudiengang. Fakultät Soziale Arbeit.“
Egal, wo du herkommst: An der HSMW findest du schnell den Plan für dein Studium.

Incomings: Gut vorbereitet in Mittweida studieren

Rund 80 internationale Studierende aus 29 Ländern sind zum Studium nach Mittweida gekommen. Darunter sind 24, die sich in den vergangenen Monaten am Studienkolleg der Hochschule aufs Studium vorbereitet haben. Dort belegen die internationalen Studieninteressierten einen Kurs zur Vorbereitung auf die sogenannte Feststellungsprüfung und legen diese nach einem Studienjahr ab. Sie ist das Äquivalent zum deutschen Abitur, neben Deutsch als Fremdsprache stehen deshalb etwa Mathematik, Physik, Chemie, Englisch, Sozialkunde, Geschichte, Geografie, Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Technisches Zeichnen auf dem Lehrplan. Am Ende erhalten die Studienkollegiat:innen ihre offizielle Hochschulzugangsberechtigung. Der Großteil von ihnen studiert danach auch an der HSMW.

Frauen: Akademische Karriere fördern

Die HSMW fördert mit den Stipendien gezielt die akademische Karriere von Nachwuchswissenschaftlerinnen und ihre Repräsentanz in der Wissenschaft. 

Die Immatrikulationsfeier war in diesem Jahr erstmals auch der Rahmen für die Vergabe von Promotionsstipendien an zwei junge Wissenschaftlerinnen der HSMW. Für die Stipendien konnten sich nur Frauen bewerben. Josephine Meitzner wird in den kommenden drei Jahren für ihre Biophotonik-Forschung am Laserinstitut Hochschule Mittweida (LHM) zu DNAzymen gefördert. Das sind hochpräzise, katalytisch aktive DNA-Sequenzen. Ihren Einsatz und ihre Wirkung zu erforschen, ist wichtig für die medizinische Diagnostik. Die Techniksoziologin Mirjam Werner beschäftigt sich an der Fakultät Soziale Arbeit mit der Wahrnehmung und Bewältigung von Technostress bei der Nutzung von Self-Tracking-Technologien im Sport. Ihre Forschung soll dazu beitragen, besser zu verstehen, wann digitale Selbstvermessung unterstützend wirkt und unter welchen Bedingungen sie Druck, schlechtes Gewissen oder Überforderung auslösen kann.

Vor den Stufen des wissenschaftlichen Erfolgs: Die Promotionsstipendiatinnen Mirjam Werner und Josephine Meitzner (3. u. 4. v. l.) mit Dr. Angela Freche, den Professoren Alexander Zill und Richard Börner sowie Rektor Volker Tolkmitt.
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Die Hochschule Mittweida ist ein grenzenloses Experimentierfeld mit dem Ziel, Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen. Wie? Durch akademisch ausgebildete Fachkräfte und unkomplizierte Zusammenarbeit, die es regionalen Unternehmen ermöglicht, von unseren Ergebnissen unmittelbar zu profitieren – oder mit gemeinsamen Forschungsprojekten neue Erkenntnisse zu sammeln, die direkt überführt werden können. Studierenden ermöglichen wir, sich auszuprobieren, indem sie ihre eigenen Fähigkeiten erweitern und Neues erschließen.

6.350
Studierende
590
engagierte Mitarbeitende
100
Partnerhochschulen weltweit
161
Jahre HSMW
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