Prof. Dr. rer. nat. Iris Herrmann-Geppert

Die Professur Angewandte Chemie befasst sich mit der Analyse, dem Verständnis und der gezielten Nutzung chemischer Prozesse. Schwerpunkte liegen in den Bereichen Analytik, Katalyse, Umweltchemie sowie der Untersuchung von Stoffeigenschaften und molekularen Wechselwirkungen. In Lehre und Forschung werden naturwissenschaftliche Grundlagen mit anwendungsorientierten Fragestellungen verknüpft, um nachhaltige Lösungen für Herausforderungen in Industrie, Umwelt und Biotechnologie zu entwickeln.

Fakultät Angewandte Computer- und Biowissenschaften

Professur Angewandte Chemie

Prof. Dr. rer. nat. Iris Herrmann-Geppert
Prof. Dr. rer. nat. Iris Herrmann-Geppert
Fakultät Angewandte Computer- und Biowissenschaften
Besuchsadresse
Am Schwanenteich 4b
09648 Mittweida
6-021
Postanschrift
Hochschule Mittweida
Fakultät Angewandte Computer- und Biowissenschaften
Technikumplatz 17
09648 Mittweida

Lehrgebiete

Leidenschaft, Wissen, Teamwork

Unser Team

Dipl.-Ing. (FH) Marcus Vieweg
Dipl.-Ing. (FH) Marcus Vieweg
Lehrkraft für besondere Aufgaben
Dr. rer. nat. Rayko Ehnert
Dr. rer. nat. Rayko Ehnert
Laboringenieur
Dipl. Chemiker Manfred Decker
Dipl. Chemiker Manfred Decker
Externer Dozent

Forschung

Eine Minderung von klimaschädlichen CO2 in der Atmosphäre stellt eine der größten globalen Herausforderungen dar. Dazu kann die Konvertierung von CO2-Emissionen aus Industrieprozessen zu Plattformchemikalien einen wesentlichen Beitrag leisten. Im SMWK Innovationsvorhaben der HSMW ist es der Professur für Angewandte Chemie in Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und der Technischen Universität Darmstadt (TU Darmstadt) gelungen, die elektrochemische CO2-Reduktion (CO2RR) an einem effizienten Katalysatormaterial zu erproben. Dabei stellt die CO2RR eine potenzielle und effizientere Alternative zu bestehenden chemischen Prozessen dar.

Im Gegensatz zu der bereits kommerziell etablierten Wasserelektrolyse zu Wasserstoff, stellt die Co-Elektrolyse von CO2 und H2O (CO2RR) zu industriell verwertbaren Produkten (z.B. CO, HCOOH, HCHO, CH3OH, C2H4) jedoch eine große wissenschaftlich-technische Herausforderung auf dem Gebiet der Katalysatorentwicklung und Prozessführung dar. Im Gegensatz zum relativ einfachen Reaktionsmechanismus der Wasserstoff-Entwicklung (HER), erfolgt die CO2RR unter Beteiligung zahlreicher Elektronen und Protonen über kaskadisch ablaufende Reaktionsschritte. Diese Komplexität führt zu teilweise hohen elektrischen Überspannungen für diese Reaktionen und zu einem breiten Spektrum an Produktmischungen.

Neben den zurzeit international intensiv untersuchten anorganischen (metallischen) und molekularen Katalysatoren bilden funktionalisierte Kohlenstoffe eine neue, vielversprechende und besonders kostengünstige Katalysatorklasse. Diese zeichnet sich durch eine hoch leitende Kohlenstoffmatrix aus, in der Stickstoff und/oder Metallionen in variablen Zusammensetzungen chemisch integriert sind.

