EURECA-PRO: Von der Absichtserklärung zur internationalen Nonprofit-Organisation

EURECA-PRO: Von der Absichtserklärung zur internationalen Nonprofit-Organisation

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Hochschule Mittweida und acht europäische Partnerhochschulen vollenden formelle Gründung von EURECA-PRO als internationale Legal Entity

Junge Menschen

Es ist ein Meilenstein für die europäische Hochschulallianz EURECA-PRO: die formelle Gründung als eigenständige rechtliche Institution. Sie ebnet den Weg zu einer internationalisierten europäischen Universität mit einem stabilen Governance-Rahmenwerk und gemeinsamen Fördermöglichkeiten für Forschung und Lehre.

Im Namen aller neun Partnerinnen der Hochschulallianz unterzeichnete Professor Bernard Vanheusden, Rektor der belgischen Universität Hasselt, am 30. Juni 2026 in Brüssel die Gründungsdokumente.

„Der Status von EURECA-PRO als juristische Person ist ein wichtiger Schritt. Er bringt uns unserem Ziel näher, länderübergreifendes Lehren, Forschen und lebenslanges Lernen innerhalb Europas zu vereinfachen”, erklärt Professor Volker Tolkmitt, Rektor der Hochschule Mittweida. „Schon jetzt profitieren Wissenschaftler:innen und Studierende in Mittweida, aber auch die Menschen und Unternehmen in der Region Südwestsachsen von den Kontakten und vom Knowhow in unserer Allianz. Umgekehrt bringen wir unsere Expertise nach Europa.“

Die eigenständige rechtliche Institution ist entscheidend für das Wachstum und die Verstetigung europäischer Hochschulallianzen – bisher haben das erst 14 der 73 Allianzen geschafft. Die gemeinsame Verpflichtung aller Partnerinnen zur Institutionalisierung schafft die notwendigen Strukturen, um die Zusammenarbeit zu vertiefen und nachhaltige Wirkung zu erzielen.

Länderübergreifendes Lehren und Lernen

Auf der Agenda der neun Partnerinnen stehen aktuell drei zentrale Vorhaben:

Studierende können im Ausland erbrachte Studienleistungen einfacher an ihrer Heimatuniversität für ihr Studium anrechnen lassen. Die Hochschulen bauen weitere administrative Hürden ab. Kürzlich unterzeichneten die neun Rektor:innen bei der EURECA-PRO Review Week dafür ein neues Rahmenwerk zur automatischen Modulanerkennung.

Internationale Studienerfahrung zu sammeln, wird durch Alternativen zum klassischen Auslandssemester leichter. Die neun Partnerinnen erweitern unter dem Dach von EURECA-PRO Angebote für Kurzzeit-Auslandsaufenthalte samt digitaler Vorbereitung (Blended Intensive Programmes), Online-Kurse und entwickeln kurze, zertifizierte Lerneinheiten (Microcredentials), die kombinierbar sind und erworbene Kompetenzen nachweisen. Letztere ermöglichen Studierenden eine höhere Flexibilität in der Gestaltung ihres akademischen Weges. Viele der angebotenen Online-Kurse und Microcredentials sind zudem offen für alle, die sich beruflich oder privat weiterbilden wollen.

Einen gemeinsamen Master-Studiengang zum Bildungs- und Forschungsschwerpunkt von EURECA-PRO, Responsible Consumption and Production (nachhaltiges Konsumieren und Produzieren), gibt es bereits. Ein gemeinsamer Bachelor-Studiengang soll zum Wintersemester 2026 gleichzeitig zunächst an der Montanuniversität Leoben in Österreich, der Silesian University of Technology in Polen und der Technischen Universität Bergakademie in Freiberg starten.

Über EURECA-PRO

Die European University on Responsible Consumption and Production (EURECA-PRO) vereint neun Hochschulen aus acht Ländern Europas, die Nachhaltigkeit in Hochschulbildung und Forschung im Einklang mit dem nachhaltigen Entwicklungsziel 12 der Vereinten Nationen „Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen“ fördern. Zu den Partner:innen zählen neben der Hochschule Mittweida und der TU Bergakademie Freiberg in Sachsen die Technical University of Crete (Griechenland), die Silesian University of Technology (Polen), die Université de Lorraine (Frankreich), die Montanuniversität Leoben (Österreich), die Hasselt University (Belgien), die Universidad de León (Spanien) sowie die Universitatea din Petroșani (Rumänien).