Aktuelles

2018

Weiterbildungen zum Einsatz digitaler Methoden in der Lehre erfolgreich abgeschlossen

Dr. Angela Freche und Christian Roschke präsentieren ihre Zertifikate.

Mit Christian Roschke und Dr. Angela Freche absolvierten gleich zwei SEM-Mitarbeitende den Zertifikatskurs E-Teaching des Medienzentrums der TU Dresden. Beide erhielten im August 2018 das begehrte Zertifikat, welches die erfolgreiche Teilnahme an den drei Modulen: „E-Teaching-Grundlagen“, „E-Teaching in der Hochschullehre“ und „E-Teaching im Praxis-Transfer“ bescheinigt.

Christian Roschke, Akademischer Assistent „Digitale Kommunikation“ schloss seine Weiterbildung durch die Umsetzung seines Praxiskonzepts zum Thema „Optimierung des Betreuungsprozesses von Abschlussarbeiten mittels digitaler Hilfsmittel“ ab. Die Weiterbildung war für ihn aus zweierlei Gründen wertvoll. Erstens aufgrund des Erlebnisses, digital gestützte Lehr-und Lernszenarien aus zwei Perspektiven erfahren zu können und zweitens aufgrund der im Kursverlauf erfolgten Vermittlung von konkreten Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien in die eigenen Lehrveranstaltungen.

Die Projektmanagerin Dr. Angela Freche setze ihr neues Wissen im Seminar „Inklusion als Aufgabe aller gesellschaftlicher Ebenen“ des Sommersemesters 2018 an der Fakultät Soziale Arbeit ein. Sie freute sich über die sehr positive Resonanz der Studierenden hinsichtlich des Einsatzes digitaler Lehr- und Lernmethoden. Im Zertifikatskurs wurde eine Vielzahl an digitalen Werkzeugen und Einsatzszenarien vermittelt, die sich gerade auch für berufsbegleitende Studierenden eignen.

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Claudia Hösel, Christian Roschke und Christina Hesse (v.l.) präsentierten das im Projekt SEM entstandene Arbeitspapier.

Die Akademischen Assistent_innen „Schlüsselkompetenzen“, „Digitale Kommunikation“ und „Energiewirtschaft“ präsentierten im Rahmen der FACTS-Veranstaltungsreihe am 4. Juli 2018 unter dem Motto „Unterstützung studentischer Tutor_innen“  das im Projekt SEM entstandene Arbeitspapier zur Planung und Durchführung von Tutorien an der Hochschule Mittweida. Die Handreichung verfolgt das Ziel, die Tutor_innen, die in der Lehre und Beratung an der HSM eingesetzt sind, jedoch keine didaktischen Vorkenntnisse haben, in ihrer Tätigkeit zu unterstützen. Sie bietet praxisorientierte Tipps nach neusten hochschuldidaktischen Standards für die Vorbereitungs-, Durchführungs- und Nachberatungsphase.

Das SEM-Team nutzte die Gelegenheit, um im Anschluss an den Vortrag mit den Anwesenden Hochschullehrer_innen, Verwaltungsmitarbeiter_innen und Studierenden über Chancen und Herausforderungen des Einsatzes von Tutor_innen sowie Möglichkeiten der didaktischen Qualifizierung und Begleitung von Tutor_innen zu diskutieren. Die Diskussionsergebnisse werden in die Weiterentwicklung der Handreichung einfließen.

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SEM gestaltet das Programm der Siegerehrung des Sächsischen Informatikwettbewerbs 2018 mit

Christian Roschke bei der Wissensvermittlung

Am 23. Juni 2018 fand an der Hochschule Mittweida die Auszeichnungsveranstaltung für die Siegerinnen und Sieger des Sächsischen Informatikwettbewerbes statt. Dieser Wettbewerb richtet sich an alle Schüler_innen von allgemein- und berufsbildenden Schulen und soll deren Interesse an der Informatik wecken.

