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HSMW als Teil der Open-Access-Bewegung

Open Access publizieren

Open Access meint kostenfreien und unbeschränkten Zugang zu wissenschaftlicher Literatur im Internet. Die in den 1990er Jahren durch die Zeitschriftenkrise und die rapide Entwicklung des Internets entstandene Open-Access-Bewegung zielt darauf ab, allen Interessierten die Ergebnisse öffentlich geförderter Forschung ohne finanzielle, gesetzliche und technische Barrieren frei zugänglich und nachnutzbar zu machen.

Die Hochschule Mittweida fördert Open Access im Sinne der Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities. Open Access ermöglicht nicht nur den weltweiten, direkten, schnellen und kostenfreien Zugriff auf wissenschaftliche Publikationen, sondern erhöht auch die Sichtbarkeit und den Impact der Forschenden, lässt Publizierende die rechtliche Kontrolle über ihr eigenes Werk behalten, und verändert zugleich die Märkte wissenschaftlicher Information – Open-Access-Strategie der Hochschule Mittweida  

Als aktiver Akteur für Open Access unterstützt die HSB die Open-Access-Bewegung und die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Mittweida beim Publizieren. Die HSB bietet folgende Dienstleistungen im Bereich Open Access:

Gründe für Open Access

Warum Open Access publizieren?

Das Wichtigste zuerst: Wissenschaftliche Forschung ist größtenteils öffentlich finanziert.

Das bisherige Publikationssystem, in dem Verlage die Ergebnisse solcher staatlich geförderten Forschung hinter der Paywall stellen, hat zur Folge, dass sogar viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler keinen bzw. nur eingeschränkter Zugang haben können und wissenschaftliche Entwicklungen verhindert werden. Open Access schafft nicht nur Transparenz und Zugang für alle, sondern auch bringt Autorinnen und Autoren große Vorteile:

  • Open Access erhöht die Sichtbarkeit und Zitierhäufigkeit der Forschungsergebnisse.
    Durch Open Access kann jeder ohne Barriere ihre Forschungsergebnisse lesen. Dank entfernter Barriere werden die Forschungsergebnisse in Open-AccessPublikationen schnell auffindbar. Diese erhöht gleichzeitig die Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Tätigkeit von Autorinnen und Autoren und bietet ihnen die Möglichkeit, sich mit mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der Fachcommunity zu vernetzen.

  • Open Access ermöglicht Autorinnen und Autoren, die Rechte und Kontrolle über ihr eigenes Werk zu behalten.
    Im Gegensatz zum traditionellen Publizieren (Closed-Access-Publizieren) ist beim Open-Access-Publizieren möglich, dass Autorinnen und Autoren selbst festlegen, wie andere ihre Werke nutzen, verbreiten oder bearbeiten dürfen (siehe Creative-Commons-Lizenzen). So können dann Publikationen im Rahmen ihrer Festlegung einfach und schnell weiterverbreitet und nachgenutzt werden.
     

Der Wandel des wissenschaftlichen Publikationssystems bringt andererseits vielfältige Herausforderungen. Vor allem: Während der Zugriff auf Inhalte kostenfrei ist, ist das Veröffentlichen in Open Access i. d. R. kostenpflichtig. Dabei unterstützt die HSB Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der HSMW finanziell mit dem Open-Access-Publikationsfonds und mit den Verlagsvereinbarungen.

Gern berät das Open-Access-Team der HSB zur ersten Orientierung zu Ihrer Auswahl des Publikationsorts oder der Publikationsart (siehe z. B. Open-Access-Publikationswege).

Haben Sie Ihre Forschungsergebnisse bereits in Nicht-Open-Access-Zeitschriften veröffentlicht? Sie haben die Möglichkeit, sie als Green-Open-Access kostenlos frei zugänglich zu stellen.

10 Gründe für Open Access
Quelle: open.access-network, verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 (CC BY 4.0 International)

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Wie publiziert man Open Access?

Open-Access-Publikationswege

Gold-Open-Access

  • Veröffentlichung in Open-Access-Zeitschriften
  • Kostenpflichtig (gegen APC, Article Processing Charges)
  • Vorsicht vor Predatory Journals!

