Gruppenbild von 19 jungen Personen in einer dekorierten Studioatmosphäre, von den einige knien. Im Hintergrund ist auf einer Leinwand der Schriftzug „Foreign Worlds. Expedition Through The Jungle of Cultures“ zu lesen.

Interkultururelle Kompetenz studieren und erleben

In „Foreign Worlds“ präsentierten Mittweidaer Studierende ihre Erfahrungen im Dschungel der Kulturen – live im Studio B, im Web und zum Nachschauen auf Youtube.

Eine weibliche Person spricht in einer Studiokulisse mit zwei Sofas und Pflanzendekoration stehend über ein Mikrofon in der Hand zum nicht sichtbaren Publikum. Hinter ihr auf der Leinwand ist ihr Porträts projiziert sowie unter anderem ihr Name „Prof. Ramona Kusche“.
Professorin Ramona Kusche hat den erstmals 2019 angebotenen Studiengang „Global Communication in Business and Culture“ mitentwickelt.

Es müssen nicht immer die um die Welt gehenden Bilder wie die von Annalena Baerbocks Besuch bei der neuen syrischen Übergangsregierung sein, die die Bedeutung von interkultureller Kommunikation in den Mittelpunkt rücken. Wir erinnern uns: Der neue syrische Interimspräsident, Ahmed al-Scharaa, hatte am 3. Januar 2025 Baerbock als Frau – anders als ihren männlichen Kollegen aus Frankreich – ohne Handschlag empfangen, zeigte stattdessen die im dortigen Kulturkreis respektvolle Ersatzgeste mit der Hand auf dem Herzen.

Zwei Moderator:innen, eine junge weibliche und eine junge männliche Person, stehen im Bildhintergrund in der Studiokulisse. Im Vordergrund sind die Köpfe des Publikums von hinten zu sehen. Auf der Leinwand hinter den Moderator:innen ist eine Folie mit Grafiken und diesen zugeordneten Zahlenangaben projiziert: „11 Länder, 188 Stunden Reisezeit, 90.639 Kilometer, 2 Erdumrundungen, 15mal durch den Amazonas“.
Laeticia und Niklas moderieren „Foreign Worlds“ 2025. Auch ihre Aufenthalte in Bilbao/Spanien und Vilnius/Litauen sind in die Reisestatistik im Hintergrund eingeflossen.

Professorin Ramona Kusche knüpfte an das in den Medien diskutierte Beispiel an, um am 4. Februar im Studio B der Hochschule Mittweida Konzept, Inhalt und Ziel des Bachelor-Studiengangs „Global Communication in Business and Culture“ vorzustellen. Kusche ist Studiendekanin des Studiengangs und eröffnete „Foreign Worlds – Expedition Through The Jungle of Cultures“ – das Event, in dem „ihre“ Studierenden vor ihrem Abschluss-Semester auf ganz unterschiedliche Weise die Erfahrungen aus ihrem Studium teilen: mit ihren Kommiliton:innen, auch aus den jüngeren Semestern, ihren Dozent:innen und weiteren Besucher:innen.

Die beiden Moderator:innen sitzen auf einem Sofa. Auf einem weiteren Sofa rechts von ihnen sitzen zwei junge weibliche Personen und eine junge männliche. Eine der weiblichen Personen spricht in ein Mikrofon. Im Hintergrund sind Reisebilder projiziert. Darüber ist das Zitat „You are living my dream“ gelegt.
„You are living my dream” bekannte eine chinesische Studentin gegenüber Mai (3.v.l.). Die beiden begegneten sich im Auslandsemester in China. Tamara war in Indonesien und Luca in Mexiko. Ihre Blog-Beiträge finden sich auf der Foreign-Worlds-Seite.

Auf der ganzen Welt zuhause

Talks, Filme, Blogbeiträge und ein Quiz gaben Einblicke in die mehrmonatigen Aufenthalte in vielen Teilen der Welt im vergangenen Jahr. Denn der Auslandsaufenthalt der Studierenden ist in das Studium „Global Communication in Business and Culture“ integriert. Strategien des interkulturellen, weltweit verbundenen Handelns von Wirtschaft, Nationen oder auch Nichtregierungsorganisationen werden so für die Studierenden persönlich erlebbar. Hier steigen die meisten Absolvent:innen auch ins Berufsleben ein, indem sie Institutionen international verknüpfen oder in Deutschland daran arbeiten, dass Integration von internationalen Fachkräften in Unternehmen gelingt.

Ihr Rüstzeug, um ins Auslandsemester zu starten und dieses multimediale Event auszugestalten, hatten die Studierenden in den Semestern zuvor bekommen. Kommunikationssituationen in wirtschaftlichen, politischen und Alltagskontexten stehen im Mittelpunkt von „Global Communication in Business and Culture“. Der Studiengang kombiniert Kultur-, Kommunikations- und Politikwissenschaften sowie internationale Beziehungen mit zwei Fremdsprachen und medienpraktischen Grundlagen. Denn zum Studienziel gehört auch, Themen, (Kommunikations-)Situationen und Geschichten zu visualisieren. Bei „Foreign Worlds“ sind das zunächst einmal die eigenen Geschichten der Studierenden für das Event und die gleichnamige Plattform im Netz, die sie selbst auf die Bühne und auf die Beine stellen.

Auf der Leinwand ist ein Video zu sehen, in dem eine junge weibliche Person vor einem Gebäude mit Säulen und Palmen in Richtung Kamera spricht.
Vor einem Jahr moderierte Alina das „Foreign Worlds“-Event. In diesem Jahr berichtet sie aus der Deutschen Botschaft in Ghana.

Professorin Kusche: „Alle Vorbereitungen der ersten Semester gipfeln darin, dass die Studierenden in die Welt hinausgehen, ihre Erfahrungen sammeln, zurückkommen und uns am Ende des fünften Semester gemeinsam an dem teilhaben lassen, was sie gelernt haben.“

Im sechsten und letzten Semester sieht der Studienablauf unter anderem die Bachelor-Arbeit vor.

Blick durch eine Glasscheibe in den hell erleuchteten Regieraum, von dem aus vier Personen freudig winken. Im Bildvordergrund sind Köpfe des Publikums von hinten zu erkennen.
Dank an die Regie. Der Studiengang Global Communication in Business and Culture ist an der Fakultät Medien der Hochschule Mittweida zuhause. Medienpraktisches Handwerkszeug gehört zum Studieninhalt.

Erleben und informieren beim Studieninformationstag

Am 22. März stellt sich der Studiengang „Global Communication in Business and Culture“ beim Studieninformationstag an der Hochschule Mittweida vor. Neben Professorin Ramona Kusche freuen sich auch Studierende – sie heißen in Mittweida inoffiziell „Globals“ – auf die Fragen von Interessenten an ihrem Studiengang. Die Bewerbung für den Studienstart im Wintersemester 2025/2026 ist ab dem 15. April möglich.

Alle Informationen zum Studiengang

Fotos: Jonas Gerards (1), Helmut Hammer (2-9)

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