Auf der Agenda stand neben diversen Vorträgen und Workshops, wie "SVG-Grafik: Bilder und Animationen für das Web", "Brille auf!", "Modern Sherlock - digitale Ansätze in der Forensik" oder "Block – Block – Blockchain!", auch der Workshop "Heizung an!", den der Akademische Assistent "Digitale Kommunikation" Christian Roschke gemeinsam mit Rico Thomanek (ebenfalls Hochschule Mittweida) veranstaltete. Ziel dabei war es, Grundlagen des „Internet of Things“ zu vermitteln und eine einfache Haussteuerung zu realisieren. Dabei wurde gemeinsam mit den teilnehmenden Schüler_innen der 9. und 10. Klasse ein Webservice zur Steuerung von SmartHome-Komponenten auf Basis eines Raspberry Pi entwickelt. Die Schüler_innen konnten nach der Teilnahme selbstständig ein System implementieren, um Funksteckdosen mittels klassischer Webtechnologien zu steuern.

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Grenzen überwinden: sportlich, menschlich, wissenschaftlich. SEM beim 2. Mittelsächsischen Integrationsfestival in Hainichen

"Gute Nachbarschaft": Prominent besetzte Gesprächsrunde zum Thema, darunter Dr. Ramona Kusche von der Hochschule Mittweida (Mitte) (Foto: Angela Freche)

Grenzen zwischen Menschen überwinden: Beim 2. Mittelsächsischen Integrationsfestival in Hainichen gab es am 23. Juni Gelegenheit zu zeigen und zu sehen, wie das geht.
Die Hochschule Mittweida wirkte mehrfach bei der ganztägigen Veranstaltung mit - inklusive gutem Start am Vormittag, als beim Spendenlauf das fünfköpfige Studententeam aus Mittweida den Siegerpokal holte.

Dr. Ramona Kusche, Leiterin des Prorektorats für Hochschulentwicklung, berichtete während der am Abend stattfindenden Podiumsdiskussion mit zahlreichen Beispielen von der im Alltag gelebten Weltoffenheit an der Hochschule Mittweida, darunter die Aktivitäten des „Cosmopolitan Club“, in dem internationale und deutsche Studierende und Lehrende sich begegnen. Beeindruckt zeigte sich der Moderator der Podiumsdiskussion Marc Huster auch vom großen Einsatz der Studierenden und Beschäftigten der Hochschule während des Flüchtlingsansturms im Jahr 2015. Die Hochschulsporthalle wurde damals zur Notunterkunft für bis zu 140 Flüchtlinge, und die Angehörigen der Hochschule engagierten sich gemeinsam mit Bürgern der Hochschulstadt in der Betreuung und Versorgung der Menschen.

Inklusion: Poster-Ausstellung von Studierenden der Sozialen Arbeit

Sprichwörtlich eingerahmt wurde die Podiumsdiskussion durch eine Poster-Ausstellung zum Themenschwerpunkt Inklusion. Studierende im berufsbegleitenden Studiengang Soziale Arbeit an der Hochschule Mittweida präsentierten die in einer Lehrveranstaltung unter Leitung von Dr. Angela Freche (Wissenschaftliche Projektmanagerin im BMBF-Projekt SEM) entstandenen Themenposter zu verschiedenen Aspekten der Inklusion: „Inklusion durch Sport in stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe“, „Gleichberechtigte Teilnahme von Kindern an Freizeitaktivitäten“ und „Ungenutzte Räume, Inklusion durch Netzwerkarbeit stärken“.

Dr. Ramona Kusche sagte im Anschluss an das 2. Integrationsfestival: „Die Hochschule Mittweida verknüpft seit jeher Lehre und Forschung anwendungsnah mit der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft. Inzwischen ist dieses Wirken nach außen als sogenannte „Dritte Mission“ unser ausdrücklicher Auftrag, dem wir natürlich nachkommen. Eine Veranstaltung wie das 2. Mittelsächsische Integrationsfestival ist ein sehr gutes Beispiel gelungener Kooperation mit regionalen Partnern außerhalb der Hochschule.“

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Nachwuchsentwicklung im Projekt SEM – Ein Vortrag und drei Poster auf der 19. Nachwuchswissenschaftlerkonferenz an der Hochschule Anhalt

Poster zum Thema "Entwicklung eines Systems zur Erstellung annotierter Trainingssets bezüglich der Umlauffähigkeitsbewertung von Banknoten"
Dr. Angela Freche nutzte den Posterflash, um den Anwesenden die wichtigsten Zusammenhänge darzustellen und zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den Inhalten während der anschließenden Diskussion einzuladen.

Das Projekt SEM wurde durch den Akademischen Assistent „Digitale Kommunikation", Christian Roschke, und die Projektmanagerin Dr. Angela Freche auf der 19. Nachwuchswissenschaftlerkonferenz am 05./06.06.2018 in Köthen vertreten.