Gold-Open-Access (oder der goldene Weg) bezeichnet eine Erstveröffentlichung in einer Open-Access-Zeitschrift. Hierfür fallen als Publikationskosten die APC (Article Processing Charges) an.

Das Open-Access-Modell, das keine APC von Autorinnen und Autoren verlangt, wird Diamond-Open Access bezeichnet.

Bitte beachten Sie bei Ihrer Zeitschriftenwahl sog. Predatory Journals! Mit den unten aufgeführten Webtools können Sie Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um solche unseriösen Zeitschriften zu vermeiden.

Webtools für Gold-Open-Access-Publizieren

  • Directory of Open Access Journal (DOAJ): Verzeichnis der qualitätsgesicherten Gold- und Diamond-Open-Access-Zeitschriften
  • B!SON: Recherchetool eines Open-Access-Publikationsort nach dem Inhalt eines Manuskripts (Bereitgestellt von der TIB Hannover und SLUB Dresden)
  • oa.finder: Recherchetool der Open-Access-Zeitschriften und die APC (bereitgestellt von der UB Bielefeld, im BMFTR-geförderten Verbundprojekt open-access.network)

Fördermöglichkeiten

Für HSMW-Autorinnen und -Autoren, die über keine bzw. nicht ausreichende Mittel zur Open-Access-Publikation aus Fakultätsbudgets, Projekt- oder Drittmitteln verfügen, steht der Open-Access-Publikationsfonds zur Verfügung.

Diamond-Open-Access

  • Kostenfreie Veröffentlichung in Open-Access-Zeitschriften
  • Sowohl für Lesende als auch für Publizierende kostenfrei
  • Einfachste und fairste Form von Open Access

Diamond-Open-Access ist eine “Unterart” von Gold-Open-Access: Diamond-Open-Access bezeichnet Publikationsmodell, mit dem Autorinnen und Autor ihre Forschungsergebnisse in Open-Access-Zeitschriften kostenfrei publizieren können.

Es entstehen also sowohl für Publizierende als auch für Lesende keine Kosten, und das Modell gilt daher als einfachste und fairste Form von Open Access.

Das Modell wird durch institutionelle Mittel, Förderer oder Bibliothekskonsortien finanziert. Diese Finanzierung ermöglicht eine komplett freies Publizieren und Lesen der wissenschaftlichen Werke. Als aktiver Akteur beteiligt sich die HSB hier an der Finanzierung von mehreren wissenschaftlichen Publikationen.

Links für Diamond-Open-Access

Green-Open-Access

  • Zweitveröffentlichungen (Self-Archiving) als Open Access auf institutionellen oder fachliche Repositorien, z. B. MOnAMi
  • Kostenfrei

Green-Open-Access bzw. „Grüner Weg“ bezeichnet Zweitveröffentlichungen auf einem institutionellen oder fachlichen Repositorium. Diese Open-Access-Variante wird auch Self-Archiving genannt und ist auch für Closed-Access-Publikationen möglich.

Bei Zweitveöffentlichungen sind rechtliche Rahmenbedingungen sowie Vorgabe der Verlage zu beachten. Relevant ist vor allem, ob für die Erstveröffentlichung der Publikation einfache oder ausschließliche Nutzungsrechte eingeräumt wurden. Wurden bei der Erstveröffentlichung dem Verlag lediglich einfache Nutzungsrechte eingeräumt (häufig bei Open-Access-Publikationen), ist eine Zweitveröffentlichung durch die Autorin bzw. den Autor grundsätzlich möglich. Wurden dem Verlag hingegen ausschließliche/exklusive Nutzungsrechte eingeräumt (häufig bei Closed-Access-Publikationen), muss die Möglichkeit einer Zweitveröffentlichung anhand des Verlagsvertrags geprüft werden. Folgende Rahmenbedingungen sind dabei besonders zu beachten:

  • Embargo-Frist (Zeitraum, nach dem eine Zweitveröffentlichung zulässig ist, meist zwischen 6 -12 Monaten, manchmal auch bei 24 Monaten)
  • Version zur Zweitveröffentlichung (Preprint, Postprint oder Version of Records)
  • Repositorium zur Zweitveröffentlichung
  • Verweis auf die Erstveröfentlichung
  • Lizenzen

Grüner Weg – wie und wo?

