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Start up, High Tech und Wissenschaft in Israel

Start up, High Tech und Wissenschaft in Israel

Forschung, Veröffentlichungen, HSMW-Berichte

Hochschule Mittweida zu Gast bei der Schmiede der Nobelpreisträger in Haifa.

Israels überragende Fähigkeit aus Spitzenforschung Produkte zu formen und ihnen den Weg in die Wirtschaft zu bahnen wird nicht erst seit dem Weltbestseller Start-up Nation: The Story of Israel's Economic Miracle bewundert. Die Deutsche Technion Gesellschaft führte im März die Mittweidaer Professoren Lothar Otto, Horst Exner und Ludwig Hilmer in einer Delegation deutscher, österreichischer und Schweizer  Wissenschaftler zu über 20 start-up-Unternehmen in den Nahen Osten. Das Spektrum der Innovationen war vielfältig: ein künstliches High Tech-Außenskelett, das Querschnittsgelähmten selbstbestimmte Fortbewegung erlaubt, ein funktionierendes System von Elektromobilität,  hochpräzise Drucktechniken für Leiterplatten, Operationsroboter und immer wieder Gründungen im Bereich Internetbusiness. Als Geheimnis des israelischen Erfolges gilt die konsequente Verzahnung von Forschung, Produktentwicklung und Unternehmensgründung in so genannten Inkubatoren. Das Technion Haifa – Israel Institut of Technology bildet 70% der israelischen Ingenieure und Firmengründer aus und bildet das Herzstück des bewunderten Wissenschafts-Praxis-Transfers. Neben den Nobelpreisträgern – zuletzt Daniel Shechtman im Jahre 2011 für Chemie – glänzen vor allem die Absolventen. Sie stellen 80% der Manager in den NSDAQ-gelisteten Unternehmen des Landes und haben mittlerweile in Israel die größte Ansammlung von High Tech Firmen außerhalb des kalifornischen Silicon Valley geschaffen. Kein Großer der Branche fehlt in der Reihe der Entwicklungszentren. Die Logos von  Apple, Intel, Yahoo und Microsoft schmücken einträchtig eine Fassadenfront in Haifa und werden den Besuchern stolz präsentiert. Den  sächsischen Gästen drängt sich sofort ein Vergleich auf:  „Canalettoblick 2.0“.

Das Technion Haifa entstand 1912 und orientierte sich bei der Konzeption der ersten Disziplinen „Bau und Industrie“ auch an Lehrplänen aus Mittweida. Marianne Krüger-Jungnickel von der Deutschen Technion Gesellschaft hatte die sächsischen Anleihen des Gründerkreises, dem sogar Albert Einstein angehörte, im Archiv recherchiert. Rektor Lothar Otto konnte deshalb beim Jubiläumsbesuch ein besonderes Geschenk an seinen Kollegen Prof. Oded Shmueli übergeben.

Im Auftrag der Hochschule dokumentiert ein Gemälde des Frankenberger Architekten und Malers Olaf Sporbert die  Entwicklung der beiden Wissenschaftseinrichtungen künstlerisch auf der Leinwand. Die Hochschule Mittweida fühle sich sehr wohl im Glanz des renommierten Technions mit seinen Nobelpreisträgern, sagte Lothar Otto  bei der Festansprache.

Aktuelle Kooperationen zwischen dem Technion und der Hochschule sollen der historischen Verbindung folgen. Prof. Horst Exner fand großes Interesse bei seinen israelischen Kollegen in der Laserforschung, der Beauftragte für Sonderprojekte der Stadt Haifa, Dr. Robert Raphael Karpel, und Prof. Ludwig Hilmer besprachen Kooperationsmöglichkeiten im Bereich des Wissenschaftsmarketings.