Christian Roschke präsentierte seine aktuelle Forschung im Team, bestehend aus Tony Rolletschke und Rico Thomanek (beide Hochschule Mittweida) in Form eines Vortrags und zweier Poster.

Der Vortrag mit dem Titel „Entwicklung eines holistischen Systems zur Erfassung und Klassifizierung von Aktivitätsdaten mittels CNNs" stand im Kontext des mobilen Aktivitäts-Monitorings mit Hilfe weit verbreiteterTechnologien. Dazu zählen unter anderem Sensoren aus Smartphones und Wearables. Verfahren aus diesem Fachgebiet werden beispielsweise in den Bereichen Gesundheitsüberwachung und Fitness-Spiele eingesetzt. 

Das Poster mit dem Titel „Bestimmung der Güte trainierter neuronaler Netze mittels eines generischen Annotationssystems" beschrieb ein entwickeltes generisches Annotationssystem, welches bereits beim internationalen TRECVid (Text Retrieval Evaluation Campaign for Video) Wettbewerb am National Institute of Standards and Technology  (Maryland, USA) eingesetzt wurde.

Der Kontext des Posterbeitrags "Entwicklung eines Systems zur Erstellung annotierter Trainingssets bezüglich der Umlauffähigkeitsbewertung von Banknoten" konzentrierte sich auf eben jene Systementwicklung für die Schweizer Firma CI Tech Components AG. Klassische Geldscheine unterliegen ständigem Verschleiß (Verschmutzung, Risse, etc.) und erfordern daher regelmäßigen Austausch. Aus kosteneffizienter Sicht sollen aber nur die Banknoten ausgetauscht werden, welche nicht mehr den Kriterien der Umlauffähigkeit entsprechen. Das entwickelte System ermöglicht die Erfassung von Gütekriterien je Währungsraum und darauf basierend die automatisierte Bewertung der Güte von Geldscheinen.

Dr. Angela Freche war im Forschungsbereich Soziales mit dem Poster „Digitale Inklusion als Reaktion auf politische und gesellschaftliche Spaltungstendenzen“ vertreten. Dieses wurde gemeinsam mit der ehemaligen wissenschaftlichen Hilfskraft Jenny Gärtke-Braun erarbeitet. Der Posterbeitrag befasste sich mit Digitaler Inklusion als geeignete Strategie, um digitaler Manipulation durch populistische, politische Akteure entgegenzutreten und so gesellschaftlichen Spaltungstendenzen Einhalt zu gebieten. Digitale Inklusion deckt beide Facetten ab: Inklusion mit Hilfe digitaler Medien sowie Inklusion in eine digitale Gesellschaft. Die Vermittlung digitaler Kompetenz ist dabei von entscheidender Bedeutung. Sie muss ein Verständnis von Informationen und Daten, Kommunikation und Zusammenarbeit vermitteln und somit über die reine Befähigung zum Umgang mit Soft- und Hardware hinausgehen

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Fokus Forschung: Poster zur NWK19: Digitale Inklusion als Reaktion auf politische und gesellschaftliche Spaltungstendenzen

NWK19-Teilnehmerinnen: Jenny Gärtke-Braun und Dr. Angela Freche (v.l.)

Das Phänomen der digitalen Spaltung (Digital Divide) rückt gegenwärtig in zunehmendem Maß in den Fokus der Forschung. In einer hoch technologisierten und digitalisierten Welt kann man den ungleichen Zugang verschiedener Bevölkerungsgruppen zu Informations- und Kommunikationstechnologien nicht ignorieren. Besonders dann nicht, wenn man die aktuelle politische Lage im Blick behält.

Der eingeschränkte Zugang zur digitalen Welt kann in der unzureichend ausgebauten Infrastruktur begründet sein. Oftmals ist er aber auch ein Spiegel der ökonomischen Voraussetzungen. Die Digital-Divide-Forschung untersucht diese, sich selbst reproduzierenden, sozialen Ungleichheiten im Internet [1]. Denn, auch wenn im Jahr 2017 schon gut 87 % der deutschen Bevölkerung ab dem 11. Lebensjahr Zugang zum Internet hatten [2], entscheidet weiterhin der sozioökonomische Hintergrund darüber, wer das Netz wie nutzt. Es ist empirisch unterlegt, dass jene, die sich bereits in einer privilegierten gesellschaftlichen Position befinden, in höherem Ausmaß von der Verfügbarkeit des neuen Mediums profitieren [1].

