Call for Papers

Thema 2017: eSports

Sportliche Höchstleistungen werden meistens mit hoher eigenmotorischer Aktivität in Verbindung gebracht. Doch seit Jahren entwickelt und professionalisiert sich eine neue Art von Athlet – der eSportler. Dieser ruft an der Maus und Tastatur Höchstleistungen ab und begeistert ein Millionenpublikum, von dem weitaus bekanntere Sportarten nur träumen können. Insgesamt 46 Millionen Zuschauer, davon 173.000 Menschen vor Ort, erlebten im Februar das größte europäische eSports-Event des Jahres mit, die „Intel Extreme Masters World Championship“ im polnischen Kattowitz. Dort kämpfte die Weltelite in der ausverkauften Spodek-Arena um die Weltmeister-Krone in den Spielen Counter Strike: Global Offensive, League of Legends und Starcraft 2. Preisgelder von bis zu 20 Millionen Dollar und ein rasch steigendes Marktvolumen von derzeit 892 Millionen US-Dollar bis hin zu prognostizierten 1,9 Milliarden Dollar im Jahr 2019 machen klar, dass eSports schon lange keine Randerscheinung mehr ist, sondern einer der größten Trends unserer Zeit. In Asien ist eSports bereits als Sport anerkannt und wird im Jahr 2022 erstmals als Disziplin bei den Asienspielen zu sehen sein. Im Gegensatz dazu hat dieser digitale Wettkampf bis heute noch keine Anerkennung als Sportart beim Deutschen Olympischen Sportbund.

Das Udo-Steinberg-Symposium 2017 soll ein wissenschaftliches und praxisbezogenes Forum für eine Diskussion über die aktuellen Herausforderungen und Potentiale des eSports bieten. Dabei eröffnen sich vielfältige Fragestellungen wie beispielsweise:

  • Ist eSports eine Sportart? Warum sollte es als Sportart anerkannt und gefördert werden?
  • Kann kompetitives Gaming als sportlicher Wettkampf bezeichnet werden?
  • Geht es bei der Anerkennung nur um den Einsatz motorischer Fähigkeiten oder zählen geistige und koordinative Höchstleistungen ebenfalls als sportlich?
  • Wo hat eSports seine Parallelen zu etablierten Sportarten und wo sind Reibungspunkte?
  • Welche Potentiale oder Risiken besitzt eSports für Sportvereine?
  • Wie kann eSports systematisiert werden?
  • Welche positiven oder negativen Folgen sind mit eSports verbunden?
  • Welches Suchtpotential besitzt eSports?
  • Welche Kompetenzen benötigen „Gaming Athletes“?
  • Was macht ein Computerspiel zur Wettkampfdisziplin?
  • Was macht eSports zum Mega-Event?
  • Welche pädagogische Relevanz besitzt eSports?
  • Hat eSports ein Dopingproblem?
  • Welches Potential hat eSports in den Medien?

Es können wissenschaftliche und praxisorientierte Vorschläge für ein Referat oder Poster als Abstract eingereicht werden. Ihr Abstract sollte nicht mehr als 1000 Wörter umfassen. Hinweise zur Erstellung des Abstracts erhalten Sie in unserem Leitfaden auf der Webseite. Eine Einreichung der Beiträge ist in Deutsch und in Englisch möglich.

Bitte schicken Sie Ihr Abstract als Word- oder pdf-Dokument bis 25.07.2017 an die E-Mail-Adresse symposium@hs-mittweida.de. Über die Annahme der Beitragsvorschläge werden wir Sie bis 17.08.2017 informieren. Bei erfolgreicher Annahme Ihres Beitrags präsentieren Sie Ihr Thema als Vortrag oder Poster in deutscher oder englischer Sprache zum Udo-Steinberg-Symposium am 24.10.2017.

Die angenommenen Beiträge werden in Form von Artikeln (10-15 Seiten) in einem Tagungsband in unserer Reihe Angewandte Forschung im Sport beim Springer VS Verlag veröffentlicht.

Über die Einreichung Ihrer Beiträge freuen wir uns!

Mit freundlichen Grüßen,

Organisationskomitee

Prof. André Schneider +49(0)3727 58 1102

Dr. rer. pol. Julia Köhler +49(0)3727 58 1203

Dr. rer. nat. Frank Schumann +49(0)3727 58 1086

Jun.-Prof. Dr. Thomas Borchert +49(0)3419 73 1622