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Aufgestockt – Mittel für mittelsächsische Partner im Europäischen Hochschulnetzwerk

Aufgestockt – Mittel für mittelsächsische Partner im Europäischen Hochschulnetzwerk

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Bundesforschungsministerium bestätigt und unterstützt mit zusätzlicher nationaler Förderung Hochschule Mittweida und TU Bergakademie Freiberg beim gemeinsamen Vorhaben mit ihren europäischen Partnern.

Europäische Hochschulnetzwerke wollen Viellfalt ihrer Partner nutzen und ihre Stärken bündeln. (Grafik: Europäische Kommission)
Europäische Hochschulnetzwerke wollen Viellfalt ihrer Partner nutzen und ihre Stärken bündeln. (Grafik: Europäische Kommission)

Über zusätzliche Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in den kommenden drei Jahren für ihre Beteiligung an der EU-Initiative „Europäische Hochschulen“ freuen sich Hochschule Mittweida und TU Bergakademie Freiberg.

Bereits im Sommer 2020 hatte die EU-Kommission 20 deutsche Hochschulen in der zweiten Runde der EU-Ausschreibung „Europäische Hochschulen“ ausgewählt. Die beiden Hochschulen in Mittelsachsen gehören dazu. Ziel ist, aus der Vielzahl und Vielfalt ausgezeichneter Hochschulen Europäische Hochschulnetzwerke zu bilden, die Studierende und Forschende europaweit zusammenbringen und die unterschiedlichen Stärken der wissenschaftlichen Einrichtungen bündeln. 41 Netzwerke werden von der EU gefördert, darunter die Allianz von Hochschule Mittweida, Bergakademie und ihrer fünf europäischen Partner in Griechenland, Österreich, Polen, Rumänien und Spanien. Das Bündnis mit dem Titel: „The European University Alliance on Responsible Consumption and Production (EURECA-PRO)“ mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit erhält bis November 2023 eine europäische Förderung in Höhe von rund fünf Millionen Euro.

Dazu kommen nun für Mittweida und Freiberg weitere rund anderthalb Millionen Euro nationale Förderung vom Bund. Das nationale Begleitprogramm ermöglicht den Hochschulen eine breitere Umsetzung der geplanten Maßnahmen. Dr. Julia Köhler, Referentin Internationales an der Hochschule Mittweida, weiß die zusätzlichen Mittel für die kommenden drei Jahre sinnvoll einzusetzen: „Wir haben damit mehr Gestaltungsspielraum an unseren beiden Hochschulen, uns gezielt für die Verantwortungen und Aufgaben im Projekt zu stärken.“

Deutsche Hochschulen in europäischer Zusammarbeit sichtbarer machen

Konkret geht es dabei unter anderem um die weitere Stärkung der interkulturellen und fremdsprachlichen Kompetenzen der deutschen Partner, und das sowohl im Blick auf die Didaktik in der Lehre einschließlich der digitalen Lehrformen als auch im Blick auf die lehrunterstützenden und -begleitenden Services, die die Hochschulen in Verwaltung und Technik zur Verfügung stellen. In Mittweida wird zum Beispiel das hochschuleigene Institut für Wissenstransfer und digitale Transformation (IWD) Lehrende im Einsatz digitaler Lehrformen anleiten und unterstützen. Auch Abteilungen wie die Rechenzentren, Fremdsprachzentren, Studierendenservices und International Offices beider Hochschulen sollen dazu einbezogen werden. Stefanie Walter, Projektverantwortliche für EURECA-PRO an der Hochschule Mittweida, nennt ein weiteres wichtiges Ziel: „die Gestaltung eines Kommunikations- und Beteiligungskonzepts für Wissenschaft und Gesellschaft. Der Transfer und die Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse ist ein elementarer Bestandteil von EURECA-PRO. Hierfür bringt die Hochschule Mittweida ihre Medienkompetenz in das Bündnis ein. Die zusätzliche nationale Förderung ermöglicht uns, den Dialog mit nationalen und internationalen Vertreter*Innen aus Politik und Gesellschaft zügiger auszubauen und die deutschen Hochschulen in der europäischen Hochschulallianz sichtbarer zu machen.“

EURECA-PRO: europäische Allianz mit mittelsächsischen Hochschulen

Die Hochschule Mittweida und die TU Bergakademie Freiberg hatten gemeinsam mit der Montanuniversität Leoben (Österreich), der Silesian University of Technology (Polen), der Technischen Universität Kreta (Griechenland) sowie den Universitäten in Leon (Spanien) und Petrosani (Rumänien) erfolgreich an der zweiten Runde der „European Universities Initiative“ teilgenommen. Seit November 2020 werden die sieben Partner mit ihrem Verbund „European University Alliance on Responsible Consumption and Production“ (EURECA-PRO) und 23 weiteren europäischen Verbünden für eine Dauer von zunächst drei Jahren von der Europäischen Kommission gefördert.

Die sieben EURECA-PRO-Partner haben sich zum Ziel gesetzt, Forschung und Ausbildung im Themenfeld „Verantwortungsbewusst Produzieren und Konsumieren“ voranzutreiben, dem Ziel 12 der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft bis 2030. Zum einen wollen sie einen einen ganzheitlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des europäischen Bildungsraums leisten. Zum anderen soll ein innovatives Bildungskonzept zu verantwortungsvollen Konsum- und Produktionsweisen erstellt und implementiert werden. Langfristig haben sich die Partnerhochschulen vorgenommen, bis 2040 einen virtuellen und integrierten Europäischen Campus zu bilden.

Die Hochschule Mittweida ist die einzige HAW in der Allianz EURECA-PRO und eine von insgesamt nur drei deutschen HAW innerhalb der EU-Initiative „Europäische Hochschulen“ überhaupt. Im von der Hochschule Mittweida verantworteten Arbeitspaket „Third Mission and External Image“ geht es unter anderem um den wichtigen Transfer und die Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Gesellschaft, die Darstellung von Best-Practice-Beispielen aus diesem Transfer und den Aufbau einer digitalen Plattform für den fachlichen Austausch der Studierenden.

European Universities Initiative (EUI) und nationale Förderung

Die European Universities Initiative (EUI) gehört zu den Leitinitiativen der Europäischen Union (EU) zum Aufbau eines europäischen Bildungsraumes. Ziel ist die Stärkung strategischer Partnerschaften zwischen Hochschuleinrichtungen in der gesamten EU und die Herausbildung von 41 „Europäischen Hochschulen“ bis 2024. Mit den Mitteln aus dem Programm Erasmus+ will die Europäische Kommission die Qualität, Attraktivität und internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hochschulbildung fördern stärken. Der Start war im November2020.

Flankierend zur EU fördert der DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung deutsche Hochschulen auf ihrem Weg zu Europäischen Universitäten. Die Europäische Initiative soll die Kooperation europäischer Hochschulen in Lehre, Forschung, Transfer und Innovation auf ein qualitativ höheres Niveau mit der Entwicklung gemeinsamer Studien- und Forschungsprogramme, campusübergreifenden Angeboten und intensiven Austausch von Lehrenden, Forschenden und Studierenden heben.