700 erfolgreiche Studienabschlüsse an der Hochschule Mittweida

Sachsens größte Hochschule für angewandte Wissenschaften feiert ihre Absolvent:innen des vergangenen Wintersemesters.

Ein Mann mit Talar und goldener Amtskette spricht mit ausgebreiten Armen zu einer Gruppe von Menschen.
Rektor Professor Volker Tolkmitt nannte die Absolvent:innen einen besonderen Jahrgang, der der Hochschulchronik ein eigenes Kapitel hinzugefügt hat.

Mit 6.350 eingeschriebenen Studierenden zum Stichtag 1. November 2025 ist die Hochschule Mittweida (HSMW) laut amtlicher Statistik wieder vor der HTWK in Leipzig die größte der fünf sächsischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW). Zudem ist die HSMW nach den Universitäten in Dresden, Leipzig und Chemnitz die viertgrößte Hochschule in Sachsen über alle Hochschultypen hinweg – noch vor der TU Bergakademie Freiberg.

Rektor Professor Volker Tolkmitt: „Wichtig ist, was hinter dem erfreulichen Spitzenplatz steckt: Dass wir uns trotz ungleicher Voraussetzungen gegenüber Hochschulen und Universitäten in den großen Städten so erfolgreich behaupten – mit besonderen Studiengängen und einmaligen Möglichkeiten, die Studierende, aber auch Lehrende und Forschende anziehen.“

Im Blick auf die Feierliche Exmatrikulation am heutigen Freitag, 29. Mai, ergänzte Tolkmitt: „Dass die Hochschule Mittweida übers Jahr durch Studienabschlüsse wieder kleiner wird, freut mich genauso. Denn das zeigt, dass wir unsere Kernaufgabe erfüllen: Menschen akademisch auszubilden und in eine berufliche oder weitere akademische Karriere zu entlassen.“

Drei weibliche Graduierte sitzen mit Absolvent:innenhut nebeneinander und lachen
Freude über ein Zeugnis? Vielleicht eher Freude, den nächsten Schritt erfolgreich gegangen zu sein. © Helmut Hammer

Akademischer Rausschmiss

Dieses Entlassen feiert die HSMW im Frühjahr und im Herbst eines Jahres, heißt dort augenzwinkernd „akademischer Rausschmiss“. Für die Feierliche Exmatrikulation heute hatten sich von 697 Absolvent:innen des vergangenen Wintersemesters rund 230 mit ihren Angehörigen angemeldet. Die Evangelische Stadtkirche war also erneut bis auf den letzten Platz gefüllt und auch das Wetter bot beste Bedingungen für ein strahlendes Hütewerfen auf dem Technikumplatz.

Unter den 697 Absolvent:innen des Wintersemesters sind 269 Frauen (39 Prozent) und 216 internationale ehemalige Studierende (31 Prozent) aus 30 Ländern. Die HSMW freut sich über 25 Doppelabschlüsse, darunter acht mit ihrer ukrainischen Partnerhochschule Odessa National Economic University (ONEU). Deren Prorektor Professor Olexandr Litvinov überreichte seinen Absolvent:innen persönlich ihre Urkunden.

Meistvergebener Abschluss war der Bachelor (411). Der mit 21 Jahren jüngste Absolvent hat Business Management studiert, der älteste hat mit 57 Jahren seinen Abschluss in IT-Forensik/Cybercrime gemacht.

Professor Christian Hummert: „Wir brauchen Sie gerade ganz dringend. … Wir brauchen Sie als freundliche Unruhestifterinnen und Unruhestifter, die sagen ‚Wir machen das besser als ihr.‘ Die Welt braucht Unangepasstheit, und, ganz wichtig, bei allem was gerade schiefläuft, auch unbedingt Humor.“

Wider Erwarten kam der Festredner ganz ohne Cybercrime aus: Professor Christian Hummert, Forschungsdirektor der bundeseigenen Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH – kurz Cyberagentur – ermutigte die Absolvent:innen, ihren Weg zu gehen und auch das Scheitern nicht zu fürchten. „Die Angst vor dem Scheitern ist der wahre Feind der Kreativität“, zitierte er den Philosophen Charles Pépin (*1973). Und in neuen Versuchen „besser zu scheitern“ meint auch, so Hummert, dass „wir nach einem Streit nicht für immer gehen, sondern stehenbleiben, zuhören, uns erklären“.

