Aktuelles

Facharbeitskreis "Scholarship of Teaching and Learning"

Der Facharbeitskreis (FAK) Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) wurde durch die Teilnehmenden der ersten LiT.School gegründet. Er dient dem kollegialen Austausch über laufende und geplante Lehrforschungsprojekte sowie der Profilierung von SoTL in Sachsen.

Der FAK trifft sich dabei regelmäßig und arbeitet dabei auch interdisziplinär mit anderen Universitäten zusammen, die sich ebenfalls mit dem Schwerpunkt SoTL beschäftigen.

Die Mitglieder stehen dabei als Multiplikator*innen für den SoTL Bereich an ihren Bildungseinrichtungen zur Verfügung.

Für weitere Informationen ist Kathrin Franke (kathrin.franke@hd-sachsen.de) die richtige Ansprechperson.

Qualitätsentwicklung und Qualitätsmanagement zusammen denken

Workshopleiterinnen Claudia Minet und Susan Lippmann

Auf der 48. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik in Leipzig war die Hochschule Mittweida nicht nur unter den Besuchern zahlreich vertreten, sondern präsentierte sich mit zwei Beiträgen.

Unter dem Titel „Regeneration Hochschullehre“ trafen sich vom 5. bis 8. März  Hochschuldidaktikerinnen und -didaktiker aus ganz Deutschland, um über Kontinuität von Bildung, Qualitätsentwicklung und hochschuldidaktische Praxis zu diskutieren.

Claudia Minet, Mitarbeiterin des Qualitätsmanagement der Hochschule, gestaltete gemeinsam mit der Hochschuldidaktikerin Susan Lippmann den Workshop „Dialogorientierte Evaluationsverfahren als Schnittstelle zwischen Qualitätsmanagement und Hochschuldidaktik“. Lippmann und Minet thematisierten anhand des gemeinsam durchgeführten Evaluationsinstruments „Teaching Analysis Poll“ (TAP) ihre Verzahnung der Bereiche Hochschuldidaktik und Qualitätsmanagement und bezeichnen diese als: „unverzichtbar, um organisationale Gelingensbedingungen für gute Lehre zu schaffen.“ Beide greifen damit einer immer stärker werdenden Forderung vorweg, Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung nicht getrennt voneinander zu denken. In ihrem Workshop teilten sie Erfahrungen, Erfolge wie auch Fallstricke mit und diskutierten bei der gemeinsamen Arbeit am TAP mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Weiterentwicklung dieses Formates.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

Anhand des Moduls „Einführung in die Informatik“ präsentierten Susan Lippmann undKnut Altroggen, Lehrender in der Fachgruppe Technische Informatik/Digitale Forensik an der Fakultät CB, die Umgestaltung eines „klassischen“ Lehr- und Lernformates in ein Werkstattsystem mit Präsenz- und Online-Anteilen. Das  gemeinsame Fazit: Ein intensivere Betreuung der Einstiegsphase, Schaffen von Verbindlichkeiten und eine Anpassung der Prüfungsleistung, um auf die Herausforderungen im Hochschulalltag – steigende Studienanfänger/-innenzahlen, verbunden mit einer immer heterogener werdenden Studierendenschaft – mit neuen, angepassten Lehr-/Lernformaten zu reagieren. Diskutiert wurde eine Übertragung des Formats als „good practice example“ auf andere, ggf. fachfremde Module. Das Projekt bettet sich dabei in die Entwicklungen in neue Lehrformat/-strategien ein, welche seitens der Fachgemeinschaft diskutiert und voran getrieben wird.

„Nachtigall" erfolgreich

(V.l.n.r.) Claudia Reiche (Referentin Bildung) mit
Knut Altroggen ("Aktive Lehre"), Prof. Dr. Dittmar ("Nachtigall") und Prof. Dr. Tolkmitt (Prorektor Bildung) bei der Verleihung beim HDS Leipzig im November 2018.

Eine von vier LiT.Förderungen – „Kooperative Lehre“ zur Entwicklung und Verstetigung von gemeinsamen Lehrprojekten an den sachsenweiten Hochschulen geht in diesem Jahr an Prof. Dr. Anika Dittmar (Professur für Nachhaltiges Bauen und Betreiben an der Fakultät WI) und ihre Projektpartnerin an der TU Chemnitz. Das gemeinsame Projekt „Nachtigall“ (Nachhaltigkeit agil lenken) erlaubt es Studierenden, sich innovativ und agil mit den Kernfragen einer nachhaltigen Entwicklung auseinanderzusetzen. Ziel ist es, den Studierenden zu agilen Fähigkeiten und einer nachhaltigen Problemlösungskompetenz zu verhelfen. Beide gelten als zentrale Voraussetzungen im Umgang mit den Herausforderungen der Digitalisierung. Das Konzept wird im Ideenraum „nachhaltige Stadt“ pilotiert und für 2 Semester in Folge im Masterstudiengang „Industrial Management“ angeboten.