Soziale Ungleichheiten beeinflussen maßgeblich die Stimmung innerhalb der Bevölkerung [3]. Dort, wo gefühlte und tatsächliche Ungerechtigkeit zunimmt, wächst auch Unruhe. Diese Unruhe wird von populistischen, politischen Akteuren befeuert, verstärkt und gezielt manipuliert. Diese „neuen Akteure“ sind dabei äußerst geschickt im Umgang mit digitaler Manipulation, vor allem über Social Media Plattformen. Unzufriedenheit und Radikalisierungsbereitschaft wachsen, politische Extreme gewinnen an Zuspruch. Somit verstärkt die im Internet reproduzierte Ungleichheit die gesellschaftliche Spaltung.

 

Es stellt sich die Frage, wie diesen Entwicklungen entgegengewirkt werden kann?

Der Beitrag von Dr. Angela Freche und Jenny Gärtke-Braun auf der 19. Nachwuchswissenschaftlerkonferenz befasst sich mit der Digitalen Inklusion als geeignete Strategie, um auf die genannten Entwicklungen zu reagieren. Digitale Inklusion fordert den barrierefreien Zugang für alle Menschen einer Gesellschaft. Hierbei werden beide Facetten abgedeckt: Inklusion mit Hilfe digitaler Medien sowie Inklusion in eine digitale Gesellschaft.

Dafür ist es unabdingbar, dass das Verständnis von „Medienkompetenz“, insbesondere im Bildungssektor, einen Wandel erfährt. Medienkompetenz ist längst nicht mehr die reine Bedienung von Technik und Software, sondern das Erkennen von manipulierenden Mechanismen. Sie muss sich also zu dem entwickeln, was unter digitaler Kompetenz verstanden wird. Ein Verständnis von Informationen und Daten, Kommunikation und Zusammenarbeit. Dazu gehören ebenfalls Kenntnisse über die Sicherheit der Geräte und personenbezogener Daten, sowie Möglichkeiten des Umgangs mit digitalen Technologien und beim Erstellen digitaler Inhalte [4].

Ausblick in die Forschung:

Bei der Frage nach Auswirkungen von digitalen Manipulationsmethoden handelt es sich um ein sehr junges Forschungsfeld, in welchem man erst am Anfang der Untersuchungen steht. Eine umfassende empirische Datenerhebung ist notwendig, um gesicherte Erkenntnisse zu erlangen. „Es gehe darum, ein eigenes Ökosystem mit einem komplexen Wechselspiel maschineller und menschengemachter Tweets zu verstehen.“ [5] Eine konkrete Beeinflussung der politischen Willensbildung ist schwer nachweisbar und Folgen für die Politik entsprechend schwer einschätzbar. Der Einfluss von digitalen Manipulationsmethoden auf die politische Willensbildung ist unter Experten umstritten. Im aktuellen Diskurs jedoch nicht bestritten, ist, dass sie vorhandene Tendenzen zumindest verstärken [5].

Bisher fehlen Erfahrungswerte über die tatsächlichen Auswirkungen des Umgangs mit Neuen Medien für Kinder und Jugendliche. Künftige Generationen werden jedoch immer mehr von Überschneidung der digitalen und analogen Lebenswelt geprägt sein. Deshalb muss ein Bewusstsein für die Komplexität von Informations- und Kommunikationstechnologien, dessen Interaktionen und Folgen für das analoge, gesellschaftliche Leben geschaffen werden. Ebenso kann ein Blick, weg vom Defizitären, hin zum Chancenreichtum helfen. Würde die Gesellschaft mehr über die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung sprechen, dann wäre die Perspektive gegeben, auch Digitale Inklusion zu ermöglichen.

