„Wir lassen uns aufeinander ein.“

„Wir lassen uns aufeinander ein.“

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Mittweidas Beitrag für die Wissenschaftsregion Chemnitz. Die Hochschule Mittweida beim ersten Wissenschaftsforum Chemnitz.

Die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Sabine von Schorlemer hatte für den 24. April ins Chemnitzer Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU geladen.


"Die Akteure der Wissensgesellschaft befinden sich in einem zunehmenden globalen Wettbewerb, sei es um Studierende, Wissenschaftler, Drittmittel oder Fachkräfte. Gleichzeitig sind die Akteure in der Region auf die gleichen, standortgebundenen Rahmenbedingungen angewiesen", so von Schorlemer in ihrer Einladung.


Gekommen sind am vergangenen Freitag rund 100 Vertreter von Hochschulen, Wirtschaft, Kultur, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Studienakademien aus dem Raum Chemnitz. Auch Landeseinrichtungen, Kommunen, Verbände und Kammern waren vertreten.


Aus Mittweida angereist waren neben Wirtschaftsvertretern das Rektorat der Hochschule und die Dekane, die Vorsitzende des Hochschulrats, die Leiterin des Auslandsamts, der Leiter des Rechenzentrums und der Pressesprecher.

Gerhard Thiem, Prorektor für Forschung und Entwicklung, nahm in seinem Impulsreferat den Wissenstransfer in KMU in den Blick. KMU spielen in der Industrieregion Chemnitz eine Hauptrolle. Bei der Zusammenarbeit mit diesen Unternehmen hat die Hochschule Mittweida lange Erfahrung und hohe Kompetenz. Thiem stellte folgerichtig das gerade ins Leben gerufene Institut für Mittelstandskooperation Mittweida - MIKOMI vor als Chance für die Stärkung des Wissenschaftsstandorts Chemnitz.

Im sächsischen Hochschulentwicklungsplan bis 2020 sind Wissenschaftsregionen definiert worden: Leipzig, Dresden und Chemnitz. Chemnitz markierte mit dem ersten Wissenschaftsforum vor Leipzig und Dresden als erste der drei Wissenschaftsregionen den Auftakt für einen "neuen Kommunikations- und Austauschprozess zwischen den regionalen Akteuren der Wissensgesellschaft", so das Ministerium.


Aufgabe dieses gemeinschaftlichen Prozesses sei, die Anziehungskraft der sächsischen Wissenschaftsstandorte zu steigern und Strukturen zu verbessern, die die Wissenschaft stützen. Drei "Baustellen" auf diesen Weg wurden im Vorfeld ausgemacht: 1. Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur; 2. Steigerung der Internationalität; 3.Hebung von Synergien durch gemeinsame Nutzung von Infrastruktur und Dienstleistungen.

Drei Themen - drei Arbeitskreise für den Nachmittag, die ihre Ergebnisse in das Plenum zurücklieferten.

 

 

 

 

 

 

Im Arbeitskreis "Synergien" ermunterte dessen Leiter Rektor Ludwig Hilmer die Teilnehmer: "Synergie wird dort am größten sein, wo wir etwas Neues machen".



Er brachte konkrete Synergiefelder zur Diskussion, darunter eine abgestimmte Strategie bei Großgerätebeschaffungen, ein Hochschul-Sprachenzentrum und die Virtuelle Fakultät Schlüsselqualifikation Mittel-/Westsachsen. Mit dem Satz "Wir haben beschlossen, wir lassen uns aufeinander ein", leitete Hilmer seine Präsentation der Arbeitskreisergebnisse im Abschussplenum ein. Die ebenso nüchterne wie zuversichtliche Botschaft erntete spontanen Beifall.

Auch aus den anderen Arbeitskreisen kamen mit Beteiligung der Teilnehmer aus Mittweida Vorschläge ins Plenum zurück.

Staatsministerin Sabine von Schorlemer stellte in ihren Schlusswort erfreut fest, dass bereits die erste Broschüre der Wissenschaftsregion Chemnitz entstanden sei: das 120 Seiten starke Heft der Hochschule Mittweida mit Zielen und Zahlen zum Thema Internationalität.