Im integrierten Klimaschutzkonzept der Hochschule Mittweida wurden fünf Entwicklungsszenarien auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Hochschule definiert. Rund drei Jahre nach Beginn der Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzepts wurde überprüft, wie sich die bisherigen Maßnahmen im Hinblick auf das Ziel der Klimaneutralität ausgewirkt haben.
Es erfolgte daher eine erneute Betrachtung der Treibhausgasemissionen. Grundlage sind der Ausgangswert aus dem Basisjahr 2019 sowie ein aktueller Ist-Stand für das Jahr 2024. Die Bilanzierung erfolgte in vereinfachter Form, die darauf abzielt, Veränderungen einzelner relevanter Emissionsquellen über den Zeitverlauf abzuschätzen. Daher wird darauf hingewiesen, dass die Bilanzierung aufgrund begrenzter Datenverfügbarkeit und -qualität nicht nach etablierten Standards wie dem GHG-Protokoll oder der DIN EN ISO 14064 durchgeführt werden konnte. Ein Anspruch auf Vollständigkeit der Bilanz wird ausdrücklich nicht erhoben.
Berücksichtigt wurden insbesondere Emissionen aus dem Strom- und Wärmebezug sowie CO₂-Einsparungen durch Baumpflanzaktionen. Andere Emissionsquellen, wie etwa das Mobilitätsverhalten der Hochschulangehörigen, wurden aufgrund fehlender oder nur eingeschränkt belastbarer Daten nicht einbezogen. Der wichtigste Beitrag zur Emissionsminderung ist der vollständige Umstieg auf Ökostrom, der laut Energieversorger bilanziell emissionsfrei ist. Ergänzend konnten durch die Reduzierung des Wärmeenergieverbrauchs weitere Einsparungen erzielt werden. Insgesamt konnten die Treibhausgasemissionen im Jahr 2024 im Vergleich zu 2019 um rund 2.100 Tonnen CO₂-Äquivalente gesenkt werden.
Damit erfüllt die Hochschule die in den Entwicklungsszenarien S1 und S2 definierten Klimaziele, die sich sowohl an nationalen Vorgaben als auch an den eigenen Zielsetzungen orientieren. Die Ergebnisse zeigen, dass die Hochschule Mittweida damit auf einem guten Weg ist. Weitere Fortschritte hin zur Klimaneutralität sind insbesondere durch zusätzliche Maßnahmen im Bereich der Wärmeversorgung, durch weitere Kompensationsprojekte sowie durch eine stärkere Berücksichtigung des Themenfeldes Mobilität möglich.