Ein Plus für Erasmus+

Mittwoch 28. März 2018, 20:56

Wichtig auch für die Internationalisierung der Hochschule Mittweida: Europäisches Bildungsprogramm vor Neuauflage.

Stimmen für die Zukunft von Erasmus+ ab 2021:
Vertreterinnen und Vertreter deutscher Hochschulen
trafen sich in Brüssel. (Foto: DAAD/Iris Haidau)

Internationale Mobilität ist eines der wichtigsten Themen an der Hochschule Mittweida. Bereits heute sind viele internationale Studierende und Lehrende an der Hochschule. Gleichzeitig nutzen Studierende und Lehrende aus Mittweida die Möglichkeit für einen Aufenthalt an einer der zahlreichen Partnerhochschulen in aller Welt. In den kommenden Jahren soll hier dennoch ein deutlicher Zuwachs erreicht werden. Dafür braucht es gute Rahmenbedingungen. Eine herausragende Rolle spielt hier das EU-Programm Erasmus+, denn es stellt durchdachte Regularien und umfangreiche Fördermittel bereit.

Die laufende Erasmus+-Programmgeneration neigt sich jedoch dem Ende entgegen. Gegenwärtig werden deshalb europaweit Anforderungen und Wünsche an die nächste Programmgeneration diskutiert. In Deutschland erfolgt das unter der Federführung des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD), der Erasmus+ von Anfang als nationale Agentur koordiniert und für alle deutschen Hochschulen die Kontakte zur EU unterhält.

Vom 14. bis 16. Februar fand in Brüssel eine Anhörung von Hochschulvertretern zur Zukunft des Erasmus+-Programms statt. Die Hochschule Mittweida war dort durch Dr. Julia Köhler aus dem Prorektorat für Hochschulentwicklung und Professorin Dr. Asiye Kaya von der Fakultät Soziale Arbeit vertreten. Frau Prof. Kaya hat langjährige Erfahrung als Mitarbeiterin des DAAD.

Über die Ergebnisse dieser Beratung informiert der DAAD hier sehr ausführlich. Dort findet man auch den Link zum deutschen „Positionspapier“ zur weiteren Gestaltung des Programms. Die Europäische Kommission und alle beteiligten Partner befürworten die Fortsetzung des Programms uneingeschränkt. Es soll in vielen Aspekten ausgebaut werden mit einer wesentlich stärkeren Nutzung der Digitalisierung. Finanziell soll das Programm deutlich besser ausgestattet werden und die Hochschulen sollen für die Umsetzung strukturell gestärkt werden.

Die Leitung der Hochschule Mittweida freut sich über diese Aussagen: Dr. Julia Köhler, Referentin für Internationales: „Wir stehen hinter den Forderungen. Insbesondere die angekündigte finanzielle Aufstockung des Erasmus+-Programms sowie der Abbau administrativer Hürden sind wünschenswerte Entwicklungen, die den internationalen Austausch an unserer Hochschule weiter beflügeln können. Auch die geplante inhaltliche Erweiterung wie die Einführung von Programmformaten an der Schnittstelle von Bildung und Forschung eröffnen neue, interessante Möglichkeiten.“ 

Auf Landesebene wird es am 5. April eine weitere Programmdiskussion mit den Auslandsämtern der sächsischen Hochschulen im Wissenschaftsministerium geben. Die Hochschule Mittweida wird dort von Saskia Langhammer vertreten, Leiterin des Akademischen Auslandsamts.

Informationen zur gegenwärtigen Programmgeneration an der Hochschule Mittweida findet man hier.

Erasmus+ ist ein Programm zur Stärkung des europäischen Gedankens. Es trägt auch dazu bei, sich bewusster mit Tendenzen zum Nationalismus und dem Auseinanderdriften Europas zu beschäftigen. So fördert es die Diskussionen zur Zukunft Europas. Im zukünftigen Programm soll die "Dritte Mission" intensiver gefördert und damit eine noch stärkere Wirkung in die Gesellschaft erzielt werden.

presse@hs-mittweida.de