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Hochschule Mittweida beteiligt sich erfolgreich am Professorinnenprogramm III

4. März 2020

Die Hochschule Mittweida hat sich erfolgreich am Professorinnenprogramm III des Bundes und der Länder beteiligt und ist damit die einzigste sächsische HAW, die beim ersten Einreichungstermin positiv begutachtet wurde. Der Schwerpunkt in der dritten Programmphase liegt auf der `Personalentwicklung und -gewinnung auf dem Weg zur Professur`. Es wird angestrebt, die Anzahl von Professorinnen an Hochschulen zu erhöhen und strukturelle Gleichstellungswirkungen zu verstärken. Letzteres bezieht sich vor allem auf die Gewinnung und Einbindung von Nachwuchswissenschaftlerinnen.

In diesem Zusammenhang werden an der Hochschule Mittweida eine Regelprofessur und zwei Vorgriffsprofessuren realisiert. Die für die Regelprofessur freiwerdenden Mittel sollen für gleichstellungsfördernde Maßnahmen eingesetzt werden.

Bereits im Wintersemester 2019/2020 erfolgte die Berufung von drei Professorinnen. Zugleich wurden zwei Promotionsstipendien - darunter das Prof. Dr. phil. Monika Häußler-Sczepan Promotionsstipendium - und vier Masterstipendien vergeben. Weitere neun BA-Studentinnen bekamen die Möglichkeit, im Rahmen von Kurzzeitstipendien Forschungen anzustellen.

www.bmbf.de/de/das-professorinnenprogramm-236.html

Neue Zahlen von Eurostat zum Anteil der Frauen in Führungspositionen und den Gehaltsunterschieden

8. März 2017

(AV) Nach Ansicht der Europäischen Kommission hat die Europäische Union seit ihrer Gründung viele Fortschritte bei der Gleichstellung von Frauen und Männern gemacht. Doch es bleibt noch einiges zu tun. Das zeigen neue Zahlen, die Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, zum Anteil der Frauen in Führungspositionen und den Gehaltsunterschieden am 07.03.2017 veröffentlicht hat. Demnach ist nur eine von drei Führungskräften in der Europäischen Union eine Frau und sie verdient im Schnitt fast ein Viertel weniger als ein Mann.

Nach der Statistik von Eurostat haben knapp 7,3 Millionen Personen eine Führungsposition in Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten in der Europäischen Union inne. Davon sind 4,7 Millionen Männer (65 % aller Führungskräfte) und 2,6 Millionen Frauen (35 %). Mit anderen Worten sind Frauen, obwohl sie ungefähr die Hälfte aller beschäftigten Personen in der Europäischen Union ausmachen, in Führungspositionen weiterhin unterrepräsentiert. Den höchsten Anteil an Frauen in Führungspositionen hat Lettland. Hier stellen die Frauen mit 53 % die Mehrheit. Deutschland belegt mit einem Anteil von 22 % von Frauen in Führungspositionen im europäischen Vergleich einen der hintersten Plätze.

Hinzu kommt, dass jene Frauen in Führungspositionen in der Europäischen Union im Schnitt 23,4 % weniger verdienen als Männer. Weibliche Führungskräfte verdienen durchschnittlich 77 Cent für jeden Euro, den männliche Führungskräfte pro Stunde bekommen. Hinter diesem Muster auf EU-Ebene verbergen sich deutliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten, sowohl im Hinblick auf die Positionen als auch auf die Bezahlung. Das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle ist mit 5,0 % in Rumänien am geringsten, in Ungarn mit 33,7 % am höchsten. In Deutschland beträgt dieses Gefälle 26,8 %.

Die Europäische Kommission hat am 07.03.2017 zudem den jährlichen Bericht zur Gleichstellung in der Europäische Union vorgelegt, der zeigt, was die Europäische Union erreicht hat und welche Herausforderungen bestehen bleiben.

"Komm, mach MINT."-Magazin zum Schwerpunkt "Digitale Transformation"

erschienen (08.03.2017)

MINT-Magazin 2016

Von Gleichberechtigung weit entfernt

von 

Am 8. März findet alljährlich der Internationale Frauentag statt. Seit mehr als 100 Jahren fordern Frauen an diesem Tag Gleichberechtigung. Dass es dieser Forderung auch heute noch bedarf, zeigt eine aktuelle Umfrage von Ipsos. Befragt wurden rund 17.500 Erwachsene aus 24 Ländern weltweit. Hierzulande sind 63 Prozent der Meinung, dass es noch an Gleichberechtigung für Frauen hinsichtlich sozialer, politischer und wirtschaftlicher Rechte mangelt. Allerdings zeigt sich, dass auch die Gesellschaft von Gleichberechtigung noch weit entfernt ist. Weltweit halten 25 Prozent der Befragten Männer für fähiger, arbeiten zu gehen, Geld zu verdienen, Bildung zu erlangen und weiterzugeben. In Deutschland stimmen dem 20 Prozent zu, in China und Russland sind es über 50 Prozent der Befragten, wie die Grafik von Statista zeigt.

Infografik: Von Gleichberechtigung weit entfernt | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista