Aktuelles

2018

Internationaler Wissenstransfer – Workshop zu innovativen E-Learning-Konzepten im Projekt SEM

Vom 12.02. bis 16.02.2018 besuchte eine Delegation der Niccolo Cusano-Universität (Italien) die Hochschule Mittweida, um die im vergangenen Jahr im Rahmen des EU-Programms „ERASMUS+“ geschlossene Kooperation zu vertiefen und Anknüpfungspunkte für die weitere Zusammenarbeit zu eruieren. Überdies stand der internationale Erfahrungsaustausch zu innovativen E-Learning-Konzepten im Fokus. Christina Hesse (Akademische Assistentin „Energiewirtschaft“) und Claudia Hösel (Akademische Assistentin „Schlüsselkompetenzen“) nutzten diese Gelegenheit, um das Projekt SEM der italienischen Delegation vorzustellen. In einem Workshop stellten sie überdies die in SEM entwickelten innovativen hochschuldidaktischen Konzepte und Lehrentwicklungen im Bereich E-Learning sowie Blended-Learning vor und diskutierten mit Vertretern der Partnerhochschule die Möglichkeiten und Grenzen dieser Formate.

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Internationalisierung bei SEM - Workshops mit Studierenden der Jiangsu University

Christian Roschke mit Studierenden der Jiangsu University

Der Akademische Assistent „Digitale Kommunikation“, Christian Roschke, war einer der Dozierenden des von Prof. Dr.-Ing. Alexander Lampe organisierten Weiterbildungskurses im Bereich der Elektrotechnik vom 22.01.2018 bis 09.02.2018 für Studierende der Jiangsu University (Zhenjiang, China). Die Teilnehmenden konnten drei Wochen unter dem Schwerpunkt „Automatisierungstechnik" mehrere Workshops besuchen und ihre Kenntnisse und Kompetenzen auf diesem Gebiet vertiefen. Fünf der veranstalteten 16 Workshops wurden von Christian Roschke geleitet. Er zeigte gemeinsam mit Rico Thomanek (ebenfalls Hochschule Mittweida) den Studierenden in den Workshops „Grundlagen der Kommunikation für Smarte Systeme“ sowie „Praktische Beispiele der Kommunikation für Smarte Systeme“, welche Technologien und Innovationen im Bereich des Internet of Things existieren. Überdies wurde gemeinsam eine verteilte Architektur zur Vernetzung und Steuerung mobiler Sensoren und Aktoren entworfen und prototypisch mittels mehrerer RaspberryPi umgesetzt.

Das wichtigste Ziel des Weiterbildungskurses war der Erfahrungsaustausch. Sowohl die Studierenden der Jiangsu University, wie auch alle beteiligten Dozierenden, konnten viel voneinander lernen und die bestehende Kooperation vertiefen. Im kommenden Jahr sind neben individueller Workshops an der Hochschule Mittweida, kooperative Veranstaltungen an der Jiangsu University geplant.

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Tag des praxisnahen Lernens – Studentisches Praxisprojekt der Akademischen Assistentin „Schlüsselkompetenzen“

Die Studierenden des Praxisprojekts zum praxisnahen Lernen mit ihrer Dozentin Claudia Hösel (Mitte unten) Foto:Helmut Hammer

Praxisnahes Lernen – und damit auch praxisnahes Lehren – gehören zum Wesen einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Dass man über Wesentliches auch nachdenken und reden muss, zeigte der „Tag des praxisnahen Lernens“ an der Hochschule Mittweida am 10. Januar 2018.

Die Veranstaltung im Zentrum für Medien und Soziale Arbeit war dabei selbst Teil eines praxisnahen Studienprojekts: Elf Studierende im dritten Semester der Fachrichtungen Maschinenbau sowie Immobilienmanagement und Facilities Management organisierten den Tag im Rahmen eines Projektmanagement-Seminars mit ihrer Dozentin Claudia Hösel. Dieses neu angebotene Seminar der Akademischen Assistentin „Schlüsselkompetenzen“ ist ein Best-Practice-Beispiel für die im Projekt SEM entwickelten modernen Lehr- und Lehrformen. Es vereint anwendungsnahes und projektorientiertes Studieren und den Einsatz moderner didaktischer Methoden.