  • Das Online-Tool Open Policy Finder (ehem. Sherpa Romeo) bietet eine Übersicht verfügbarer Optionen sowie Bedingungen zur Zweitveröffentlichung.
  • Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Mittweida haben die Möglichkeit, ihre wissenschaftlichen Arbeiten auf MOnAMi (Publikationsserver der Hochschule Mittweida) zu veröffentlichen – Publizieren auf MOnAMi
  • Auf der Seite Open Access in Fachdisziplinen von open-access.network sind außerdem fachspezifische Repositorien aufgelistet, die für Green-Open-Access geeignet sind.

Hybrid-Open-Access

  • Open-Access-Veröffentlichung in Nicht-Open-Access-Zeitschriften
  • Kostenpflichtig
  • Die HSB unterstützt das Modell ausschließlich im Rahmen von Transformationsverträgen

In einigen Nicht-Open-Access-Zeitschriften (Closed-Access) wird die Möglichkeit angeboten, einen Artikel als Open Access frei zugänglich zu machen („Hybrid-Open-Access“). Oft sind hierbei die Kosten höher als beim Gold-Open-Access-Format.

In einigen Verlagen fällt andererseits im Rahmen von Transformationsverträgen als Publikationskosten die PAR-Fee (Publish-and-Read-Fee) an, die gleichzeitig Zugriff auf die Volltexte von Zeitschriften im Subskriptionsmodell gewährleisten.

Das Hybrid-Open-Access-Modell ist umstritten und wird aufgrund der oft höheren Kosten als beim Goldenen Weg und der Gefahr einer Doppelfinanzierung (Finanzierung sowohl für die Subskription als auch Publikation) kritisch betrachtet. Dieses Modell wird daher, solange es sich nicht um transformative Agreements handelt, von der DFG oder cOAlition S nicht unterstützt.

An der HSB werden Publikationen mit dem Hybrid-Modell ohne Transformationsverträge daher nicht aus dem Open Access-Publikationsfonds gefördert.

Finanzierungsmöglichkeit

  • PAR-Fee (= Publikationskosten in abgedeckten Zeitschriften) können in der Regel durch die HSB finanziert werden, sofern die Bedingungen erfüllt sind. Informieren Sie uns bitte frühzeitig, wenn Sie Publikationen in diesen Zeitschriften planen → Link zur internen Seite

    Bitte beachten Sie:
    Kosten fallen ebenfalls an, wenn Sie im Rahmen von Transformationsverträgen bewusst gegen Open-Access-Veröffentlichung entschieden haben (= Opt-Out-Publikationen). In diesem Fall kann die HSB keine finanzielle Unterstützung anbieten und die Kosten müssen von Autorinnen und Autoren selbst getragen werden.

  • APCs für Hybrid-Open-Access-Publikation ohne Transformationsverträge ist aus dem Open-Access-Publikationsfonds nicht förderfähig.
Ihre Freiheit für Ihr eigenes Werk

Creative-Commons-Lizenzen

Die HSB bietet lediglich unverbindliche Informationen und Hilfestellungen zum Verständnis der rechtlichen Aspekte von Open Access. Alle hier dargestellten Informationen sind ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

Open Access und Nutzungsrechte

Bei Open Access geht es nicht nur um freien Zugang zu Literatur, sondern auch um freie Nutzung von wissenschaftlichen Werken (z. B. kostenfrei drucken, Volltext in Lehre verwenden, auf Plattformen hochladen). Im Gegensatz zum traditionellen Publizieren (Closed-Access-Publizieren), bei dem dem Verlag ausschließliche Nutzungsrechte eingeräumt werden, räumen Autorinnen und Autoren von Open-Access-Publikationen dem Verlag lediglich einfache Nutzungsreche ein und können dann selbst festlegen, wie andere ihre Werke nutzen, verbreiten oder bearbeiten dürfen.

Dafür werden im wissenschaftlichen Bereich die Creative-Commons-Lizenzen (CC-Lizenzen) verwendet. Die CC-Lizenzen sind weltweit anerkannte Standard-Lizenzen für die Vergabe von Nutzungsrechten von wissenschaftlichen Publikationen. Sie ermöglichen Autorinnen und Autoren, Nutzungsrechte in einer einfachen Form mit gewünschten Bedingungen zu vergeben.

