Corona-Nothilfefonds für Studierende der HSMW

Studierende der Hochschule Mittweida, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, sollen unkompliziert Hilfe in Anspruch nehmen können. Dafür bitten die HSMW, der Studentenrat und das Studentenwerk um Spenden.

Gemeinsam mit ihrem Studentenrat und dem Studentenwerk Freiberg hat die Hochschule Mittweida einen Corona-Nothilfefonds ins Leben gerufen. Mit ihm werden jene Studierenden unterstützt, die aufgrund der Corona-Pandemie besonders dringend finanzielle Hilfe benötigen.

„Wir sind glücklich, dass es uns gelungen ist, diesen Nothilfefonds auf den Weg zu bringen“, sagt Prof. Dr. Ludwig Hilmer, Rektor der Hochschule Mittweida. Finanzielle Unterstützung als „Unterstützer der ersten Stunde leisten die Sparkasse Mittelsachsen, der Förderkreis Hochschule Mittweida e. V. sowie der Studentenrat.

Um diese Form der unkomplizierten Hilfe leisten zu können, sei die Hochschule Mittweida jedoch auf weitere Unterstützung angewiesen. „Nun ist der Zusammenhalt unserer Hochschulfamilie gefragt: Lassen Sie uns gemeinsam denjenigen unter uns helfen, die in der aktuellen Situation am schwächsten sind!“

Die Corona-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auch auf das Leben vieler Studierender. Während der akademische Teil des Studiums an der Hochschule Mittweida überwiegend auf digitales Lernen umgestellt wurde und hier negative Folgen vermieden werden, ist die finanzielle Seite des Studiums für viele zum Problem mit Auswirkungen auf den Studienerfolg geworden.

Internationale Studierende besonders von Corona betroffen

Es trifft vor allem diejenigen, die bisher schon nicht über BAföG oder Stipendien gefördert werden. Viele haben ihren Nebenjob verloren. Neue Jobs sind meist zeitlich und räumlich nicht mit dem Studienalltag vereinbar. Eltern sind oft auch von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen und fallen als Unterstützer aus.

Ausländische Studierende sind davon noch stärker getroffen, denn zu den oft höheren Lebensunterhaltungskosten in Deutschland kommen auch strengere arbeitsrechtliche Einschränkungen und die Nichtberechtigung für bestimmte Unterstützungsleistungen des Bundes hinzu. Das lässt auch die Rückzahlungsmöglichkeiten von zinslosen Darlehen in weite Ferne rücken, die die KfW und die Studentenwerke inzwischen gewähren.

Der Nothilfefonds für Studierende der Hochschule Mittweida wird in solchen und ähnlichen Fällen helfen. Er wird für Studierende geschaffen, die die Auswirkungen der Corona-Pandemie direkt finanziell erleiden und deren Fortsetzung des Studiums dadurch bedroht ist.

„Jeder Einzelne kann dabei einen Beitrag leisten – ob Professor, Studierender, Elternteil. Diejenigen, die aktuell große Probleme haben, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, sind elementarer Bestandteil unserer Hochschulfamilie. Gerade die internationalen Studierenden gehören zum Campus der HSMW und sie prägen auf vielfältige Art und Weise die Campus-Familie“, sagt Gordon Guido Oswald, Geschäftsführer des Studentenrats der Hochschule Mittweida. „Wir freuen uns über jede finanzielle Unterstützung – von Professorinnen und Professoren, Kommilitoninnen und Kommilitonen und natürlich auch von den Bürgerinnen und Bürgern unserer Hochschulstadt Mittweida, ihren Unternehmen und gemeinnützigen Initiativen.“

Stura nimmt Spenden für den Corona-Nothilfefonds entgegen

Spenden nimmt der Studentenrat der Hochschule Mittweida entgegen. Auch kleinere Beträge helfen:

Kontoinhaber: Studierendenschaft HS Mittweida
IBAN: DE21 8709 6124 0197 0816 60
BIC: GENODEF1MIW
Verwendungszweck: Corona-Nothilfefonds

Die Ausstellung von Spendenbestätigungen zur Vorlage beim Finanzamt ist möglich, wenn die Spender oder Spenderinnen zusätzlich per E-Mail an den Studentenrat ihre Adresse mitteilen.

Die Auszahlung des Nothilfefonds erfolgt nach Feststellung des Anspruchs über die Sozialberatung des Studentenwerks Freiberg. Hierbei wird geprüft, welche Hilfsform die aktuell praktikabelste Möglichkeit darstellt und welche andere Unterstützung gegebenenfalls vorrangig in Anspruch genommen werden kann. Durch die Bündelung aller Hilfsangebote beim Studentenwerk Freiberg ist gesichert, dass die Studierenden eine gute Beratung und einen Überblick der aktuellen Angebote bekommen.

Beantragung der Nothilfe

Um die Nothilfe zu beantragen, nutzen Studierende das Formular des Studentenwerks Freiberg, das als PDF in Deutsch und Englisch zum Download bereitsteht. Der Fonds richtet sich im Besonderen an jene Studierenden, die aufgrund der Corona Krise in finanzielle Not geraten sind, keine vollen Leistungen nach dem BAföG beziehen, keine anderen Sozialleistungen bekommen, keine Unterhaltsleistungen erhalten oder beanspruchen können und kein für die Finanzierung verwertbares Vermögen haben. Ein Rechtsanspruch auf Mittel aus diesem Fonds besteht nicht.