Aktuelles

SEM gibt Handreichung zur barrierefreien digitalen Lehre an der Hochschule Mittweida heraus

Die aktuelle außergewöhnliche Situation der „Corona-Krise“ und der Verzicht auf Präsenzveranstaltungen sowie die Etablierung von Online-Formaten in der Lehre beschleunigt die Digitalisierung. Digitale Lehre hat das Potential, Lehre und Studium zu flexibilisieren und orts- sowie zeitunabhängiger zu machen – davon können Studierende mit Beeinträchtigungen und chronischen Erkrankungen profitieren. Umso wichtiger ist es, dass alle Lehr-Lernmaterialien sowie Informationen, die das Studium und die damit verbundenen Verwaltungsvorgänge betreffen, barrierefrei gemäß den entsprechenden Informationstechnik-Verordnungen der Länder gestaltet sind. 

Inklusion ist in der Praxis trotz rechtlicher Fundierung kein Prozess, der sich verordnen lässt. Er muss mitgetragen werden. Mit der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) hat sich Deutschland zur Umsetzung eines inklusiven Bildungssystems auf allen Ebenen verpflichtet (UN 2006/2008, Art. 24). Diese Verpflichtung hat maßgebliche Konsequenzen für die Lehre, ob Präsenz oder in digitalen Lehr-Lernsettings. Die Umsetzung inklusiver Bildung und Lehre stellt Lehrende vor komplexe Herausforderungen und ist vermutlich mit Stolpersteinen und Hindernissen verbunden.  

Durch die SEM-Projektmitarbeiterin Karola Köpferl wurde daher eine Handreichung mit Empfehlungen zur barrierefreien digitalen Lehre an der Hochschule Mittweida verfasst. Für die praktische Umsetzung in den am meisten genutzten Programmen stehen auf der Campus Mundus Internetseite nun Erklärungen und Anleitungen zur Verfügung. Dabei wird auch dem bisherigen Fehlen an Informationen zur barrierefreien Gestaltung von LaTeX Dokumenten beigekommen. 

Die gesamte Handreichung kann hier abgerufen werden. 

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"Design Thinking" - Workshop für das SEM-Projektteam

Am 16.11.2020 wurde durch Herrn Dr. Mario Geißler von der Q-HUB GmbH für das SEM-Team ein digitaler Workshop zur Methode "Design Thinking" angeboten. Die einzelnen Iterationsschritte des "Design Thinking" - Prozesses wurden anhand der Fragestellung „Wie sollte akademische Personalentwicklung gestaltet sein?“ durchlaufen. Durch die unterschiedlichen Perspektiven des Projektteams entwickelten sich unter Moderation von Herrn Dr. Geißler produktive Diskussionen. Daraus ergaben sich neue Erkenntnisse für Möglichkeiten zur Gestaltung von wissenschaftlichen Karrierewegen hin zur HAW-Professur an der Hochschule Mittweida. 

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Toolbox – 10 Ideen zur aktivierenden Lehre

Wissensmanagement spielt im Projekt SEM eine tragende Rolle. Wissen – Erfahrungen und Vorgehensweisen – insbesondere zu neuen Lehr-/ Lerntypologien wird systematisch erfasst, dokumentiert und für die Gesamtheit der Lehrenden verfügbar gemacht. Um diesen Transfer nachhaltig zu verstetigen, wurde vom SEM-Team mit Unterstützung einer externen Grafikerin eine Toolbox, bestehend aus 10 Methodenkarten zur Unterstützung aktivierender Lehre entwickelt. Diese Methodenkarten im handlichen A6-Format werden seit Mitte Oktober ausgegeben und sind als Anregungen für die Lehre gedacht sind. Diese wurden um ausführliche Anleitungen ergänzt. Beides ist online über www.hs-mittweida.de/toolbox verfügbar.

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Erfolgreicher Abschluss der Promotion des AkA Lasertechnik

Der Akademische Assistent „Lasertechnik“ im BMBF-Projekt SEM, Herr Andy Engel, hat sein kooperatives Promotionsverfahren zum Doktor-Ingenieur für das Fachgebiet Werkstoffwissenschaft – Werkstofftechnik an der TU Bergakademie Freiberg mit dem Gesamtprädikat magna cum laude erfolgreich abgeschlossen. Am 29.06.2020 verteidigte er seine Dissertation mit dem Thema „Laserstrukturierung von Mikroprägewerkzeugen und Abformung beugungsoptisch wirksamer Gitterstrukturen“. Im Rahmen seiner Arbeit beschäftigte sich Dr.-Ing. Andy Engel mit Untersuchungen zur Laserstrukturierung von Prägewerkzeugen sowie mit der Abformung der erzeugten Strukturen in verschiedene Folien und Werkstoffverbunde. Genauere Informationen zur fachlichen Schwerpunktsetzung der Dissertationsschrift finden Sie hier

Die Promotion wurde hochschulseitig von Prof. Dr. rer. nat. Steffen Weißmantel betreut, der Herrn Dr.-Ing. Engel auch als Mentor im Projekt SEM fachlich unterstützt.