Bei der Eröffnung schlug Claudia Hösel die Brücke vom Lernen zum Lehren: „Die Planung dieser Veranstaltung hat bei den Lernenden zu einem Erfahrungszuwachs geführt, der in einem rein theoretischen Wissenserwerb in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. Praxisnahes Lernen - insbesondere in studentischen Projekten - sind daher ideale Lernumgebungen, um die im beruflichen Kontext geforderten Schlüsselkompetenzen zu entwickeln. Denn Verantwortung zu übernehmen, erfolgreich im Team zusammenzuarbeiten und sich selbst zu managen - das lernen Studierende nicht im Frontalunterricht, sondern im direkten Erfahren und sich selbst Ausprobieren.“


Uwe Mahn, Prorektor Forschung bei seinem Vortrag
Foto: Helmut Hammer

Wie gut die Hochschule Mittweida hier aufgestellt ist, zeigten im Folgenden Professor Uwe Mahn, Prorektor Forschung, und Professor Horst. Exner, Direktor des Laserinstitut Hochschule Mittweida. Prorektor Mahn verwies unter anderem auf die vielen Kooperationen mit Unternehmen in Forschung und Lehre bis hin zu dualen Studiengängen, die Studieren mit engem Praxisbezug ermöglichen. Professor Exner stellte die international anerkannte Mittweidaer Laserforschung vor, die Studierenden schon früh einen Einstieg in die anwendungsnahe Forschung bietet.

Der weitere Verlauf des Tags des praxisnahen Lernens bot drei Workshops:

 „MINT meets GSW – Interdisziplinarität als Schlüsselkompetenz“
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) auf der einen Seite, Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW) auf der anderen Seite – aber interdisziplinäre Kooperation wird in zahlreichen Forschungs- und Anwendungsfeldern, wie zum Beispiel "Human-Computer Interaction", immer mehr zum Normalfall. Jedoch vermitteln die wenigsten Studienordnungen Kompetenzen für das Zusammenarbeiten über Disziplinen- und Fakultätsgrenzen hinweg. Im Workshop vermittelte Dr. phil. Andreas Bischof, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Chemnitz, zum einen, worin Herausforderungen und Kompetenzen für die interdisziplinäre Kooperation bestehen. Zum anderen stellte er Möglichkeiten für die konkrete didaktische Umsetzung des Kompetenzerwerbs für interdisziplinäre Kooperation vor.


Im Workshop: Dr. phil. Andreas Bischof
Foto: Helmut Hammer

 „Heterogenität berücksichtigen und Wissen vertiefen. Die Methode des Inverted Classroom“
Im zweiten Workshop stellte Claudia Albrecht von der Evangelischen Hochschule in Dresden die Methode des Inverted Classroom vor, die die gewohnten Aktivitäten innerhalb und außerhalb des Hörsaal vertauscht. Die Möglichkeiten und Potenziale dieser Methode bei der Wissensvertiefung von heterogenen Studierendengruppen wurden vorgestellt und praktische Hinweise für die Umsetzung gegeben.


Im Workshop: Claudia Albrecht
Foto: Helmut Hammer

 „Lernergebnisse durch Integration von PC-Übungen und Medienmix“
Der dritte Workshop gab Erfahrungen weiter, die der Workshop-Leiter Dr.-Ing. Volker Wittstock von der Technischen Universität Chemnitz bei der Neugestaltung einer Lehrveranstaltung im Rahmen des Sächsischen Hochschuldidaktik-Zertifikats gemacht hat. Eine neue Herangehensweise an die Lehrveranstaltung „Werkzeugmaschinen-Mechatronik“ war nötig, um Studierenden mit unterschiedlichem Vorwissen über den Einsatz unterschiedlicher Medien sowohl Überblickswissen als auch spezialisiertes Fachwissen zu vermitteln. Ziel war eine höhere Lernmotivation der Studierenden und deren Fähigkeit, gemeinsam interdisziplinäre Aufgaben zu lösen.

 
Workshop-Leiter Dr.-Ing. Volker Wittstock
Foto: Miriam Kind

Für die Studierenden war die Organisation und Durchführung dieses Projektes eine lehrreiche praktische Herausforderung: „Wir haben so etwas noch nie gemacht. Die Planung und Umsetzung hat jedoch großen Spaß bereitet und wir konnten einiges dazulernen!“

Text: Helmut Hammer, Dr. Angela Freche

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Mentor_innen-Treffen mit dem Schwerpunkt Nachwuchsförderung

Herr Prof. Michael Brucksch vom Deutschen Hochschul-Institut hielt anlässlich des Jahresauftakttreffens der Mentorinnen und Mentoren des Projekts SEM am 08.01.2018 einen Impulsvortrag zu den Herausforderungen der strategischen Personalentwicklung an Hochschulen. In seinem Beitrag thematisierte Herr Prof. Brucksch, der das Projekt SEM seit dessen Start im Jahr 2012 als externer Evaluator begleitet, die Problematik des fehlenden Mittelbaus an Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Aufbauend auf die von ihm gewonnenen Evaluationsergebnisse, bezeichnete er das Projekt SEM als Vorreiter im Bereich der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung innerhalb der deutschen Hochschullandschaft.

Auf den Impulsvortrag aufbauend, wurde im Anschluss gemeinsam über die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung des Projekts SEM als strategisches Element der Hochschulentwicklung gesprochen.

Foto: Laura Lenz

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