Video: Brinken, H., Hauss, J. & Rücknagel, J. (2021). Offene Lizenzen für offene Wissenschaft. open-access.network. DOI: https://doi.org/10.5446/52864 (CC BY 3.0 DE)

Die einzelnen Elemente der CC-Lizenzen

  • BY – Namensnennung
    Der Name der Autorin bzw. des Autors muss genannt werden.
  • NC – nicht kommerziell (=non commercial)
    Das Werk darf nur für nicht-kommerzielle Zwecke genutzt werden.
  • ND – keine Bearbeitungen (=no derivatives)
    Die bearbeitete Fassung des Werks darf nicht weitergegeben werden.
  • SA – Weitergabe unter gleichen Bedingungen (=share alike)
    Die Weitergabe ist nur unter derselben Lizenz wie das Original erlaubt.

Sechs Varianten der CC-Lizenzen

  • CC BY 4.0 – Empfehlung von der HSB
    Namensnennung zwingend erforderlich
    Bearbeitung und Weitergabe erlaubt
    Kommerzielle Nutzung erlaubt
  • CC BY-SA 4.0
    Namensnennung zwingend erforderlich
    Kommerzielle Nutzung erlaubt
    Bearbeitung erlaubt
    Weitergabe nur unter gleichen Bedingungen wie das Original erlaubt
  • CC BY-NC 4.0
    Namensnennung zwingend erforderlich
    Bearbeitung, Weitergabe und Nutzung nur für nicht-kommerzielle Zwecke erlaubt
  • CC BY-NC-SA 4.0
    Namensnennung zwingend erforderlich
    Bearbeitung, Weitergabe und Nutzung nur für nicht-kommerzielle Zwecke erlaubt
    Weitergabe nur unter gleichen Bedingungen wie das Original erlaubt
  • CC BY-ND 4.0
    Namensnennung zwingend erforderlich
    Weitergabe der bearbeiteten Fassung des Werk ist nicht erlaubt
    Kommerzielle Nutzung erlaubt
  • CC BY-NC-ND 4.0
    Namensnennung zwingend erforderlich
    Weitergabe der bearbeiteten Fassung des Werk ist nicht erlaubt
    Nutzung nur für nicht-kommerzielle Zwecke erlaubt
Creative Commons License Spectrum von Shaddim (Hintergrundfarben von der HSB MW eingefügt) © Shaddim, CC BY 4.0

Welche Lizenzen sind auszuwählen?

  • Unter den CC-Lizenzen gelten lediglich die CC BY 4.0 sowie CC BY-SA 4.0 als Open-Access-konform. 
  • Als beste Wahl gilt die CC BY 4.0, da sie bestmöglich und vollumfänglich die Verbreitung und Nachnutzung von Werken ermöglicht und die Sichtbarkeit der Arbeit erhöhen kann.
  • Welche Vorteile es noch bei der CC BY 4.0 gibt und warum die CC-Lizenzen mit NC und ND nicht empfehlenswert sind, erfahren Sie u. a. auf der Seite vom DEAL-Konsortium.

Weiterführende Links

Vorsicht vor unseriösen Verlagen und Zeitschriften!

Predatory Publishing

Vor der Einreichung Ihres Manuskripts bei einer Open-Access-Zeitschrift oder vor der Entscheidung der Teilnahme an einer internationale Konferenzen prüfen Sie bitte unbedingt, ob die Zeitschrift, der Verlag oder die Konferenz vertrauenswürdig sind.

Denn: Es kann sich um eine unseriöse Zeitschrift bzw. eine Fake-Konferenz handeln!

Illustration, in der eine Person und einen Bildschirm für die Abgabe eines Manuskripts abgebildet sind. Das Manuskript ist aber in Gefahr, von einem räuberischen Geier weggenommen wird. Das Gesamte Bild symbolisiert das Thema hier "Predatory Publishing"

Predatory Journals / Predatory Publishers

Es gibt Verlage, die Forschungsergebnisse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausnutzen, um mit einem unseriösen Geschäftsmodell Gewinne zu erzielen (Raubverlage, Predatory Publishers). Sie werben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern massiv an, wissenschaftliche Arbeiten zu veröffentlichen und erheben von ihnen Publikationsgebühren. Wissenschaftliche Qualitätsstandards werden dabei nicht eingehalten. In solchen Raubjournalen (Predatory Journals) finden weder Begutachtungsprozesse wie Peer-Review noch ausreichende redaktionelle Bearbeitungen statt.