Der Bescheid über die Förderung von „Nachtigall“ wurde im November in Leipzig übergeben.

Bei der Veranstaltung erhielt Knut Altroggen, Lehrbeauftragter an der Fakultät Angewandte Computer- und Biowissenschaften, als einer der ersten das „Sächsische Hochschuldidaktik-Zertifikat plus“ als Anerkennung für seine „AKTive Lehre“ und sein besonderes hochschuldidaktisches Engagement.

Lehrende aus Mittweida bilden sich engagiert weiter

Die Hochschuldidaktik an der Hochschule Mittweida etabliert sich: Immer mehr Lehrende nehmen die Beratungs- und Weiterbildungsangebote wahr. Die Workshops zum Modul 1 des sächsischen Hochschuldidaktik-Zertifikats finden zum zweiten Mal von März bis Juni an unserer Hochschule statt. Zwei Drittel der Teilnehmenden sind Lehrende aus Mittweida.

Das aktuelle hochschuldidaktische Programm für das Sommersemester 2019 ist online und Sie können sich ab sofort anmelden. Weitere Informationen finden Sie hier

Erste LiT.School

Vom 03. – 07. September 2018 fand im Tagungshaus der Evangelischen Akademie in Meißen die erste LiT.School statt. Zehn Absolvierende des HDS Zertifikatsprogramm, darunter Marleen Mohaupt und Knut Altroggen von der Fakultät CB unserer Hochschule, nahmen daran teil. Der Teilnehmer*innenkreis setzte sich dabei aus Prorektoren, Professor*innen, wissenschaftlichen Mitarbeitenden und Lehrenden zusammen. Die School wurde von Prof. Jenert und Frau Schulte von der Universität Paderborn geleitet, welche sich sehr lange schon mit dem Bereich des Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) befassen. „Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) ist die wissenschaftliche Befassung von Hochschullehrenden in den Fachwissenschaften mit der eigenen Lehre und/oder dem Lernen der Studierenden im eigenen institutionellen Umfeld durch Untersuchungen und systematische Reflexionen mit der Absicht, die Erkenntnisse und Ergebnisse der interessierten Öffentlichkeit bekannt und damit dem Erfahrungsaustausch und der Diskussion zugänglich zu machen.“ [vgl. Huber 2014, S.21][1]

Im Zusammenhang mit der LiT.School haben sich die ersten zehn Teilnehmenden zum Aufbau und der Verstetigung des SoTL zu einen Facharbeitskreis (FAK) SoTL zusammengeschlossen. Dieser FAK wird dabei von seitens des HDS von Frau Kathrin Franke und von seitens des LiT+ Verbundes von Frau Hahm betreut.

Die ersten Ergebnisse der SoTL Projekte präsentierten Frau Kati Voigt (Uni Leipzig), Frau Marion Pause (TU Dresden) und Herr Knut Altroggen (HS Mittweida) auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik im März 2019 in Leipzig.

Die nächste LiT.School findet im September 2019 statt. Für den darauffolgenden Durchgang vom 24.-28.2.2020 können Sie sich hier bewerben. 

 ____________________________


[1] Huber, Ludwig: Scholarship of Teaching and Learning: Konzept, Geschichte, Formen, Entwicklungsaufgaben - In: Huber, Ludwig [Hrsg.]; Pilniok, Arne [Hrsg.]; Sethe, Rolf [Hrsg.]; Szczyrba, Birgit [Hrsg.]; Vogel, Michael [Hrsg.]: Forschendes Lehren im eigenen Fach. Scholarship of Teaching and Learning in Beispielen. Bielefeld : Bertelsmann 2014, S. 19-36 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-101290

Summer School des Hochschulforums Digitalisierung

Vom 25. bis 27. Juli 2018 fand die Summer School des Hochschulforum Digitalisierung statt. Insgesamt wurde es 32 Teilnehmenden (aus 6 Ländern) aus der Lehre sowie aus Medien- und Didaktikzentren ermöglicht, ihre Erfahrungen auszutauschen und von- und miteinander zu lernen, wie die Digitalisierung von Lehren und Lernen in den jeweiligen Hochschulen gestaltet ist und befördert werden kann.

Die Keynote „Innovative teaching and learning experiences through research and creative practices“ wurde dabei von Prof. Sylvester Arnab der Coventry University gehalten.

Viele der Teilnehmenden sind auch nach der Summer School noch aktiv und treffen sich regelmäßig in einem Erfolgsteam oder bei Tagungen, wie der DGHD, um den kollegialen Austausch zu fördern.

Die nächste Summer School findet vom 29.7. bis zum 31.7.2019 statt.  Weitere Informationen erhalten Sie hier.