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Innovative Lehre in SEM wird durch Podcast des Hochschuldidaktischen Zentrums Sachsen (HDS) gewürdigt

Im Rahmen des Podcasts "Trafohaus Lehre" sprachen die SEM-Projektmitarbeiterin Karola Köpferl und Katrin Naumann (wiss. Mitarbeiterin im Prorektorat Bildung) am 26.05.2020 mit der Leiterin des Hochschuldidaktischen Zentrums Sachsen Dr. Claudia Bade über ihre Erfahrungen im Rahmen der digitalen Blockveranstaltung "Gründen in der Sozialen Arbeit".

Frau Claudia Bade interessierte sich für die Motive des Angebots dieses Seminars. Frau Köpferl machte deutlich, dass sich die Studierenden durch ihr Studium an der HSMW für Leitungsstellen qualifizieren. Dafür sind auch unternehmerische Kompetenzen, wie Kreativität, das Meistern komplexer und unsicherer Situationen sowie der Umgang mit dem eigenen Scheitern wichtige Voraussetzungen.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Gesprächs waren die Herausforderungen und Vorteile eines solchen digitalen Angebots im Vergleich zur Präsenzlehre.

Deutlich wurde dabei vor allen, dass einzelne Einheiten in kurze Zeitabschnitte unterteilt werden müssen, da die Aufmerksamkeitsspanne im digitalen Raum geringer als in der Präsenz vor Ort ist. Auch das kollaborative Arbeiten stellte eine Herausforderung dar, ließ sich aber mit Hilfe von Etherpad und Padlet gut umsetzen. 

Unterstützung bei der Konzeption der digitalen Blockveranstaltung fanden Frau Köpferl und Frau Naumann bei Susan Lippmann, welche als Ansprechpartnerin im Rahmen der Hochschuldidaktik an der HSMW tätig ist.

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Mehr als bunte Bilder: Hochschuldidaktische Professionalisierung im Projekt SEM

 

Claudia Hösel, Akademische Assistentin „Schlüsselkompetenzen“, erlangte durch ihr kontinuierliches hochschuldidaktisches Engagement Mitte Mai das Sächsische Hochschuldidaktik-Zertifikat plus. Damit haben bereits drei SEM-Teammitglieder das erweiterte Zertifikatsprogramm des Hochschuldidaktischen Zentrums Sachsen (HDS) erfolgreich abgeschlossen.

 

Das erweiterte Zertifikatsprogramm baut auf dem neuen Sächsischen Hochschuldidaktik-Zertifikat auf und zielt darauf, den Professionalisierungsgrad der Lehrtätigkeit durch den hochschuldidaktischen Austausch, die kontinuierliche Weiterbildung sowie Aktivitäten der Beforschung von Lehre zu erhöhen.

 

Mit der Teilnahme am erweiterten Zertifikatsprogramm verfolgte Claudia Hösel, die bereits 2018 das HDS-Zertifikat erlangte, das Ziel, einer weiteren Professionalisierung ihrer akademischen Lehrtätigkeit.

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Weiteres Sächsisches Hochschuldidaktik-Zertifikat für SEM

Mit Karola Köpferl hat ein weiteres Mitglied des SEM-Projektteams die hochschuldidaktische Ausbildung am Hochschuldidaktischen Zentrum Sachsen (HDS) Ende April erfolgreich abgeschlossen.

Karola Köpferl absolvierte zielstrebig innerhalb von nur 17 Monaten das Sächsische Hochschuldidaktik-Zertifikatsprogramm. In ihrem Modul 3-Projekt „Soziale Arbeit unternehmen. Konzipierung eines viertägigen Workshops zur Sensibilisierung für das Thema Gründen“ setzte sie sich mit zwei eher exotischen Themen auseinander. Zum einen mit der Beforschung der vielseitigen und zunehmenden Gründungsaktivitäten in der Sozialen Arbeit. Zum anderen mit didaktischen Fragestellungen zur Entrepreneurship Education, bei denen es darum geht, neue Wege des Lernens und Lehrens zu beschreiten, um zu unternehmerischem Denken und Handeln zu befähigen.

