Mit dem Voranschreiten der technischen und digitalen Entwicklung in den letzten Jahren wurden viele Neuerungen auf den Markt oder alte Systeme auf den neuesten Stand gebracht. Dies geschieht nicht nur in der Fertigung und Produktion, sondern auch im Bereich der Messtechnik/Fertigungsmesstechnik. Durch verbesserte digitale Schnittstellen dienen Messdaten dem Zweck der Qualitätssicherung, die ermittelten Daten werden direkt in den Produktionsprozess zurückgeführt.
Grundsätzlich haben alle stationären Koordinatenmessgeräte gemeinsam, dass Messobjekt muss zum Messgerät gebracht werden und in verschiedenen Aufspannungen gemessen werden. Die Zugänglichkeit ist durch die Verfahr-Achsen und den verwendeten Sensor begrenzt. Dies führte zur Entwicklung unkonventioneller Koordinatenmessgeräte mit Führungen, die nicht entlang kartesischer Koordinatenachsen aufgebaut sind. Vertreter dieser Form von Messgeräten sind Gelenkarmsysteme.
Ziel dieses Vorhabens ist es, industrielle Roboter als Messsystem zu nutzen. Da Industrieroboter eine nicht hinreichende Genauigkeit bei der Positionierung aufweisen um direkt als Messsystem eingesetzt werden zu können, ist eine ausführliche Betrachtung aller Einflussfaktoren und dessen Kompensation zwingend erforderlich. Dies ermöglicht für das entstandene Messsystem eine Annahme- und Bestätigungsprüfung in Anlehnung an DIN EN ISO 10360-12:2016 durchführen zu können.
Die im Forschungsprojekt erzielten Ergebnisse bedürfen einer weiteren Evaluierung und dienen hervorragend für weitere Forschungsansätze produktnaher Lösungen im Umfeld von roboterbasierten Daten Ökosystemen. Insbesondere werden vielfältige Möglichkeiten bezüglich der weiteren Digitalisierung der industriellen Produktion im Sinne von Industrie 4.0 und die erforderliche Qualitätskontrolle der Produkte gesehen. Der Trend hin zu individualisierten Produkten, erfordert auch eine häufigere Kontrolle ihrer geometrischen Anforderungen, die einhergeht mit dem Begriff Smart Quality, welcher eine vernetzte Qualitätssicherung im Rahmen des Produktlebenszyklus erfordert. Durch das Aufzeigen der Möglichkeit kollaborierende Roboter (Cobots) auch als Messsystem einzusetzen, haben sich Ansätze zu forschenden Professuren an der Hochschule Mittweida im Bereich des Einsatzes von Cobots ergeben. Durch den Austausch mit Messgeräteherstellen und internen Partnern konnte aus den Ergebnissen heraus, eine weiterführende Forschungsskizze generiert werden.
Projektlaufzeit: 01.07.2021 bis 31.12.2024
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