Die Raubjournale schaden damit der Wissenschaft. Durch eine Veröffentlichung in solchen Journalen verlieren die Betroffenen dann nicht nur das Geld, das in unseriöse Kanäle fließt, sondern auch die Reputation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kann ernsten Schaden nehmen!

Predatory Conferences (Fake-, Schein-Konferenzen)

Das räuberische Modell taucht auch in Form von Konferenzen auf. Bei Fake-Konferenzen (Predatory Conferences, Schein- bzw. Fake-Konferenzen) werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler häufig massiv per E-Mail angeworben und zu einer angeblichen internationalen Konferenz eingeladen. Dabei werden hohe Teilnahmekosten verlangt. Nach Zahlung der Gebühr hören die Betroffenen vom Veranstalter nichts mehr oder es wird kurzfristig angekündigt, dass die Konferenz nur virtuell bzw. in deutlich verkleinerter Form stattfindet. Hier besteht ebenfalls die Gefahr, dass die eingereichten Konferenzbeiträge von solchen unseriösen Veranstaltern ausgenutzt und ohne Begutachtung wie Peer-Review und ohne ausreichende redaktionelle Bearbeitung veröffentlicht werden.

Wie kann ich diese vermeiden?

  • Um solche Zeitschriften, Verlage und Konferenzen zu vermeiden, können Sie mit den unten aufgeführten Webtools Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
  • Oft ist es auch sehr hilfreich, sich regelmäßig mit Ihren wissenschaftlichen Kolleginnen und Kollegen über das Thema auszutauschen, in Kontakt zu bleiben und zu sensibilisieren.

Im Zweifelsfall wenden Sie sich gern an das Open-Access-Team der HSB. Zum Thema Predatory Conferences wenden Sie sich ggf. an das Referat Forschung.

Hilfreiche Webtools für Qualitätsprüfung

Zeitschriftenartikel

Die HSB rät grundsätzlich von der Nutzung von Listen ab, die Zeitschriften als „Predatory Journals“ vorstellen (z. B. „Beall's List“). Solche Listen sind oftmals nicht mehr aktuell bzw. verwenden teilweise intransparente Kriterien.

Stattdessen können Sie mi folgenden Webtools die Zeitschrift prüfen:

  • Ist die Zeitschrift bei DOAJ, bei oa.finder oder in anerkannten Zeitschriftendatenbanken wie ZDB gelistet?
  • Ist der Verlag als Mitglied bei OASPA bzw. bei COPE gelistet?
  • Nutzen Sie die Checkliste der Initiative Think. Check. Submit
  • Das Kriterienkatalog von Reimer und Halbherr (2021) stellt weitere detaillierte Hinweise zur Erkennung von Raubjournalen zur Verfügung.

Monografien / Beiträge in Sammelbänden

  • Ist der Verlag als Mitglied bei OASPA bzw. bei COPE gelistet?
  • Sind Angebote vom ausgewählten Verlag bei DOAB zu finden?
  • Nutzen Sie die Checkliste der Initiative Think. Check. Submit
  • Wenn Sie noch keinen Publikationsort gefunden haben: Auf der Seite „Open Access in Fachdisziplinen“ von open-access.network finden Sie fachspezifische Informationen zum Thema Publikation.

Konferenzen / Konferenzbeiträge

  • Think. Check. Attend bietet umfangreiche Hinweise und Checkliste zum Thema Predatory Conferences.
  • Bitte beachten Sie bei der Überprüfung der Angaben auf der Konferenzwebsite, dass diese oft gefälscht sind (Beispiel: Die Namen von renommierten WissenschaftlerInnen werden als Committees angegeben, obwohl sie in Wirklichkeit gar nicht an der Konferenz beteiligt sind).
  • Zur Einreichung Ihres Beitrags prüfen Sie bitte die Zeitschriftenreihe der Konferenz wie oben bei „Zeitschriftenartikel“ aufgeführt.