Dr. Angela Freche studierte Europastudien mit wirtschaftswissenschaftlicher Ausrichtung an der TU Chemnitz (B.A.) und Volkswirtschaftslehre an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (M.Sc.). Nach ihrem Studium war sie für mehrere Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten der TU Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg tätig. 2010 folgte der Wechsel an die Hochschule Mittweida. Sie koordinierte zeitgleich die ESF-Projekte MENTOSA Mentoring-Netzwerk Sachsen und Career Service an der Hochschule Mittweida bevor sie 2012 ihre derzeitige Position, das Management des BMBF-Projekts SEM (Realisierung neuer Lehr- und Lernformen durch Stärkung und Erweiterung des akademischen Mittelbaus) übernahm. Ihre Promotion schloss Frau Freche 2015 im Fachbereich Soziologie an der TU Chemnitz erfolgreich ab. Seit dem Sommersemester 2017 hält sie Lehrveranstaltungen zum Themenschwerpunkt “Inklusion” an der Fakultät Soziale Arbeit.

Jenny Gärtke-Braun ist Studierende an der Hochschule Mittweida und schließt voraussichtlich im Sommersemester 2018 ihr Masterstudium der Sozialen Arbeit ab. Sie erlernte nach dem Realschulabschluss den Beruf der staatlich geprüften Kinderpflegerin. Im Anschluss studierte sie Soziale Arbeit (B.A.) an der Hochschule Mittweida. Berufserfahrung sammelte sie als Leiterin eines offenen Kinder- und Jugendtreffs, der Kinder- und Jugendarbeit allgemein, ehrenamtlich in der Sexualpädagogik und in wissenschaftlichen Projekten. Als wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt SEM unter Frau Dr. Freche, leistete sie Zu- und Eigenarbeit in den Bereichen Inklusion und Diversity. Der eingereichte Beitrag reiht sich thematisch in die Forschung zu ihrer kürzlich eingereichten Masterthesis zum Thema „Das politische Kapital der Angst. Digitale Manipulationsmethoden sowie Möglichkeiten der Prävention“ ein.

 

Quellenverzeichnis

[1] Zillien, Nicole: Digitale Spaltung – Reproduktion sozialer Ungleichheit im Internet. 14.11.2013. In: Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Dialog. Die Netzdebatte. Risikogesellschaft. https://www.bpb.de/dialog/netzdebatte/171701/digitale-spaltung-reproduktion-sozialer- ungleichheiten-im-internet, verfügbar am 07.02.2018

[2] Statistisches Bundesamt (Hrsg.): D-Statis. IT-Nutzung. Private Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien. Computer- und Internetnutzung im ersten Quartal des jeweiligen Jahres von Personen ab 10 Jahren. https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/EinkommenKonsumLebensbedingungen/ITNutzung/Tabellen/ZeitvergleichComputernut zung_IKT.html, verfügbar am 07.02.2018

[3] Bude, Heinz; Eder, Andreas; Schreiber, Justina: Radiobeitrag und Interview. In: ARD-Mediathek. Radio. Bayern 2. Titel:  Die Macht von Stimmungen - Wenn Enttäuschung und Überdruss regieren.

[4] DigComp – Digital Competence Framework for citizens (Hrsg.): Knowledge. Overview. https://ec.europa.eu/jrc/en/working-with-us, verfügbar am 08.05.2018

[5] Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Gesellschaft / Medien & Sport / Krieg in den Medien / Kriegspropaganda / Was ist Propaganda? Was ist Propaganda? Nur wer Propaganda als solche erkennt, kann sich dagegen wehren. 01.10.2011. www.bpb.de/gesellschaft/medien-und-sport/krieg-in-den-medien/130697/was-ist-propaganda, verfügbar am 24.03.2018

Text und Grafiken: Dr. Angela Freche, Jenny Gärtke-Braun
Foto: Helmut Hammer

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Internationaler Wissenstransfer – Workshop zu innovativen E-Learning-Konzepten im Projekt SEM

Claudia Hösel und Christina Hesse mit Teilnehmer_innen ihres Workshops

Vom 12.02. bis 16.02.2018 besuchte eine Delegation der Niccolo Cusano-Universität (Italien) die Hochschule Mittweida. Ziel war es, die im vergangenen Jahr im Rahmen des EU-Programms „ERASMUS+“ geschlossene Kooperation zu vertiefen und Anknüpfungspunkte für die weitere Zusammenarbeit zu eruieren. Zudem stand der internationale Erfahrungsaustausch bezüglich innovativer E-Learning-Konzepte im Fokus. Christina Hesse (Akademische Assistentin „Energiewirtschaft“) und Claudia Hösel (Akademische Assistentin „Schlüsselkompetenzen“) nutzten die Gelegenheit, um der italienischen Delegation das Projekt SEM vorzustellen. In einem Workshop stellten sie überdies die in SEM entwickelten innovativen hochschuldidaktischen Konzepte und Lehrentwicklungen im Bereich E-Learning sowie Blended-Learning vor. Anschließend wurden die Möglichkeiten und Grenzen dieser Formate mit Vertretern der Partnerhochschule diskutiert.

