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Vom Regenbogen zum Laserschwert

Vom Regenbogen zum Laserschwert

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Licht einleuchtend erklärt in der Kinderuni an der Hochschule Mittweida

Das Foto ziegt die Kinderuni-Dozentin Inga-Maria Eichentopf mit weißenem Kittel in ihrem Garten. Im Vordegrund ist eine Kamera zu sehen, im Hintergrund das Gartenhaus, das als Labor dient. e
Kinderuni-Dozentin Dr. Inga-Maria Eichentopf hält die Vorlesung mit vielen Experimenten live aus ihrem Garten. (Foto: privat)

Am 8. Mai bei der Mittweidaer Kinderuni ist vielen ein Licht aufgegangen, auch so mancher Erwachsener wird gestaunt haben: „Endlich verstehe ich das mit der Lichtbrechung und dem Regenbogen!“ Die blauen Lichtläufer mit ihren kurzen schnellen Schritten ecken einfach öfter an als die roten mit den langen Schritten am anderen Ende des Farbspektrums und werden deshalb stärker abgelenkt. Das passiert ihnen nicht nur beim Glasprisma, sondern auch beim Auftreffen auf Regentropfen – so entsteht der Regenbogen.

Fast 200 Kinder und Eltern haben bei der inzwischen vierten Online-Kinderuni via Zoom-Konferenz zugeschaut und sich über viele Fragen und Kommentare aktiv beteiligt.

Ein Prisma, verschiedene Lichtquellen, eine Nebelmaschine, Milch: Alles das hatte Kinderuni-Dozentin Dr. Inga-Maria Eichentopf für die Online-Vorlesung in ihr Gartenhaus-Labor geschafft, von wo aus sie mit vielen Experimenten den Kindern und Erwachsenen die Phänomene des Lichts erklärte. Dr. Eichentopf ist Physikerin und arbeitet am Institut für Kompetenz, Kommunikation und Sprachen der Hochschule Mittweida (IKKS). Dort hält sie auch für die großen Studierenden unter anderem Vorlesungen in Naturwissenschaften. „Versuche durchzuführen, macht mir selbst am meisten Spaß“, sagt sie. „Das ist das Faszinierende an meinem Beruf. Im Studium lernt man Methoden, um Dinge verstehen und beschreiben zu können, und dann kann man sich das ganze Leben mit den spannenden Themen und ungeklärten Fragen im Aufbau der Welt und des Universums befassen.“

Apropos Universum: Für viele das Highlight der Vorlesung war die Antwort auf die Frage, ob es tatsächlich Laserschwerter geben kann, wie sie in „Star Wars“ vorkommen. Gerade an der Hochschule Mittweida versteht man sehr viel vom Laser. Auf dem Schillerberg steht ein ganzes Gebäude, in dem es nur um den Laser geht. Er ist eine faszinierende technische Entwicklung und ein tolles Werkzeug aus Licht, mit dem man selbst dicke Metallplatten durchschneiden kann. Aber wie kann Licht überhaupt so etwas machen? Und geht das Ganze auch als handliches Schwert?

Wie ein Laserstrahl erzeugt wird, erfuhren die Kinder anschaulich. Beim Schwert musste Dr. Eichentopf aber ein wenig in die Trickkiste ihres Gartenhaus-Labors greifen. Jetzt kam die Nebelmaschine zum Einsatz, die zumindest auf kurze Distanz den Lichtstahl zweier Laserpointer sichtbar machte. Es kam damit zu einem eindrucksvollen aber harmlosen Kampf zwischen Dr. Eichentopf und ihrer Assistentin Ulrike, live gefilmt von Kameramann Lutz. Denn für eine wirklich brauchbare Laserwaffe müsste man eine sehr große und schwere Batterie mit sich führen, die das Schwert mit Energie versorgt. Das ist also noch Science-Fiction.

Nicht ganz so weit in der Zukunft liegen die nächsten Termine der Kinderuni an der Hochschule Mittweida:
Am 25. September geht es darum, wie die Hebelkraft unseren Alltag erleichtert, und am 6. November klärt die Kinderuni Mittweida die Frage, wie gut oder schlecht Gebäude für die Umwelt sind.

Kinder aufgepasst: Eure Ideen sind gefragt!

Auch im Jahr 2022 wird es wieder Vorlesungen für neugierige 8- bis 12-Jährige geben. Kinderuni-Organisator Robin Dörrenbächer freut sich dafür auf Themenvorschläge der Kinder: „Wir beziehen die Kids in die Planung ein. Zahlreiche Themenwünsche haben mich schon erreicht, aber es gibt weiter die Chance, an unserer Befragung teilzunehmen."

Alle weiteren Informationen zur Kinderuni finden sich hier