Lehr- und Forschungsprojekte
Mehr als schön: Blühwiese wird zum Living Lab für Klimaanpassung
Wie viel Wasser kann eine Blühwiese aufnehmen? Wie stark kühlen Pflanzen ihre Umgebung? Und welche Rolle spielen Grünflächen für eine klimaangepasste Umgebung? Diesen Fragen sind Studierende letzten Donnerstag gemeinsam mit Prof.in Inga-Maria Eichentopf und Anika Lemm vom Team der Professur Nachhaltige Transformationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft beim ersten Durchlauf des neuen Blühwiesen-Living Labs nachgegangen.
Auf der vom Klimaschutzteam angelegten Blühwiese hinter dem ZMS wurden verschiedene Ökosystemleistungen von Grünflächen untersucht – also Leistungen, die Natur für den Menschen und seine Umgebung erbringt. Im Living Lab bestimmten die Studierenden des Energie- und Umweltmanagements die Versickerungsrate des Bodens und führten Messungen zur Verdunstungsleistung von Pflanzen durch. Dabei wurde sichtbar, welchen Beitrag Vegetation zur Kühlung und zum Schutz ihrer Umgebung leisten kann – ein wichtiger Aspekt angesichts zunehmender Hitzeperioden und Starkregenereignisse.
Das Blühwiesen-Living Lab verbindet Messungen ökologischer Größen mit Fragen nachhaltiger Transformation. Grünflächen werden dabei nicht nur als Orte der Biodiversität betrachtet, sondern auch als wichtige Infrastruktur für Klimaanpassung, Wasserhaushalt, Aufenthaltsqualität und nachhaltige Campusentwicklung. Der erste Durchlauf zeigt: Die Blühwiese ist mehr als ein schöner Ort – sie ist ein Lern- und Forschungsraum, an dem sich die Leistungen von Natur konkret messen, sichtbar machen und diskutieren lassen.
Das Living Lab soll künftig weitergeführt und in Lehre, Forschung und Wissenschaftskommunikation eingebunden werden. Ziel ist es, die Bedeutung von Grünflächen sichtbar zu machen und gemeinsam mit Studierenden praxisnah zu erforschen.