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Kostenlose Hygieneartikel an der HSMW: Neue Spender im Haus 39 installiert

Ein Zeichen für Chancengerechtigkeit im Studienalltag

Die Versorgung mit Hygieneartikeln sollte kein Luxus sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. Mit der Installation von festverbauten Spendern für Tampons und Binden im Haus 39 setzt die Hochschule Mittweida ein weiteres Zeichen für mehr Chancengerechtigkeit und gelebte Unterstützung im Studienalltag.

Von der Inspiration zur Umsetzung - Ein Projekt von Studierenden für Studierende

Den Anstoß gab der Fachschaftsrat Soziale Arbeit, der bereits zuvor kostenlose Hygieneartikel in den Toiletten zur Verfügung stellte. Diese Initiative zeigte, wie groß der Bedarf ist – und wie wichtig niedrigschwellige Angebote für Studierende sein können. Der Fachschaftsrat Medien griff die Idee auf und beschloss, Restmittel aus dem Budget 2024 sinnvoll zu investieren. Nach einem offiziellen Beschluss stand fest: Die Anschaffung und Organisation von Hygienespendern sollte umgesetzt werden. Ziel war es, den Studienalltag ein Stück barrierefreier zu gestalten und Studierenden in unerwarteten Situationen unkompliziert zu helfen.

Ein langer Atem für eine gute Sache

Auch wenn die Idee schnell geboren war, erforderte die Umsetzung Geduld. Rund neun Monate dauerte es, bis alle Abstimmungen mit den verschiedenen Ebenen der Hochschule abgeschlossen waren. Besonders die Klärung geeigneter Standorte stellte eine Herausforderung dar. Umso größer ist nun die Freude über die erfolgreiche Installation der ersten beiden Spender im Dezember 2025.

So funktioniert das Angebot

  • Zielgruppe: Das Angebot richtet sich an alle Studierenden der HSMW – insbesondere für Situationen, in denen eigene Hygieneartikel vergessen wurden oder kurzfristig benötigt werden.

  • Standorte: Die ersten beiden Spender befinden sich im Haus 39 (1. Etage), jeweils in der Damen- und Herrentoilette.

  • Finanzierung: In der aktuellen Einführungsphase wird das Projekt durch den Fachschaftsrat Medien in Kooperation mit dem StuRa finanziert. Auch die laufende Befüllung erfolgt gemeinschaftlich aus den Budgets der Fachschaftsräte Medien und Soziale Arbeit.

  • Organisation: Aufgrund begrenzter personeller Kapazitäten übernimmt die Studierendenschaft die Befüllung selbst. Ab dem Sommersemester 2026 kümmern sich Mitglieder der Fachschaften Soziale Arbeit und Medien ehrenamtlich und regelmäßig um das Nachfüllen der Spender.

Ein Blick in die Zukunft

Die Installation im Haus 39 ist als Testphase gedacht – und zugleich als Auftakt für weitere Schritte. Langfristig ist geplant, in jedem Haus und allen Toiletten der Hochschule entsprechende Spender anzubringen. Der Studierendenrat und die Fachschaftsräte sind bereit, die finanziellen Mittel weiterhin bereitzustellen. Perspektivisch wäre eine geteilte Finanzierung wünschenswert, da der Zugang zu Hygieneartikeln als Grundrecht verstanden wird. Auch eine logistische Integration – etwa die Befüllung analog zu Handtuchspendern durch reguläre Reinigungskräfte – wäre ein wichtiger Schritt für die nachhaltige Verankerung des Angebots. 

Mit dem Projekt zeigen engagierte Studierende einmal mehr, wie Diversity Management und studentische Initiative Hand in Hand gehen können – für eine Hochschule, die Teilhabe und gegenseitige Unterstützung aktiv lebt.

Empower your Change – Energie in jeder Lebensphase

Online-Veranstaltungsreihe zur Förderung weiblicher Gesundheit und Chancengleichheit

Gesundheitliche Chancengleichheit und das Wohlbefinden aller Hochschulangehörigen sind zentrale Anliegen der Hochschule Mittweida. In diesem Zusammenhang möchten wir auf ein besonderes Angebot der Techniker Krankenkasse aufmerksam machen, das sich gezielt mit den Herausforderungen und Potenzialen weiblicher Gesundheit im Berufs- und Hochschulalltag auseinandersetzt.

