Fahrender Roboter

KOSMOS trifft auf Zukunft

Die HSMW präsentiert auf dem KOSMOS-Festival Ideen für Zukunftstechnologien und zeigt mit einem mobilen Roboter, wie Künstliche Intelligenz und Extended Reality künftig Sicherheit und Arbeitswelten verändern können

Wie können Künstliche Intelligenz (KI) und Extended Reality (XR) sinnvoll in Forschung, Wirtschaft und Arbeitswelt eingesetzt werden? Mit diesen Fragen präsentierte sich die Hochschule Mittweida Ende August beim KOSMOS Festival in Chemnitz. 

Im Mittelpunkt des Auftritts stand das Projekt KI:X – Wissensinkubator für digitale Zukunftstechnologien. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem sich Mitarbeitende und Studierende kreativ mit Technologien auseinandersetzen können und sich diese für verschiedene Projekte gemeinsam mit externen Beteiligten zunutze machen können. 

zwei Personen hinter einem Tisch mit einem mobilen Roboter
Standen Rede und Antwort: Ronja Schneider und Noah Kutscher mit dem mobilen Roboter © Hochschule Mittweida

Um genau diese externen Beteiligten für digitale Technologien und die Zusammenarbeit mit dem Projekt aufzuschließen, stellten Mitarbeiter der Professuren Virtuelle Technologien und Systemelektronik in Chemnitz einen Demonstrator-Roboter vor, der konkrete Anwendungsmöglichkeiten digitaler Technologien unmittelbar erlebbar machte.

Der Roboter stieß bei den Besucherinnen und Besuchern auf großes Interesse und bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche. Der Demonstrator ist mit einem LiDAR-System und einem Gas-Sensor ausgestattet und wurde als Prototyp für Sicherheitskonzepte in Produktionsumgebungen entwickelt. Er kann seine Umgebung selbstständig erfassen, sich darin bewegen und Hindernissen ausweichen. Darüber hinaus lässt er sich über eine Netzwerkverbindung auch aus der Ferne steuern.

Wir wollten auf dem KOSMOS Festival zeigen, dass Zukunftstechnologien nicht abstrakt oder schwer zugänglich sein müssen. Wenn Menschen einen Roboter selbst erleben und mit uns über konkrete Einsatzmöglichkeiten sprechen können, entstehen ganz andere Zugänge zu den Themen KI und XR, 

sagt Ronja Schneider, Projektmitarbeiterin im Projekt KI:X an der Hochschule Mittweida. 

Gleichzeitig haben wir gemerkt, dass viele Menschen wissen möchten, wie solche Technologien sinnvoll und verantwortungsvoll in Unternehmen eingesetzt werden können. Genau diesen Austausch möchten wir mit KI fördern, 

ergänzt Claudia Gränitz-Kleiber von MIKOMI.

Neben dem Roboter waren insbesondere Fragen rund um den praktischen Einsatz von VR-Brillen in Unternehmen ein Thema. Im persönlichen Austausch ging es darum, welche Anwendungen einen tatsächlichen Mehrwert bieten können und wo Grenzen oder Vorbehalte gegenüber neuen Technologien bestehen.

Der Auftritt auf dem Festival bot damit die Möglichkeit, Berührungsängste abzubauen und mit einer breiten Öffentlichkeit über die Chancen und Herausforderungen digitaler Zukunftstechnologien ins Gespräch zu kommen.

mobiler Roboter vor Palettenstapel
© Hochschule Mittweida

Über das Projekt KI:X - ein offener Forschungsraum für KI und XR

Mit KI:X entsteht an der Hochschule Mittweida ein Wissensinkubator für digitale Zukunftstechnologien an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz und Extended Reality. Der geplante Forschungsraum soll eine zentrale Infrastruktur für die Erforschung, Entwicklung und Erprobung neuer Technologien schaffen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit Industriepartnern. Konkrete Anwendungs- und Bezugsfälle aus der Wirtschaft sollen dazu beitragen, Forschung und Lehre eng mit praktischen Fragestellungen zu verbinden und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Wirtschaft voranzubringen.

KI:X versteht sich dabei als offenes Innovationsökosystem. Studierende und Forschende sollen gemeinsam mit externen Akteurinnen und Akteuren aus unterschiedlichen Bereichen Wissen austauschen, neue Anwendungsideen entwickeln und beforschen sowie deren spätere Umsetzung vorbereiten. Grundlage ist unter anderem der Ansatz der Cross-Industry Innovation, bei dem Impulse und Wissen aus unterschiedlichen Branchen zusammengeführt werden.

Das Projekt steht unter der Leitung der Professur für Virtuelle Technologien und wird gemeinsam mit MIKOMI (Institut für Mittelstandskooperation der Hochschule Mittweida), BCCM (Blockchain Competence Center Mittweida) und SICIM (Sächsisches Institut für Computational Intelligence) umgesetzt. Weiterhin sind die Professuren Systemelektronik, Zukunftstechnologien und Entrepreneurship, sowie Medieninformatik und Virtual Production an dem Projekt beteiligt. 

Das Projekt KI:X wird im Rahmen des Bundesprogramms „HAW-ForschungsraumQualifizierung“ durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) bis September 2029 gefördert.

Förderlogo BMFTR

Weitere Informationen

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Philipp Klimant
Prof. Dr.-Ing. Philipp Klimant
Fakultät Angewandte Computer- und Biowissenschaften
Dr.Ing. Frank Dittrich
Fakultät Angewandte Computer- und Biowissenschaften
Was gibt's Neues?

Aktuelles aus der HSMW

Was ist die HSMW?

Erfahren Sie mehr

Die Hochschule Mittweida ist ein grenzenloses Experimentierfeld mit dem Ziel, Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen. Wie? Durch akademisch ausgebildete Fachkräfte und unkomplizierte Zusammenarbeit, die es regionalen Unternehmen ermöglicht, von unseren Ergebnissen unmittelbar zu profitieren – oder mit gemeinsamen Forschungsprojekten neue Erkenntnisse zu sammeln, die direkt überführt werden können. Studierenden ermöglichen wir, sich auszuprobieren, indem sie ihre eigenen Fähigkeiten erweitern und Neues erschließen.

6.350
Studierende
590
engagierte Mitarbeitende
100
Partnerhochschulen weltweit
161
Jahre HSMW
Mehr erfahren