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Internationalisierung bei SEM - Workshops mit Studierenden der Jiangsu University

Christian Roschke mit Studierenden der Jiangsu University

Der Akademische Assistent „Digitale Kommunikation“, Christian Roschke, wirkte im Rahmen des von Prof. Dr.-Ing. Alexander Lampe organisierten Weiterbildungskurses im Bereich der Elektrotechnik als Dozierender mit. Im Zeitraum vom 22.01.2018 bis 09.02.2018 konnten Studierende der Jiangsu University (Zhenjiang, China) drei Wochen lang mehrere Workshops unter dem Schwerpunkt „Automatisierungstechnik" besuchen und ihre Kenntnisse und Kompetenzen vertiefen. Fünf der 16 Workshops wurden von Christian Roschke geleitet. Er zeigte gemeinsam mit Rico Thomanek (ebenfalls Hochschule Mittweida) den Studierenden in den Workshops „Grundlagen der Kommunikation für Smarte Systeme“ sowie „Praktische Beispiele der Kommunikation für Smarte Systeme“, welche Technologien und Innovationen im Bereich des „Internet of Things existieren". Gemeinsam wurde eine verteilte Architektur zur Vernetzung und Steuerung mobiler Sensoren und Aktoren entworfen und im Anschluss mittels mehrerer RaspberryPi prototypisch umgesetzt.

Das wichtigste Ziel des Weiterbildungskurses war der Erfahrungsaustausch. Sowohl die Studierenden der Jiangsu University, als auch alle beteiligten Dozierenden, konnten viel voneinander lernen und die bestehende Kooperation vertiefen. Im kommenden Jahr sind neben individuellen Workshops an der Hochschule Mittweida, kooperative Veranstaltungen an der Jiangsu University geplant.

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Tag des praxisnahen Lernens – Studentisches Praxisprojekt der Akademischen Assistentin „Schlüsselkompetenzen“

Die Studierenden des Praxisprojekts zum praxisnahen Lernen mit ihrer Dozentin Claudia Hösel (Mitte unten) Foto:Helmut Hammer

Praxisnahes Lernen – und damit auch praxisnahes Lehren – gehören zum Wesen einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Dass man über Wesentliches nachdenken und reden muss, zeigte der „Tag des praxisnahen Lernens“ an der Hochschule Mittweida am 10. Januar 2018.

Die Veranstaltung im Zentrum für Medien und Soziale Arbeit war dabei selbst Teil eines praxisnahen Studienprojekts: Elf Studierende im dritten Semester der Fachrichtungen Maschinenbau sowie Immobilienmanagement und Facilities Management organisierten den Tag im Rahmen eines Projektmanagement-Seminars mit ihrer Dozentin Claudia Hösel. Dieses neu angebotene Seminar der Akademischen Assistentin „Schlüsselkompetenzen“ ist ein Best-Practice-Beispiel für die im Projekt SEM entwickelten modernen Lehr- und Lehrformen. Es vereint anwendungsnahes und projektorientiertes Studieren sowie den Einsatz moderner didaktischer Methoden.

Bei der Eröffnung schlug Claudia Hösel die Brücke vom Lernen zum Lehren: „Die Planung dieser Veranstaltung hat bei den Lernenden zu einem Erfahrungszuwachs geführt, der mittels eines rein theoretischen Wissenserwerb in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. Praxisnahes Lernen - insbesondere in studentischen Projekten - fördert die Entwicklung beruflich geforderter Schlüsselkompetenzen. Denn Verantwortung zu übernehmen, erfolgreich im Team zusammenzuarbeiten und sich selbst zu managen - das lernen Studierende nicht im Frontalunterricht, sondern im direkten Erfahren und sich selbst Ausprobieren.“


Uwe Mahn, Prorektor Forschung bei seinem Vortrag
Foto: Helmut Hammer

Wie gut die Hochschule Mittweida darin aufgestellt ist, zeigten im Folgenden Professor Uwe Mahn (Prorektor Forschung) und Professor Horst Exner (Direktor des Laserinstitut Hochschule Mittweida). Prorektor Mahn verwies unter anderem auf die vielen Kooperationen mit Unternehmen in Forschung und Lehre bis hin zu dualen Studiengängen, die Studieren mit engem Praxisbezug ermöglichen. Professor Exner stellte die international anerkannte Mittweidaer Laserforschung vor, die Studierenden schon früh einen Einstieg in die anwendungsnahe Forschung bietet.