Zum Thema Fake-Konferenzen/Predatory Conferences wenden Sie sich ggf. an das Referat Forschung.

Kooperationen mit renommierten Verlagen

Verlagsvereinbarungen / DEAL

Die Hochschule Mittweida ist Open-Access-Partner verschiedener namhafter Verlage und verfügt dadurch über besondere Konditionen, aber auch vertragliche Verpflichtungen. Aktuell nimmt die Hochschule an unten aufgeführten Transformationsverträgen sowie Vereinbarungen teil.

Open-Access-Publikationen in durch die Verlagsvereinbarungen abgedeckten Zeitschriften können in der Regel aus dem Open-Access-Publikationsfonds der HSMW gefördert werden, sofern die Förderkriterien erfüllt sind (abhängig von verbleibenden Mitteln im Publikationsfonds).

Verlagsvereinbarungen im Überblick

De Gruyter Brill (ejournal package HSS/Economics)

  • Laufzeit: 2026
  • Abgedeckte Zeitschriften: Zeitschriftenliste
    • unter „Deutschland: Geistes- und Sozialwissenschaftliche Zeitschriften“
    • unter „Deutschland: Wirtschaftswissenschaftliche Zeitschriften“
  • Artikeltypen: Forschungsartikel, andere Artikelarten wie Buchreviews
  • Publikationsdienstleistungen für 2026: Die entsprechenden Kosten werden der Hochschulbibliothek in Rechnung gestellt (dynamisches Preismodell auf Grundlage früherer Lizenz- und Publikationskosten)

Mit dem Transformationsvertrag mit De Gruyter Brill wird für HSMW-Angehörige sowie externe Nutzerinnen und Nutzer Lesezugriff auf ca. 200 Zeitschriftentitel gewährleistet –  Digitales Angebot

Hinweise für HSMW-Angehörige:

Publikation geplant?
Melden Sie bitte Ihre Publikation an: Online-Formular (intern)

Fördermöglichkeiten
Open-Access-Publizieren von HSMW-Autorinnen und -Autoren in abgedeckten Zeitschriften ist in der Regel aus dem Open-Access-Publikationsfonds der HSMW förderfähig. Weitere Informationen (inkl. Förderbedingungen und Antragsformular) finden Sie: Open-Access-Publikationsfonds der HSMW (intern)

Elsevier (DEAL)

  • Laufzeit: 2024-2028
  • Abgedeckte Zeitschriften: Zeitschriftenliste (Mappe „included“)
  • Artikeltypen: Alle Artikeltypen, die einem Peer Review unterliegen und für die Elsevier eine Open-Access-Gebühr erhebt (Bezeichnungen: Full Length Articles, Review Articles, Case Reports, Data in Brief, Microarticle, Original Software Publication, Protocol, Replication Study, Short Communication, Short Survey, Video Article).
  • Publikationsdienstleistungen für 2026:
    • Gold-OA-Zeitschriften:
      • 15% Rabatt auf Listenpreise für Gold-OA-Zeitschriften von Cell Press und The Lancet
      • 20%-Rabatt auf Listenpreise für Elsevier-Gold-OA-Zeitschriften
    • Hybrid-OA-Zeitschriften:
      • Hybrid-OA-Zeitschriften von Cell Press und The Lancet: 6.976€
      • Hybrid-OA-Elsevier-Zeitschriften: 2.652€
    • Zusätzlich wird pro Publikation eine Servicepauschale von 100€ berechnet.

Mit dem DEAL-Transformationsvertrag mit Elsevier wird für HSMW-Angehörige sowie externe Nutzerinnen und Nutzer Lesezugriff auf nahezu das gesamte Elsevier-Portfolio inkl. des Cell Press und The Lancet-Titelspektrums gewährleistet – Digitales Angebot

Hinweise für HSMW-Angehörige:

Publikation geplant?
Melden Sie bitte Ihre Publikation an: Online-Formular (intern)

Fördermöglichkeiten
Open-Access-Publizieren von HSMW-Autorinnen und -Autoren in abgedeckten Zeitschriften ist in der Regel aus dem Open-Access-Publikationsfonds der HSMW förderfähig. Weitere Informationen (inkl. Förderbedingungen und Antragsformular) finden Sie: Open-Access-Publikationsfonds der HSMW (intern)

Frontiers (nationale Publikationsvereinbarung)

Frontiers ist ein Open-Access-Verlag. Ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung werden alle Artikel in den Zeitschriften in Open Access dauerhaft, kostenfrei und weltweit zugänglich.