Hummert war von 2015 bis 2018 Professor für IT-Sicherheit/Digitale Forensik an der HSMW und ist ihr heute als Honorarprofessor weiter verbunden.

Der symbolische „akademische Rausschmiss“ durch Rektor Volker Tolkmitt und die persönliche „Behütung“ der Absolvent:innen durch ihre ehemaligen Professor:innen waren die Höhepunkte der Feier. Anschließend zog die Festgemeinde durch die Stadt auf den Technikumplatz vor das Hauptgebäude der Hochschule, wo etwa die eben noch frisch aufgesetzten schwarzen Abschlusshüte in die Luft flogen.

Interesse geweckt?

HSMW als Partnerin

Circa 1.500 Absolvent:innen wechseln jährlich nach ihrem Studium an der Hochschule Mittweida in die Wirtschaft oder gründen selbst ein Unternehmen.

Eine große Gruppe von Absolvent:innen wirft gleichzeitig Graduiertenhüte in die Luft.

Um sächsischen Betrieben die Personalakquise zu vereinfachen, bietet die HSMW verschiedene Kooperationsmöglichkeiten.

Die HSMW als Kooperationspartner

Dipl.-Ing. (FH) Helmut Hammer
Dipl.-Ing. (FH) Helmut Hammer
Pressesprecher
Lufaufnahme einer Kirche auf einem Berg, umgeben von einer Kleinstadt.
Die evangelische Stadtkirche in Mittweida ist der Ort, an dem die HSMW ihre Feierliche Exmatrikulation begeht. © André Wirsig
Die evangelische Studierendenpfarrerin Nina-Maria Mixtacki gibt den Absolvent:innen der HSMW Worte mit auf ihren weiteren Lebensweg. © Helmut Hammer
Eine Absolventin mit Graduiertenhut wird von ihrer Professorin umarmt.
Hochschulfamilie ist auch, wenn die Professorin "ihre" Studierende zum Abschluss beglückwünscht. © Helmut Hammer
Panorama-Aufnahme der Mittweidaer Stadtkirche
Bei der Feierlichen Exmatrikulation begleiten die Familienangehörigen und auch Freunde die den Alumni. © André Wirsig
Vier Absolvent:innen mit Graduiertenhut stehen in einer Reihe, hinter ihnen weitere
Der zeremonielle Abschluss der Feierlichen Exmatrikulation: Auf dem Mittweidaer Technikumplatz versammeln sich die Neu-Absolvent:innen zum gemeinsamen Hütewerfen fürs Foto. © Helmut Hammer
Was gibt's Neues?

Aktuelles aus der HSMW

Was ist die HSMW?

Erfahren Sie mehr

Die Hochschule Mittweida ist ein grenzenloses Experimentierfeld mit dem Ziel, Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen. Wie? Durch akademisch ausgebildete Fachkräfte und unkomplizierte Zusammenarbeit, die es regionalen Unternehmen ermöglicht, von unseren Ergebnissen unmittelbar zu profitieren – oder mit gemeinsamen Forschungsprojekten neue Erkenntnisse zu sammeln, die direkt überführt werden können. Studierenden ermöglichen wir, sich auszuprobieren, indem sie ihre eigenen Fähigkeiten erweitern und Neues erschließen.

6.350
Studierende
590
engagierte Mitarbeitende
100
Partnerhochschulen weltweit
161
Jahre HSMW
Mehr erfahren