Der weitere Verlauf des „Tags des praxisnahen Lernens" bot drei Workshops:

 „MINT meets GSW – Interdisziplinarität als Schlüsselkompetenz“
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) auf der einen Seite, Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW) auf der anderen Seite. Interdisziplinäre Kooperation wird in zahlreichen Forschungs- und Anwendungsfeldern, wie zum Beispiel "Human-Computer Interaction", immer mehr zum Normalfall. Jedoch vermitteln die wenigsten Studienordnungen Kompetenzen für das Zusammenarbeiten über Disziplinen- und Fakultätsgrenzen hinweg. Im Workshop zeigte Dr. phil. Andreas Bischof, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Chemnitz zum einen, worin Herausforderungen und Kompetenzen für die interdisziplinäre Kooperation bestehen. Zum anderen stellte er Möglichkeiten zur konkreten didaktischen Umsetzung des Kompetenzerwerbs für interdisziplinäre Kooperation vor.


Im Workshop: Dr. phil. Andreas Bischof
Foto: Helmut Hammer

 „Heterogenität berücksichtigen und Wissen vertiefen. Die Methode des Inverted Classroom“
Im zweiten Workshop stellte Claudia Albrecht von der Evangelischen Hochschule in Dresden die Methode des Inverted Classroom vor. Sie vertauschte gewohnte Aktivitäten innerhalb und außerhalb des Höörsaals. Möglichkeiten und Potenziale dieser Methode wurden bei der Wissensvertiefung von heterogenen Studierendengruppen vorgestellt und praktische Hinweise für die Umsetzung gegeben.


Im Workshop: Claudia Albrecht
Foto: Helmut Hammer

 „Lernergebnisse durch Integration von PC-Übungen und Medienmix“
Der dritte Workshop gab Erfahrungen weiter, die der Workshop-Leiter Dr.-Ing. Volker Wittstock von der Technischen Universität Chemnitz bei der Neugestaltung einer Lehrveranstaltung im Rahmen des Sächsischen Hochschuldidaktik-Zertifikats gemacht hat. Eine neue Herangehensweise für die Lehrveranstaltung „Werkzeugmaschinen-Mechatronik“ war nötig, um Studierenden mit unterschiedlichen Vorkenntnissen über den Einsatz diverser Medien sowohl Überblickswissen als auch spezialisiertes Fachwissen zu vermitteln. Ziel war eine höhere Lernmotivation der Studierenden verbunden mit der Fähigkeit, gemeinsam interdisziplinäre Aufgaben zu lösen.

 
Workshop-Leiter Dr.-Ing. Volker Wittstock
Foto: Miriam Kind

Für die Studierenden war die Organisation und Durchführung dieses Projektes eine lehrreiche, praktische Herausforderung. „Wir haben so etwas noch nie gemacht. Die Planung und Umsetzung hat jedoch großen Spaß bereitet und wir konnten einiges dazulernen!“

Text: Helmut Hammer, Dr. Angela Freche

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Mentor_innen-Treffen mit dem Schwerpunkt Nachwuchsförderung

Herr Prof. Michael Brucksch vom Deutschen Hochschul-Institut hielt anlässlich des Jahresauftakttreffens der Mentorinnen und Mentoren des Projekts SEM am 08.01.2018 einen Impulsvortrag zu den Herausforderungen der strategischen Personalentwicklung an Hochschulen. In seinem Beitrag thematisierte Herr Prof. Brucksch, der das Projekt SEM seit dessen Start im Jahr 2012 als externer Evaluator begleitet, die Problematik des fehlenden Mittelbaus an Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Aufbauend auf die von ihm gewonnenen Evaluationsergebnisse, bezeichnete er das Projekt SEM als Vorreiter im Bereich der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung innerhalb der deutschen Hochschullandschaft.

Auf den Impulsvortrag aufbauend, wurde im Anschluss gemeinsam über die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung des Projekts SEM als strategisches Element der Hochschulentwicklung gesprochen.

Foto: Laura Lenz

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