Hinweise für HSMW-Angehörige:

Publikation geplant?
Melden Sie bitte Ihre Publikation an: Online-Formular (intern)

Fördermöglichkeiten
Open-Access-Publizieren von HSMW-Autorinnen und -Autoren in abgedeckten Zeitschriften ist in der Regel aus dem Open-Access-Publikationsfonds der HSMW förderfähig. Weitere Informationen (inkl. Förderbedingungen und Antragsformular) finden Sie: Open-Access-Publikationsfonds der HSMW (intern)

Hogrefe (PsyJOURNALS)

  • Laufzeit: 2024-2026
  • Abgedeckte Zeitschriften: Zeitschriftenliste
  • Artikeltypen: Forschungsarbeiten/Originalarbeiten (Review, Übersichtsartikel, Multistudy Reports u.a.). Andere Beiträge wie etwa Rezensionen, kleinerer Beiträge, Nachrichten, Konferenz-Berichte u.a. zählen nicht zu den vereinbarten Artikeltypen.
  • Publikationsdienstleistungen für 2026:
    • Gold-Open Access-Zeitschriften: 20% Rabatt auf Listenpreise
    • Hybrid-Zeitschriften: Die entsprechenden Kosten werden der Hochschulbibliothek in Rechnung gestellt (dynamisches Preismodell auf Grundlage früherer Lizenz- und Publikationskosten)

Mit dem Transformationsvertrag mit Hogrefe haben die HSMW-Mitglieder außerdem Zugriff auf über 40 Zeitschriftentitel.

Hinweise für HSMW-Angehörige:

Publikation geplant?
Melden Sie bitte Ihre Publikation an: Online-Formular (intern)

Fördermöglichkeiten
Open-Access-Publizieren von HSMW-Autorinnen und -Autoren in abgedeckten Zeitschriften ist in der Regel aus dem Open-Access-Publikationsfonds der HSMW förderfähig. Weitere Informationen (inkl. Förderbedingungen und Antragsformular) finden Sie: Open-Access-Publikationsfonds der HSMW (intern)

Scientific.Net / Trans Tech Publications (Read & Publish Agreements)

  • Laufzeit: bis 2026
  • Abgedeckte Zeitschriften: Zeitschriftenliste
  • Artikeltypen: Research articles, Reviews, Conference Papers
  • Publikationsdienstleistungen für 2026: HSMW-Angehörige können kostenfrei in den Zeitschriften Open Access publizieren.

Mit dem Transformationsvertrag mit Trans Tech Publications haben die HSMW-Mitglieder außerdem Zugriff auf 15 Subskriptionszeitschriftentitel.

Hinweis für HSMW-Angehörige:

Publikation geplant?
Melden Sie bitte Ihre Publikation an: Online-Formular (intern)
Die HSB verifiziert dann beim Verlag Ihre Angehörigkeit der HSMW, nachdem Ihr Manuskript akzeptiert wurde.

Springer Nature (DEAL)

  • Laufzeit: 2024-2028
  • Abgedeckte Zeitschriften: Zeitschriftenliste (Mappe „included“; Ausgenommen sind die Zeitschriften mit dem Vermerk „Subscription-only“)
  • Artikeltypen: Research Articles (Original Paper, Review Paper, Brief Communication); für Hybride-Zeitschriften außerdem zusätzlich Non-Research Articles (= Editorial Notes, Book Reviews, Letters, Reports)
  • Publikationsdienstleistungen für 2026:
    • Fully Open Access (Gold-OA-Zeitschriften): 20%-Rabatt auf Listenpreise
    • Hybrid-OA-Zeitschriften: 2.600€
    • Zusätzlich wird pro Publikation eine Servicepauschale von 100€ berechnet.

