Minsk-Tschernobyl-Kiew

Montag 14. Januar 2019, 20:35

Studenten der Hochschule Mittweida auf Exkursion. Nächste Ziele der vom Studentenrat organsierten Reisen: Thailand und Kambodscha

Studentinnen und Studenten aus Mittweida
vor der Deutschen Botschaft in Kiew.

Weltoffenheit, der Blick über den eigenen Tellerrand, interkulturelle Kompetenz und internationale Kontakte: An der Hochschule Mittweida ist der Studentenrat einer der Akteure, die sich dafür engagieren, dass ihre Kommilitonen die Welt besser kennen lernen. Zwei Fernreisen im Frühjahr und kommenden Winter sind schon geplant. Zuletzt organisierte die studentische Vertretung für 30 Studenten aller Fakultäten Ende des vergangenen Jahres eine internationale Exkursion, die in die Republik Belarus und in die Ukraine führte.

Am 21. November ging es von Dresden nach Minsk. Die Reisegruppe besuchte eine langjährige Partneruniversität – die Belarussisch Staatliche Universität (BSU). Auch die studentischen Gremien der BSU und der Hochschule Mittweida arbeiten seit einigen Jahren sehr eng zusammen und planen studentische Konferenzen und Veranstaltungen. Neben dem Besuch in Minsk ging es später auch auf das Schloss Njaswisch, eine imposante Schlossanlage, die im Jahr 1582 gebaut wurde und seit 2005 als UNESCO-Welterbe gelistet ist.

Nach drei Tagen voller Eindrücke in Minsk ging die Fahrt mit dem Bus weiter in die Nähe von Tschernobyl. Der Tagesausflug am 24. November führte in die weiträumige Sperrzone um das am 26. April 1986 havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl. Die Strahlendosis in der Region ist nach der nuklearen Katastrophe vor fast 33 Jahren nach wie vor immer noch erhöht, es besteht aber bei kurzen Besuchen kein gesundheitliches Risiko. Die Führung war sehr beeindruckend, und der „Sarkophag“ war auch aus sicherer Entfernung erkennbar. Die Studenten waren sehr überrascht, inwieweit mittlerweile wieder ein normales Leben in dem Gebiet möglich ist.

In den folgenden zwei Tagen stand die Hauptstadt der Ukraine Kiew auf dem Programm. Mit knapp drei Millionen Menschen ist Kiew die größte Stadt der Ukraine und politisch und historisch bedingt sicher auch das wichtigste Zentrum des Landes. In der der dortigen Deutschen Botschaft diskutierten die Mittweidaer Studenten aktuellle Themen wie die Krim-Krise mit Russland, das Leben in der Ukraine, auch bildungspolitische Fragen und schließlich die Annäherung der Europäischen Union und der Republik Ukraine.
Am Abend  des 26. November ging es dann wieder zurück nach Deutschland.

 

Mit dem Studentenrat unterwegs im In- und Ausland

Der Studentenrat der Hochschule Mittweida führt regelmäßig Exkursionen und Bildungsreisen für Studenten durch. Dadurch sollen vor Ort neben kulturellen Eindrücken und historischen Bezügen auch die politische Dimension für die Kommilitonen zugänglich gemacht werden.

Als nächstes ist im April 2019 wieder eine Exkursion in den Deutschen Bundestag nach Berlin geplant. „Wir möchten den Studierenden durch die Fahrten ein umfangreiches Rahmenprogramm anbieten - einschließlich einiger Highlights, an die man sonst nicht so einfach herankommt“, sagt Gordon G. Oswald, Geschäftsführer des Studentenrats.

Auch die nächste internationale Exkursion ist schon geplant: Vom 29. Mai bis 11. Juni 2019 geht es nach Thailand und Kambodscha. Das aktuelle Programm und weitere Hinweise und Informationen gibt es ab sofort hier.

 „Wir hoffen, dass auch dieses Angebot wieder so gut ankommt wie unsere vorhergehenden Fahrten. Wir sind naturlich auch gespannt, wie es sein wird und wie es den Studierenden gefallen wird“, sagt Philipp Hinkeldey, stellv. Geschäftsfuhrer des Studentenrats. Der Preis wird auf Grund der Länge der Reise und auch der Entfernung bei 1.200 Euro liegen.

Auch für das kommende Wintersemester hat der Studentenrat schon geplant: Dann wird es eine Rundreise mit Stationen in Bratislava, Budapest und Cluj geben.

Fotos: Studentenrat

presse@hs-mittweida.de