Menschliche Hände fassen sich im Viereck

Millionenförderung für Nachwuchsforschung an der HSMW

STEP-Nachwuchsforschungsgruppen stärken die Spitzenforschung in Mittweida

Erfolg für die Hochschule Mittweida: Im Rahmen der Ausschreibung für STEP-Nachwuchsforschungsgruppen (Plattform Strategische Technologien für Europa) des Freistaates Sachsen konnten mehrere Nachwuchsforschungsgruppen an der HSMW überzeugen. Die Förderbewilligungen sichern jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hervorragende Bedingungen, um innovative Lösungen für die Herausforderungen von morgen zu entwickeln und Sachsen mit Mittweida als Wissenschafts- und Innovationsstandort weiter voranzubringen.

Die Hochschule Mittweida freut sich über die Bewilligung mehrerer STEP-Nachwuchsforschungsgruppen. Mit dem Programm fördert der Freistaat Sachsen ab Herbst gezielt exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die sich mit zukunftsweisenden und gesellschaftlich relevanten Themen beschäftigen. Im Fokus der jungen Forschenden an der HSMW steht dabei ganz besonders die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

IRMA schafft Lösungen für hybride Arbeitssysteme

Mit der Nachwuchsforschergruppe IRMA - Interdisziplinäre Entwicklung hybrider Fertigungssysteme – Mixed Reality für das assistierte Planen, Programmieren und Betreiben unter der Leitung von Professor Leif Goldhahn (Professur für Produktionsinformatik) sollen durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Forschenden auf den Gebieten der Robotik, des Schweißens, der Arbeitswissenschaft und der virtuellen Technologien an der HSMW  innovative Lösungen für hybride Arbeitssysteme entwickelt werden. Anhand der virtuellen Planung, der technologischen Vorbereitung, des Trainings und des hybrid automatisierten Betriebes von Schweißprozessen werden innovative Referenzbeispiele geschaffen und neue Qualifikationen für Beschäftigte in Sachsen vorbereitet. Beteiligt sind die Professuren Automatisierte Fügeprozesse und Simulation (Professorin Julia Zähr), Fertigungsautomatisierung (Professor Alexander Winkler), Virtuelle Technologien (Professor Philipp Klimant) sowie die Professur VR/AR-Technologien und Mensch-Technik Interaktion (Professor Tobias Czauderna).

futurRNA-Sax - Die Zukunft der RNA-basierten Diagnostik und Medizin in Sachsen vorbereiten

Die Nachwuchsforschergruppe futuRNA-Sax wurde als interdisziplinäres Projekt der MINT-Gebiete Künstliche Intelligenz, Lasertechnik/(Bio)Photonik, Biotechnologie/Medizin und 3D-Visualisierung/Mensch-Computer-Interaktion konzipiert, um neuartige Möglichkeiten der RNA-basierten Medizin bzw. Pharmazie für die Gesundheitsforschung unter Einbeziehung von Schlüsseltechnologien wie KI und digitale Realitäten einerseits und bio-technologischer High-Tech-Verfahren andererseits zu erforschen, entsprechende Prozess-Methoden zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht auch die Qualifizierung der Nachwuchsforschenden als zukünftige Fachkräfte dieser innovativen Zukunftstechnologien. Unter Leitung von Professor Thomas Villmann (Professur Computational Intelligence und Techno-Mathematik) arbeiten Professor Röbbe Wünschiers (Professur Biochemie / Molekularbiologie), Professor Marc Ritter (Professur Medieninformatik) und Professor Richard Börner, (Professur Biophotonik / Physikalische Technik) interdisziplinär zusammen.

HUMKIT entwickelt Telepräsenztechnologien für die Instandhaltung

Professor Philipp Klimant (Professur Virtuelle Technologien) und Professor Thomas Villmann (Professur Computational Intelligence und Techno-Mathematik) arbeiten in der Nachwuchsforschergruppe HUMKIT (Telepräsenzplattform für HUMan-zentrierte KI-gestützte Instandhaltungstechnologien) unter Leitung der TU Chemnitz mit. Ziel des Vorhabens ist die Qualifizierung von Nachwuchsforschenden im Themenfeld menschzentrierter Telepräsenztechnologien für die Fernwartung und Ferndiagnose von Produktionsmaschinen. Dazu werden entsprechende Technologien praxisnah entwickelt, erprobt und wissenschaftlich bewertet. Die Professur Virtuelle Technologien untersucht hierfür unter anderem geeignete Sensorik für unterschiedliche industrielle Einsatzumgebungen sowie Kommunikationslösungen für schwierige Umgebungsbedingungen. Zudem entwickelt sie federführend den von allen Partnern genutzten Demonstrator der Telepräsenzplattform. Die Professur Computational Intelligence und Techno-Mathematik entwickelt KI-basierte Verfahren zur Erkennung von Hindernissen und Umgebungsmerkmalen, um die Navigation des Telepräsenzsystems aus der Ferne sicherer und effizienter zu gestalten. So sollen Wartungs- und Serviceprozesse effizienter und standortübergreifend unterstützt sowie Expertenwissen gezielter nutzbar gemacht werden.

Menschliche Hände fassen sich im Viereck
Zusammen für Spitzenforschung in Mittweida © Pexels - Thirdman

Zum STEP-Programm

Nachwuchsforschungsgruppen sind Bestandteil der »ESF Plus Richtlinie 2021 bis 2027 Hochschule und Forschung« des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) und werden aus Mitteln der EU und des Landes finanziert. Damit fördert das SMWK mit Blick auf den wachsenden Fachkräftemangel Projekte an den Hochschulen. Die aktuelle Förderung auf Grundlage der STEP-Verordnung der EU (Plattform Strategische Technologien für Europa) trägt zusätzlich dazu bei, strategische Abhängigkeiten Europas zu verringern und den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Sachsen nachhaltig zu stärken. Es werden STEP-Nachwuchsforschungsgruppen mit je 4 bis 12 Personen gefördert, mit denen gezielt die Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität der Europäischen Union gestärkt werden und für Sachsen qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Quelle: Medienservice Sachsen

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Prof. Dr.-Ing. Leif Goldhahn
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Prof. Dr.-Ing. Philipp Klimant
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Fakultät Angewandte Computer- und Biowissenschaften
Prof. Dr. rer. nat. habil. Thomas Villmann
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