Erste Ergebnisse dieser Untersuchungen wurden im renommierten Journal ACS Catalysis (Impact Factor 12,35) veröffentlicht. Link

Forschungsprojekte und Publikationen

Untersuchungen zur Abtrennung von Silber aus konzentrierten, verbrauchten salpetersauren Beizen

  • Laufzeit: 21.11.2022 – 15.03.2023
  • Finanziert durch: Ingenieurbüro Dr. Rayko Ehnert
  • Projektleiter: Iris Herrmann-Geppert
  • Projektpartner: Ingenieurbüro Dr. Ehnert
2125 Iris Herrmann-Geppert

Demonstrator für die anwendungsorientierte Entwicklung der Vorwärtsosmose- Technologie (VOsmIonX)

  • Laufzeit: 01.02.2018 – 31.08.2019
  • Finanziert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
  • Förderkennzeichen: ZF4198206AB7
  • Projektleiter: Iris Herrmann-Geppert
  • Projektpartner: MionTec GmbH
1894 Iris Herrmann-Geppert

Innovationsvorhaben zur Profilschärfung 2020, AP1: Elektrochemische Brennstofferzeugung an biomimetischen Katalysatoren

  • Laufzeit: 16.01.2018 – 31.12.2020
  • Finanziert durch: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus
  • Projektleiter: Iris Herrmann-Geppert
2303 Iris Herrmann-Geppert
U. Kramm, I. Herrmann-Geppert, P. Bogdanoff, S. Fiechter

Effect of an Ammonia Treatment on Structure, Composition, and Oxygen Reduction Reaction Activity of Fe–N–C Catalysts

Erschienen in: The Journal of Physical Chemistry C 115 (2011), S. 23417 – 23427
21642 journalartikel
I. Herrmann-Geppert, J. Radnik, U. Kramm, S. Fiechter, P. Bogdanoff

Improved Platinum Electrocatalyst for the Oxygen Reduction Reaction Using Nitrogen-Modified Carbon Support

Erschienen in: ECS Transactions 41 (2011), S. 1161 – 1171
21669 journalartikel
U. Kramm, I. Abs-Wurmbach, I. Herrmann-Geppert, J. Radnik, S. Fiechter, P. Bogdanoff

Influence of the Electron-Density of FeN[sub 4]-Centers Towards the Catalytic Activity of Pyrolyzed FeTMPPCl-Based ORR-Electrocatalysts

Erschienen in: Journal of The Electrochemical Society 158 (2011), Nr. 23, S. B69
21647 journalartikel
I. Herrmann-Geppert, U. Kramm, S. Fiechter, V. Brüser, H. Kersten, P. Bogdanoff

Comparative Study of the Carbonisation of CoTMPP by Low Temperature Plasma and Heat Treatment

Erschienen in: Plasma Processes and Polymers 7 (2010), S. 515 – 526
21657 journalartikel
F. Jaouen, J. Herranz, M. Lefèvre, J. Dodelet, U. Kramm, I. Herrmann-Geppert, P. Bogdanoff, J. Maruyama, T. Nagaoka, A. Garsuch, J. Dahn, T. Olson, S. Pylypenko, P. Atanassov, E. Ustinov

Cross-Laboratory Experimental Study of Non-Noble-Metal Electrocatalysts for the Oxygen Reduction Reaction

Erschienen in: ACS Applied Materials & Interfaces 1 (2009), S. 1623 – 1639
21643 journalartikel
Großes historisches Gebäude mit mehreren Stockwerken, davor ein offener Platz mit Bäumen und Bänken
Was ist die HSMW?

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Die Hochschule Mittweida ist ein grenzenloses Experimentierfeld mit dem Ziel, Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen. Wie? Durch akademisch ausgebildete Fachkräfte und unkomplizierte Zusammenarbeit, die es regionalen Unternehmen ermöglicht, von unseren Ergebnissen unmittelbar zu profitieren – oder mit gemeinsamen Forschungsprojekten neue Erkenntnisse zu sammeln, die direkt überführt werden können. Studierenden ermöglichen wir, sich auszuprobieren, indem sie ihre eigenen Fähigkeiten erweitern und Neues erschließen.

6.350
Studierende
590
engagierte Mitarbeitende
100
Partnerhochschulen weltweit
161
Jahre HSMW
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