Exkursion in Stahl und Eisen

Mittwoch 01. Februar 2017, 17:15

Mittweidaer Maschinenbau- und Mechatronikstudenten besuchen Chemnitzer Traditionsunternehmen

International aufgestellt: Angehende Mittweidaer Ingenieure
mit Prof. Uwe Mahn (rechts) vor den Chemnitzer Werks-
toren des weltweit tätigen Maschinenbau-Konzerns
Niles-Simmons (Foto: Evelyn Seyffert, HS Mittweida)

Lediglich „um die Ecke“ von Mittweida ist Chemnitz als Standort traditionsreicher und weltweit agierender Unternehmen des Werkzeugmaschinenbaus ein ideales Ziel für die Winter-Exkursion der Maschinenbau- und Mechatronikstudenten der Hochschule Mittweida.

Am vergangenen Freitag besuchten 25 Diplom- und Masterstudierenden zunächst die Firma Niles-Simmons, die sich auf große Drehbearbeitungszentren und Maschinen zur Radsatzbearbeitung von Schienenfahrzeugen spezialisiert hat. Hier trafen sie auf Erik Brauer, einen Mittweidaer Absolventen. Erik Brauer ist Anwendungstechnologe bei Niles-Simmons und führte den interessierten Studenten eine aufwändige Drehbearbeitung vor, bei der zwei Werkstücke gleichzeitig bearbeitet werden.

Danach stand ein Besuch bei der Firma Heckert GmbH auf dem Programm. Das Unternehmen ist Spezialist für 4- und 5-Achsbearbeitungszentren, die angefangen vom Automobilbau, über den allgemeinen Maschinenbau bis zum Flugzeugbau, überall dort eingesetzt werden, wo komplizierte, prismatische Teile hergestellt werden.  Auch hier konnten die Studierenden nach einem kurzen Überblick über das Unternehmen die Fertigung vom Einzelteil über die Baugruppenmontage bis zur Endmontage in Augenschein nehmen.

Die dritte Station schließlich führte zu einer der ältesten europäischen Werkzeugmaschinenfabriken überhaupt: der Union Werkzeugmaschinen GmbH, spezialisiert auf besonders große Werkzeugmaschinen für das Horizontal-Bohren und Fräsen. Die Werkstücke können bis zu 40 Meter lang und 10 Meter hoch sein und ein Gewicht von bis zu 250 Tonnen haben.

Die jährlich stattfindende Exkursion ist Teil des Moduls „Maschinenkonstruktion“. Professor Uwe Mahn von der Fakultät Ingenieurwissenschaften bringt damit zum einen seine Studierenden mit Maschinenbauunternehmen in Kontakt und mit den dortigen Fachleuten ins Gespräch. „Zum anderen“, so Mahn, „sollen die theoretischen Kenntnisse auch auf ‚Stahl und Eisen‘ treffen“.

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