In besonderem Maße begeistert sich Karola Köpferl für die Didaktik des Social Entrepreneurship. Dem Ansatz, gesellschaftliche Herausforderungen mit unternehmerischen Lösungen zu bewältigen. Dazu wird sie weiterhin Lehrveranstaltungen und neue didaktische Formate anbieten.

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Auftakt der virtuellen Peer Group Sessions im Projekt SEM

Am 25.05.2020 stellte Dr. Jens Schulz in einer virtuellen Peer Group Session das Konzept der Future Skills im akademischen Kontext vor. Dabei spannte er den Bogen von gesamtgesellschaftlichen Megatrends über die Notwendigkeit des Lebenslangen Lernens bis hin zur praxisorientierten Kompetenzvermittlung in der Lehre. Vor dem Hintergrund der weitreichenden Digitalisierung und der damit verbundenen Disruption des Arbeitsmarktes in den kommenden Jahrzehnten bedarf es demnach einer systemischen Reflexion der eigenen Lehrinhalte, um Studierende auf ein dynamisches Arbeitsumfeld vorzubereiten. Das SEM-Team empfand diesen Auftakt der Peer Group Sessions als sehr bereichernd und beteiligte sich an diesem Perspektivwechsel mit großem Interesse.

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SEM digital: Erster LiT.Plus Shortcut

„Nanu… Mein Laptop hat eine Kamera?! – Videos in der Hochschullehre: Schnell, einfach, effizient und trotzdem gut“

Unter diesem Thema fand am 02.04.2020 der erste digitale LiT.Plus Shortcut an der Hochschule Mittweida statt. Geleitet wurde er von Lars Ehrt, AkA "Gründungs- und Qualitätsmanagement in Blended-Learning-Formaten“ im Projekt SEM und Christian Ulbrich, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen. Sie boten im Rahmen des digitalen Workshops einen Einblick in ihre bisherigen Erfahrungen beim Einsatz von Videos in der Hochschullehre.

Über 70 Teilnehmende aus Sachsen, Bayern und sogar dem benachbarten Ausland konnten im ersten Teil des LiT.Plus Shortcuts Anwendungsszenarien von Videos in die eigene Lehrtätigkeit übertragen. Sie lernten Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Videos einzuschätzen und wurden angeregt, Rahmenfaktoren, wie technische Erfordernisse, Kosten, Ressourcen und Mediendidaktik vor diesem Hintergrund einzuordnen.

Im zweiten Teil des Shortcuts stand der Austausch untereinander im Vordergrund. Dieser sollte die Teilnehmenden ermutigen, Videos in die eigene Lehre einzubinden. Dazu kamen Interessierte in vier thematisch aufgeteilten Panels zusammen. Zu den Themenschwerpunkten Mediendidaktik, Technikwerkstatt, iSpring und didaktische Besonderheiten bei Videos wurde angeregt diskutiert. Es konnten dabei Fragen geklärt, Probleme abgemildert und spezifische Anwendungsszenarien durchdacht werden.  

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SEM lehrt Online

Das Sommersemester 2020 ist ein Onlinesemester an der HSMW. Die AkAs und die Leitung des Projekts SEM sind auf vielfältige Art und Weise in den Digitalisierungsvorstoß der HSMW in der Lehre, d.h. die Umstellung des Lehrbetriebes von Präsenz- auf Onlineveranstaltungen eingebunden. Zum einen wird die E-Learning-Kompetenz und hochschuldidaktische Weiterbildung des Projektteams genutzt, um eigene Lehrveranstaltungen Online anzubieten, zum anderen werden Kolleginnen und Kollegen der HSMW dabei unterstützt.

Die eigenen Lehrveranstaltungen der AkA dienen als erstes Erprobungsfeld für die neuen digitalen Lehr- und Lernformen bevor die Erfahrungen an den Kollegenkreis, beispielsweise in Webinaren und Schulungen weitergegeben wird. Die AkAs wirken hierbei über ihre eigenen Fachbereiche hinaus als Multiplikatoren der Umstellung der analogen Lehre in vielfältige digitale Formate. Es werden u.a. Durchführungskonzepte für Vorlesungen, Seminare oder Tutorien sowie für summative und formative Prüfungen entwickelt und implementiert. Dies schließt technische und didaktische Elemente ein, wobei der Schwerpunkt stets auf deren sinnvoller Verknüpfung liegt.