Millionen-Förderung: EURECA-PRO setzt sich mit „EURECA-SPARK“ durch

Millionen-Förderung: EURECA-PRO setzt sich mit „EURECA-SPARK“ durch

HSMW-Top-News, HSMW-News

EURECA-PRO wurde vom Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT) für die Förderung des Projekts EURECA-SPARK ausgewählt. Mittelsachsen profitiert durch das Engagement von HSMW und TU Bergakademie.

Professor Alexander Knauer sitzt auf einem Panel und gestikuliert entspannt.
Alexander Knauer ist Professor für Zukunftstechnologien und Entrepreneurship an der Hochschule Mittweida und Teil von EURECA-SPARK.

Die ambitionierte zweijährige Initiative, an der die Hochschule Mittweida (HSMW) und die TU Bergakademie Freiberg maßgeblich beteiligt sind, startet im September 2026. Sie wird mit bis zu 2 Millionen Euro gefördert, um den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft und die Ausbildung im Bereich Unternehmertum (Entrepreneurship) in ganz Europa grundlegend zu transformieren.

„Ich freue mich darauf, unsere Entrepreneurship-Expertise mit der mehr als 130.000 Menschen umfassenden EURECA-PRO-Community zu teilen“, sagt Alexander Knauer, Professor für Zukunftstechnologien und Entrepreneurship, der an der Hochschule Mittweida das Projekt begleitet. „Innerhalb unserer Allianz haben wir bereits einen ersten Deep-Dive für Studierende zu Innovation & Entrepreneurship etabliert. Mit EURECA-SPARK heben wir die Transferaktivitäten auf ein neues Niveau und vernetzen die Labore von neun europäischen Hochschulen direkt und wirksam mit der Wirtschaft.“

EURECA-SPARK wurde im Rahmen einer hart umkämpften Ausschreibung ausgewählt, die eine Rekordzahl von 138 Konsortien anzog. Es ist eines von nur 17 geförderten Projekten in einer speziellen Förderlinie des EIT, die darauf abzielt, langfristige, strukturelle Brücken zwischen europäischen Hochschulallianzen und dem riesigen Innovationsökosystem des EIT zu bauen.

Die Lücke schließen: vom Labor auf den Markt

Das Herzstück von EURECA-SPARK ist die Entwicklung eines voll digitalen, aus mehreren Teilen bestehenden „MicroDegree“ in Innovation & Entrepreneurship. Das Curriculum, das mindestens zehn eigenständige Microcredentials (Kurzzertifikate) umfasst, wird gemeinsam von Universitäten, Forschungszentren und Industriepartnern entwickelt. Studierende und Forschende werden sich mit realen Herausforderungen aus der Industrie befassen und gleichzeitig Kompetenzen in den Bereichen Management des geistigen Eigentums, Marktvalidierung und verantwortungsvolles Ressourcenmanagement erwerben.

Darüber hinaus etabliert das Projekt einen dedizierten Start-up-Pfad, der studentische und wissenschaftliche Innovationen nahtlos mit regionalen Inkubatoren und hochklassigen Beschleunigungsprogrammen (Accelerator) verknüpft. Dies geschieht durch eine enge Zusammenarbeit mit den EIT-Wissens- und Innovationsgemeinschaften EIT RawMaterials und EIT Climate-KIC. Die Initiative wird sich stark auf zukunftsweisende globale Felder konzentrieren, darunter kritische Rohstoffe, digitale Technologien, Kreislaufwirtschaft und Klimatechnologien.

„Europas Universitäten bringen erstklassiges Wissen hervor, aber zu viele vielversprechende Ideen schaffen es nie aus dem Labor“, sagt Ekaterina Zaharieva, EU-Kommissarin für Start-ups, Forschung und Innovation. „Indem wir Studierende, Forschende, Unternehmer:innen und Unternehmen zusammenbringen, können wir helfen, Forschung in Innovation und Innovation in Wirtschaftswachstum zu verwandeln.“

Eine starke paneuropäische Zusammenarbeit

EURECA-SPARK greift auf ein leistungsstarkes Netzwerk führender europäischer Hochschuleinrichtungen und Industriehubs zurück. Zu den Kernuniversitäten, die die Initiative vorantreiben, gehören:

  • Technische Universität Bergakademie Freiberg (Deutschland)
  • Universidad de León (Spanien)
  • Technical University of Crete (Griechenland)
  • Université de Lorraine (Frankreich)
  • Hochschule Mittweida (Deutschland)

Ergänzt wird das Netzwerk der EURECA-PRO-Hochschulen durch strategische Projektpartner:innen, darunter Unternehmen und Institute aus Schweden, Italien und den Niederlanden. Das Projekt trägt direkt zum übergeordneten Ziel der Europäischen Union bei, bis 2028 rund 200.000 MINT-Studierende und -Mitarbeitende im Bereich Entrepreneurship auszubilden. Damit soll sichergestellt werden, dass die nächste Generation von Innovator:innen über die praktischen Werkzeuge verfügt, um wettbewerbsfähige Start-ups zu gründen und die globale Position der europäischen Industrie zu stärken.

Über EURECA-PRO

EURECA-PRO (The European University on Responsible Consumption and Production) ist eine strategische Allianz von Hochschulen, die sich der Förderung von verantwortungsvollem Konsum und nachhaltiger Produktion verschrieben hat. Durch tief integrierte Lehre, Forschung und Innovation befähigt die Allianz Studierende und Forschende, die drängenden ökologischen und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen.

Über die EIT Higher Education Initiative

Die EIT Higher Education Initiative (HEI) ist eine Schlüsselinitiative des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie (EIT). Sie zielt darauf ab, die unternehmerische und innovative Kapazität von Hochschuleinrichtungen in ganz Europa zu stärken. Durch die Integration von Hochschulen in das größte Innovationsökosystem Europas hilft das EIT dabei, Spitzenforschung in wirkungsvolle kommerzielle Realität umzusetzen.