Mit dem DEAL-Transformationsvertrag mit Springer Nature haben die HSMW-Mitglieder außerdem Zugriff auf nahezu das gesamte Portfolio (ca. 2.800 Titel).

Hinweise für HSMW-Angehörige:

Publikation geplant?
Melden Sie bitte Ihre Publikation an: Online-Formular (intern)

Fördermöglichkeiten
Open-Access-Publizieren von HSMW-Autorinnen und -Autoren in abgedeckten Zeitschriften ist in der Regel aus dem Open-Access-Publikationsfonds der HSMW förderfähig. Weitere Informationen (inkl. Förderbedingungen und Antragsformular) finden Sie: Open-Access-Publikationsfonds der HSMW (intern)

Wiley (DEAL)

  • Laufzeit: 2024-2028
  • Abgedeckte Zeitschriften: Zeitschriftenliste (Die Zeitschriften in der Mappe „Included“ mit dem Vermerk „OA“ oder „HOA“ in der Spalte „Revenue Model“)
  • Artikeltypen: „Primary Research Articles“ und „Review Articles“
  • Publikationsdienstleistungen für 2026:
    • Fully Open Access (Gold-OA-Zeitschriften): 20%-Rabatt auf Listenpreise
    • Hybrid-OA-Zeitschriften:
      • Tier I: 3.150€
      • Tier II: 2.700€
      • Tier III: 2.200€
        Die genaue Tier-Kategorisierung der Hybrid-OA-Zeitschriften ist in der o. g. Zeitschriftenliste zu finden.
    • Zusätzlich wird pro Publikation eine Servicepauschale von 100€ berechnet.

Mit dem DEAL-Transformationsvertrag mit Wiley haben die HSMW-Mitglieder außerdem Zugriff auf nahezu das gesamte Portfolio (ca. 2.000 Titel).

Hinweise für HSMW-Angehörige:

Publikation geplant?
Melden Sie bitte Ihre Publikation an: Online-Formular (intern)

Fördermöglichkeiten
Open-Access-Publizieren von HSMW-Autorinnen und -Autoren in abgedeckten Zeitschriften ist in der Regel aus dem Open-Access-Publikationsfonds der HSMW förderfähig. Weitere Informationen (inkl. Förderbedingungen und Antragsformular) finden Sie: Open-Access-Publikationsfonds der HSMW (intern)

Weiterführende Links

Finanzielle Unterstützungen

Open-Access-Publikationsfonds

Die HSMW stellt den Open-Access-Publikationsfonds zur Verfügung, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der HSMW zur Open-Access-Veröffentlichung finanziell zu unterstützen.

An der HSMW sind Publikationskosten vorrangig aus den Budgets der Fakultäten sowie Einrichtungen (Projekt- und Drittmittel sowie Haushaltsmittel) zu planen. Die HSMW-Mitglieder haben die Möglichkeit, für ihre Open-Access-Publikation eine Förderung aus dem Open-Access-Publikationsfonds zu erhalten, falls keine bzw. nicht ausreichende Mittel zur Open-Access-Veröffentlichung verfügbar sind.

Der Open-Access-Publikationsfonds wird von der HSB verwaltet. Der Fond ist finanziell limitiert und der Umfang von Förderungen hängt von verbleibenden Mitteln im Publikationsfonds ab.

Die Förderbedingungen und Antragsformular finden Sie: Open-Access-Publikationsfonds der HSMW (intern)

Grüner Weg in Mittweida

Publizieren auf MOnAMi

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Mittweida können auf MOnAMi ihren wissenschaftlichen Text in elektronischer Form kostenfrei veröffentlichen und online frei zugänglich machen. Publiziert und archiviert werden können die wissenschaftlichen Werke als Erst- oder Zweitveröffentlichung (= Grüner Weg von Open Access, Self-Archiving).

MOnAMi (Publikationsserver der Hochschule Mittweida)

Weitere Informationen zum Publizieren auf MOnAMi finden Sie: Publizieren auf MOnAMi (intern)

Haben Sie Fragen?

Kontakt

M.A. Kumiko Fujikura
M.A. Kumiko Fujikura
Open Access
M.A./M.A. Stefan Arnold
M.A./M.A. Stefan Arnold
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