Anlässlich des Internationalen Frauentags im März 2026 lädt die Techniker Krankenkasse zur exklusiven Online-Veranstaltungsreihe „Empower your Change – Energie in jeder Lebensphase“ ein. Das Angebot richtet sich sowohl an Beschäftigte als auch an Studierende der Hochschule Mittweida. Im Fokus stehen Themen, die für Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen von besonderer Bedeutung sind – wissenschaftlich fundiert, praxisnah und empowernd.

Die Teilnehmenden erwarten inspirierende Sessions unter anderem zu folgenden Schwerpunkten:

Das weibliche Gehirn – Stärken erkennen und gezielt einsetzen

Wechseljahre und Beruf – Herausforderungen verstehen, Chancen nutzen

Zyklus-Power – den Zyklus als Ressource im (Berufs-)Alltag nutzen

Vielfalt führt – weibliche Führungsqualitäten als Erfolgsfaktor

Erfahrene Expert:innen vermitteln wertvolle Impulse für mehr Wohlbefinden, Selbstbewusstsein und beruflichen Erfolg. Darüber hinaus bietet die Veranstaltungsreihe Raum für Austausch, Vernetzung und neue Perspektiven – auch im Hinblick auf eine diversitätssensible und gesundheitsfördernde Hochschulkultur.

Die Teilnahmeplätze sind begrenzt. Jetzt anmelden und dabei sein!

Bei Fragen oder weiterem Interesse steht das hochschulische Gesundheitsmanagement der Hochschule Mittweida gerne zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie dieses Angebot für sich nutzen und weiterempfehlen.

Call to Action - Deine Erfahrung zählt!

Deine Erfahrung zählt!
Die bislang größte Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland

Vom 12. November 2025 bis 28. Februar 2026 führt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die bislang größte Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland durch. Ziel ist es, im Jahr 2027 ein detailliertes Lagebild zu veröffentlichen, das aktuelle Daten dazu enthält, wie Menschen hierzulande Diskriminierung erleben und wie sie damit umgehen. Auf dieser Basis werden Forderungen ausgearbeitet, wie der Diskriminierungsschutz verbessert werden kann.

Die Umfrage erfasst Diskriminierung in allen Lebensbereichen und berücksichtigt alle Diskriminierungsmerkmale. Bei der Erstellung des Fragebogens haben fast 400 Akteur:innen aus der Zivilgesellschaft mitgewirkt, um sicherzustellen, dass der Fragebogen die Erfahrungen ihrer Communities abbildet.

An der Umfrage können alle Menschen ab 14 Jahren teilnehmen, die Diskriminierung erlebt haben. Die Teilnahme ist anonym, barrierearm und in vielen Formaten und Sprachen möglich: online, per Chatbot, auf Papier, in einfacher Sprache, in mehreren Fremdsprachen und auch in Deutscher Gebärdensprache.

Um möglichst viele Teilnehmer:innen zu gewinnen, wird die Umfrage mit einer bundesweiten Kampagne bekannt gemacht, sowohl im öffentlichen Raum als auch in sozialen Netzwerken. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ruft dazu auf, für die Befragung zu werben, und stellt dafür gedruckte Flyer, Postkarten und Plakate sowie digitale Materialien für den Einsatz etwa in Newslettern oder auf Social Media bereit.

Weitere Informationen zur Umfrage finden Sie hier: www.diskriminierung-umfrage.de

Selbstlerntool „KNOW HOW“: Sensibilisierung gegen sexualisierte Gewalt an der Universität

Mit „KNOW HOW“ stellt die Universität Göttingen ein neues Online-Selbstlerntool bereit, das sich der Prävention sexualisierter Gewalt im Hochschulkontext widmet. Das Angebot richtet sich an alle interessierten Personen innerhalb und außerhalb der Universität und unterstützt dabei, Grenzüberschreitungen besser zu erkennen, Rollenreflexion zu fördern und das Thema offen ansprechbarer zu machen.

Das Tool basiert auf kurzen, animierten Videosequenzen aus typischen Hochschulsituationen. Ergänzende Reflexionsfragen laden dazu ein, eigene Handlungsmöglichkeiten zu prüfen und Gespräche über sexualisierte Gewalt in Studium, Forschung und Verwaltung anzuregen. Der modulare Aufbau ermöglicht den Einsatz in Lehrveranstaltungen genauso wie in Fortbildungen oder der individuellen Auseinandersetzung.