Carl-Georg-Weitzel-Preis

Seit 1993 vergibt der Förderkreis Hochschule Mittweida e. V. alljährlich den Carl-Georg-Weitzel Preis. Gefördert werden Absolventinnen und Absolventen aller Fakultäten der Hochschule Mittweida, die in einer abgeschlossenen wissenschaftlichen Graduierungsarbeit einen besonders innovativen, beispielgebenden, außergewöhnlichen sowie praxisbezogenen Beitrag entwickelten und das Alter von 30 Jahren noch nicht überschritten haben. Die eingereichte Arbeit darf durch keinen anderweitigen Preis prämiert worden sein. Anträge können in schriftlicher Form durch Hochschullehrende und wissenschaftliche Mitarbeiter/innen eingereicht werden.

Der „Carl-Georg-Weitzel-Preis“ besteht aus einem Preisgeld von 1.000 € und einer Urkunde sowie einer einjährigen kostenfreien Ehrenmitgliedschaft im Verein, welche nach Ablauf des Jahres in eine reguläre Mitgliedschaft umgewandelt werden kann. Um diese zu ermitteln, bestellt der Förderkreis Mittweida e. V. eine Jury, die die eingegangenen Anträge sichtet und daraus einen Kandidaten auswählt.

Satzung des Carl-Georg-Weitzel-Preises

Preisträger 2018

Eric Schröder ist einer der ersten Absolventen des 2015 eingeführten Studiengangs „Allgemeine und Digitale Forensik“. Für seine Bachelorarbeit „Konzeptionierung eines embedded Devices zur Aufzeichnung von Datenverkehr in Drahtlosnetzwerken“ wurde er heute mit dem Carl-Georg-Weitzel-Preis, benannt nach dem Gründer des Technicums, für herausragende wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet. Die Arbeit befasst sich dem Problem der Aufzeichnung des Datenverkehrs in Drahtlosnetzwerken. Eine solche Aufzeichnung kann die Polizei bei ihrer Ermittlungsarbeit nach richterlichem Beschluss durchführen und verwendete dabei bisher Richtantennen. Eric Schröder entwickelte in seiner Arbeit ein sehr kleines funktionstüchtiges Produkt, das als sogenanntes „WLAN-Throwie“ in der Nähe des mitzuschneidenden Netzwerkes verborgen wird, um dort den Datenverkehr aufzuzeichnen. Verschiedene Landespolizeien verwenden das Gerät inzwischen.

Eric Schröder, Preisträger des Carl-Georg-Weitzel-Preises, neben Förderkreisvorsitzenden Prof. Michael Hösel und Prof. Uwe Scheider, Dekan der Fakultät Angewandte Computer- und Biowissenschaften (v.l.)

2017

Traditioneller Teil der Immatrikulationsfeier ist die Vergabe des fakultätsübergreifenden Carl-Georg-Weitzel-Preises für herausragende Abschlussarbeiten. Den mit eintausend Euro dotierten Preis erhielt Yuliya Bachurka für ihre Masterarbeit „Conception and implementation of key performance indicators for knowledge management system at Atotech Deutschland GmbH“. Die Master-Absolventin widmete sich in ihrer Arbeit mit dem aufgrund der Digitalisierung von Unternehmensprozessen immer wichtiger werdenden Thema der Erfolgsanalyse und des Controlling von Knowledge-Management-Systemen. Die Jury traf ihre Entscheidung unter anderem, weil die Preisträgerin theoretisches Wissen, Forschung und wirtschaftliche Anwendungsmöglichkeiten in ihrer Arbeit hervorragend verknüpft.

Von links nach rechts: Prof. Dr. Michael Hösel, Vereinsvorstizender, Preisträgerin Yuliya Bachurka (Betriebswirtschaft, M.A.) und ihr Prüfer Prof. Dr. Serge Velesco

2016

Den mit insgesamt eintausend Euro dotierten Preis teilen sich 2016 Anne-Katrin Selbmann und Marcel Zäbe. 

Als eine der ersten Absolventinnen des Bachelorstudiengangs „Energie- und Umweltmanagement“ wurde Frau Selbmann geehrt für ihre Arbeit zum Einfluss der globalen Erwärmung auf arktische Permafrostböden als potentielle Treibhausgasquelle. Bei der Auswertung ihrer arktisweiten Studie unter dem Titel „A pan-arctic study about the meaning of winter respiration fort the annual carbon balance“ beschreibt die Mittweidaer Absolventin das bislang weitgehend unterschätzte Risiko, dass die arktischen Permafrostböden sich in Zukunft von CO2-Speichern zu CO2-Quellen entwickeln und damit die globale Erwärmung beschleunigen.

Maschinenbau-Absolvent Marcel Zäbe erhält den Preis für seine Masterarbeit „Prozessentwicklung und Werkzeugkonstruktion zur Herstellung kaltmassivgeformter Kugelbolzen ähnlich DIN 71803“. Hinter der Arbeit mit dem nüchternen Titel verbirgt sich nicht weniger als ein völlig neues Verfahren zur Herstellung von speziellen Metallteilen. Die bisher nur durch Umformen und eine zerspanende Nachbearbeitung in den geforderten Dimensionen herstellbaren Teile können nun durch das von Marcel Zäbe entwickelte Verfahren über ein Vorstauchen der Rohlinge mit einem von ihm konstruierten Umformwerkzeug in Serie gefertigt werden.

Von links nach rechts: Prof. Dietmar Hemmerling (Fak. Wirtschaftsingenieurwesen), Katrin Selbmann B. Eng., Professor Uwe Mahn (Dekan der Fak. Ingenieurwissensschaften), Thomas Voit (ESKA Automotive GmbH Chemnitz, betrieblicher Betreuer der Masterarbeit von Marcel Zäbe), Marcel Zäbe M. Eng., Professor Michael Hösel (Vorsitzender des Förderkreis Hochschule Mittweida e. V.)

2015

Dirk Linnemann (Preisträger 2015)

Im Rahmen der Feierlichen Immatrikulation wurde auch 2015 der Carl-Georg-Weitzel-Preis vergeben. In diesem Jahr wurde der Absolvent Dirk Linnemann für seine besonders innovative Masterarbeit mit dem Titel „Neugestaltung des Gesamtprozesses Härten von Kurbelwellen unter dem Gesichtspunkt der Energie- und Ressourceneffizienz“ ausgezeichnet. Der Vorsitzende des Förderkreis Hochschule Mittweida e. V. Prof. Michael Hösel lobte Linnemann für seine interdisziplinäre Herangehensweise, die normalerweise langjährige Berufserfahrung voraussetze.

Weitere Preisträger

Hier finden Sie eine Übersicht der weiteren Preisträger vor 2015.