Tag der Hochschulen für angewandte Wissenschaften

12.06.2012, 11:15

20 Jahre ist es her, dass die Hochschullandschaft in Sachsen neu geordnet wurde. Das Ziel des Hochschulstrukturgesetzes kann kurz mit „erneuern und bewahren“ formuliert werden. Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Sabine von Schorlemer, sprach am 1.Juni beim Tag der Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Leipzig unter anderem auch über die großen Fortschritte, die auf diesem Weg bereits gemacht wurden.

Zu der Festveranstaltung im BMW-Werk Leipzig haben die großen Köpfe der sächsischen Hochschulen deshalb zu Recht ihr Jubiläum gefeiert. Vertreten waren die HTW Dresden, die HTWK Leipzig, die HS Zittau/Görlitz, die WHZ Zwickau und natürlich die HS Mittweida. Bei den Vorträgen mit anschließenden Posterpräsentationen wurden die Forschungsprojekte der Hochschulen vorgestellt und die Inhalte reichten dabei von Fahrzeug- und Energietechnik über Agrarwirtschaft bis hin zur Laserforschung und Life Science Engineering. Life Science Engineering beschäftigt sich mit der Produktion von extrem Lebensechten Organnachbildungen für das Training von Jungmedizinern.

Die Hochschule Mittweida stellte neben ihrem Exzellenzbeispiel, dem Laserinstitut, auch andere Forschungsprojekte der Fakultäten vor. Die Wirtschaftswissenschaften präsentierten zum Beispiel SAXEED, die Fakultät für Soziale Arbeit waren unter anderem mit E-Learningszenarien und Professionalisierungsforschung vertreten und die Fakultät Medien stellte Gamecast und die Forschungsgruppe QIM (Qualitätsmanagement und innovative Studienmodelle) vor. Auch die Fakultäten Maschinenbau, MNI und Elektro- und Informationstechnik mit diversen Projekten waren vertreten.

Die fünf Hochschulen konnten im letzten Jahr insgesamt Drittmittelförderungen von mehr als 35 Millionen Euro akquirieren. Das ist im Vergleich zum Forschungsvolumen an Universitäten zwar immer noch relativ wenig aber ein eindeutiges Zeichen, dass Fachhochschulen schon lange keine reinen Lehreinrichtungen mehr sind. Auch durch die Bologna-Reform und die damit einhergehende Einführung von Masterstudiengängen wird diese Entwicklung noch verstärken, da an die Masterthesis immer auch ein wissenschaftlicher Anspruch gestellt wird.

Auch der Leiter des BMW-Werkes Leipzig, Manfred Erlacher, erklärte in seiner Rede, dass die Zusammenarbeit mit den Hochschulen auf unterschiedlichen Forschungsgebieten noch weiter verstärkt werden soll.  Wir können also gespannt sein, wie diese Entwicklung in den nächsten 20 Jahren verlaufen wird.