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Perspektive für die Zukunft: Ziele für die Hochschule bis 2024 verhandelt und vereinbart

Perspektive für die Zukunft: Ziele für die Hochschule bis 2024 verhandelt und vereinbart

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Die Zielvereinbarung zwischen Hochschule Mittweida und Freistaat Sachsen ist unterzeichnet.

Das Foto zeigt zwei männliche Personen jeweils mit weißer FFP-Maske: links den Sächsischen Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow, daneben den Mittweidaer Hochschulrektor Ludwig Hilmer. Dieser hält eine geöffnete Mappe mit der soeben unterzeichneten Vereinbarung zum Betrachtenden. Der Inhalt ist zu erkennen.
Der Mittweidaer Rektor Ludwig Hilmer (rechts) mit dem Sächsischen Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow nach der Unterzeichnung der Zielvereinbarung von Hochschule und Freistaat. (Foto: Matthias Rietschel)

Ein fast einjähriger Verhandlungsmarathon unter schwierigen Bedingungen ging dem Datum voraus: Am Freitag, dem 4. Juni, unterzeichneten der Rektor der Hochschule Mittweida, Prof. Dr. Ludwig Hilmer, und der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow die Vereinbarung über die Ziele der Hochschule bis zum Jahr 2024.

Dem Rektor aus Mittweida gleich taten es 13 weitere Rektorinnen und Rektoren der staatlichen Hochschulen sowie die Dekane der beiden medizinischen Fakultäten in Leipzig und Dresden. Die individuellen Vereinbarungen zwischen den Hochschulen und dem Freistaat betreffen insgesamt 181 Millionen Euro, die an die Erfüllung der vereinbarten Ziele geknüpft sind. Für jede einzelne Hochschule bedeutet das, dass ein Teil der zukünftigen Haushaltsmittel vom Grad der Zielerreichung abhängig ist. Hilmer zeigte sich am Anschluss an die Unterzeichnung in Dresden zuversichtlich, dass die lange und unter schwierigen Bedingungen ausgehandelte Vereinbarung eine zuverlässige Perspektive für die Zukunft der Hochschule und die ihrer Beschäftigten bedeutet.

Diese inzwischen dritte Zielvereinbarung hat eine Laufzeit bis 2024. Die Ziele der ersten Vereinbarung mit dem SMWK aus dem Jahr (Laufzeit 2014–2016) hatte die Hochschule Mittweida als einzige der sächsischen Hochschulen in vollem Umfang erreicht. Die Abrechnung der zweiten Zielvereinbarung (2016–2020) erfolgt gerade. Auch hierfür ist Mittweida zuversichtlich trotz der besonderen Herausforderungen des vergangenen Jahres, die vereinbarten Ziele erreicht zu haben.

Ziele konkret

Mit den Zielvereinbarungen verknüpft der Freistaat drei Kernziele, die auch für die Hochschule Mittweida mit konkreten Erwartungen untersetzt sind: 1. die Verbesserung bzw. Stärkung der Qualität in Studium, Lehre und Forschung sowie der gesellschaftlichen Rolle und sozialen Verantwortung der Hochschulen 2. die Erhöhung der nationalen und internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen sowie 3. die Schaffung und Gewährleistung finanzieller und personeller Planungssicherheit.

So erwartet der Freistaat zum Beispiel, dass mehr als die Hälfte der Mittweidaer Absolventinnen und Absolventen aus den sog. MINT-Fächern kommen. Ebenso vereinbart sind die Studierendenzahlen, die Einwerbung von Drittmitteln aus der Wirtschaft für die Forschung auf einem bleibend hohen Niveau oder ein Mindestanteil von 25 Prozent an Abschlussarbeiten, die in Kooperation mit Unternehmen oder anderen Institutionen außerhalb der Hochschule bearbeitet wurden. Auch für die hochschuldidaktische Weiterbildung der Lehrenden und den Anteil von Professorinnen gibt es konkrete quantitative Vorgaben.

Kampf ums Personal

Die Ausstattung mit Personalstellen ist ein wichtiger Faktor für die Zukunftsfähigkeit einer Hochschule ebenso wie für die individuelle Lebensplanung von Beschäftigten. Der Freistaat Sachsen wird künftig mit dem in die Zielvereinbarung integrierten Zukunftsvertrag den bisherigen Hochschulpakt des Bundes ersetzen. Mittweida profitiert wie die anderen sächsischen HAW dabei nur unterproportional. Grundsätzlich sollen die Kapazitäten der Hochschulen zwar erhalten werden; neue konkurrierende Schwerpunkte bei der Hochschul-Personalausstattung für die nahe Zukunft liegen jedoch vor allem in der universitären Ausbildung von Lehrer:innen und Mediziner:innen.

Im Kampf um Personal an seiner Hochschule hat der Mittweidaer Rektor aber erfolgreich insbesondere die Überlastbereiche Informatik und Medien in den Ring werfen können. „Alle Disziplinen, aber vor allem diese nach wie vor wachsenden und studentenstarken Bereiche haben dafür gesorgt, dass wir in Mittweida auch zukünftig Projektstellen außerhalb des Stellenplans im Haus halten können. Die Hochschule Mittweida kann so ihrem hervorragenden akademischen Nachwuchs eine Perspektive geben und die vereinbarten Leistungen in Lehre und Forschung erbringen. So haben die Verhandlungen um das Personal eine positive Bilanz, die auf der herausragenden Arbeit in allen Bereichen der Hochschule beruht – und auch auf dem Vertrauen vieler junger Menschen, die Mittweida als Studienort wählen.“

Alle 16 Zielvereinbarungen der sächsichen Hochschulen finden sich auf den Seiten des SMWK.