Workshops

MINT meets GSW – Interdisziplinarität als Schlüsselkompetenz

Interdisziplinäre Kooperation wird in zahlreichen Forschungs- und Anwendungsfeldern, wie z. B. "Human-Computer Interaction", immer mehr zum Normalfall. Die wenigstens Studienordnungen vermitteln allerdings Kompetenzen für das Zusammenarbeiten über Disziplinen- und Fakultätsgrenzen hinweg. Im Workshop wird zum einen vermittelt, worin Herausforderungen und Kompetenzen für die interdisziplinäre Kooperation bestehen. Zum anderen werden Optionen für die konkrete didaktische Umsetzung des Kompetenzerwerbs für interdisziplinäre Kooperation beschrieben. Das geschieht anhand des Lehr-Lern-Projekts "HCI in the Wild", das im Sommersemester 2017 parallel an der Universität Leipzig und der Technischen Universität Chemnitz durchgeführt wurde.

Ziele:

  • Die Teilnehmenden sind durch die Reflexion im Kurs in der Lage, Schlüsselkompetenzen der interdisziplinären Kooperation für ihren Fachbereich zu identifizieren.
  • Die Teilnehmenden kennen didaktische Mittel zur Herausbildung und Evaluation dieser Kompetenzen in Lehrveranstaltungen.
  • Die Teilnehmenden synthetisieren dieses Wissen, indem sie die Grundpfeiler eines eigenen Lehr-Lern-Projekt zur Entwicklung von Schlüsselkompetenzen in der Lehre für ihren Fachbereich entwerfen.

Dozent: Dr. phil. Andreas Bischof, geb. 1986, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Chemnitz. Der Arbeitsschwerpunkt des Kulturwissenschaftlers und Soziologen ist das interdisziplinäre Forschungsfeld Mensch-Computer-Interaktion. Für das Lehr-Lern-Projekt "Medien und Asyl" erhielt er gemeinsam mit Dr. Vivien Sommer 2016 den sächsischen Lehrpreis des SMWK.

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Stärkung der Lernmotivation und der Lernergebnisse durch Integration von PC-Übungen und Medienmix

Der Workshop gibt Erfahrungen zur Umgestaltung einer Lehrveranstaltung weiter, die während der Durchführung des Sächsischen Hochschuldidaktik Zertifikats gemacht wurden. Die neue Herangehensweise wurde im Kontext der Lehrveranstaltung (LV) Werkzeugmaschinen-Mechatronik konzipiert. Durch die für die ingenieurwissenschaftliche Ausbildung sehr verschiedenen Studienrichtungen der Teilnehmer muss die LV interdisziplinär ausgerichtet sein, da die Studierenden unterschiedliches Vorwissen mitbringen. Inhaltlich steht die LV im Spannungsfeld von Vermittlung von Überblickswissen gegenüber der Lösung ingenieurstypischer Aufgaben mit sehr spezialisiertem Fachwissen. Dabei soll der Studierende in die Lage sein soll, interdisziplinäre Aufgaben zu lösen bzw. übergeordnete Zusammenhänge zu erkennen und im Team umzusetzen.

Ziele: Das Ziel ist es, für einen inhaltlichen Schwerpunkt (Sequenz) durch die Verwendung unterschiedlicher Medien die Lernmotivation der Studierenden zu erhöhen. Der aktivierende Einsatz dieses Medienmix bzw. der Softwaretools kann in jeder einzelnen Lehrveranstaltung didaktische Möglichkeiten eröffnen. Am Beispiel des Unterkapitels "Kalibrierung von PKM" wird die Veränderung eines Themenfeldes, das in drei aufeinanderfolgenden Wochen behandelt wird, detaillierter ausgeführt. Das Hauptziel ist ganz eindeutig: Einführung neuer Berechnungsmethoden am PC demonstrieren und neue Medien nutzen, um die Aufmerksamkeit zu binden.

Dozent: Dr.-Ing. Volker Wittstock

Kurzvita:

  • 1989 - 1994 Studium Maschinenbau an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und der Technischen Universität Dresden, Abschluss (TU Dresden): Dipl.-Ing. (Werkzeugmaschinenkonstruktion und Fertigungssysteme)
  • 2007 Promotion zum Thema "Piezobasierte Aktor-Sensor-Einheiten zur uniaxialen Schwingungskompensation in Antriebssträngen von Werkzeugmaschinen." Beruflicher Werdegang ab Studienabschluss
  • 1994 - 1999 HPM Hemscheidt GmbH Schwerin, Herstellung von Spritzgießmaschinen für die Kunststoffverarbeitung, Entwicklungsingenieur
  • 2000 - 2001 Husky Injection Molding Systems S.A., Large Tonnage Machines, Dudelange (Luxembourg), Herstellung von Spritzgießmaschinen für die Kunststoffverarbeitung, Mechanical Engineer in Entwicklung und Service, CAD-Support
  • 2001 - 2008 Fraunhofer Institut Werkzeugmaschinen und Umformtechnik Chemnitz/Dresden, Abteilung Adaptronik und Akustik, Gruppe Werkstoffe und Komponenten
  • seit 3/2009 Technische Universität Chemnitz, Professur für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik, verschiedene Tätigkeiten im Bereich Virtual Reality und Werkzeugmaschinen

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Heterogenität berücksichtigen und Wissen vertiefen. Die Methode des Inverted Classroom

Im Workshop wird die Methode des Inverted Classroom vorgestellt und deren Potential hinsichtlich der Möglichkeiten, die Heterogenität auf Seiten der Studierenden zu berücksichtigen und einen vertieften Wissenserwerb zu unterstützen, benannt. Es werden verschiedene Aspekte skizziert, die bei der Umsetzung der Methode bedacht werden sollten. Anschließend werden (je nach Teilnehmendenzahl) 1-3 Aspekte vertieft betrachtet.

Ziele:

  • Die Teilnehmenden können die Methode des Flipped (bzw. Inverted) Classroom erläutern
  • kennen die Potentiale der Methode hinsichtlich der Berücksichtigung der Heterogenität und der Wissensvertiefung
  • sind in der Lage, zu berücksichtigende Aspekte zu benennen

Dozentin: Claudia Albrecht

Kurzvita:

  • seit 07/2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Evangelischen Hochschule Dresden
  • seit 01/2015 Dozentin für das Hochschuldidaktische Zentrum Sachsen
  • 2011 - 06/2015 Mitarbeiterin am Medienzentrum der TU Dresden
  • 2012 - 2015 Master Bildung und Medien: eEducation an der FernUniversität in Hagen
  • 2009 - 2011 SHK am Medienzentrum der TU Dresden
  • 2007 - 2011 Bachelor-Studium der Bildungswissenschaft an der FernUniversität in Hagen mit einem Aufstiegsstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Berufsausbildungen als Kellnerin, Sekretärin und Fremdsprachenkorrespondentin

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