Anfangen, nicht abwarten!

29.03.2019, 13:14

Start für Innovationsregion Mittweida. Regionale Initiatoren mit starken Teilgebern aus aller Welt bei „The Human Conference“.

Aufbruch in die Zukunft der Innovationsregion Mittweida: Landrat Matthias Damm, Oberbürgermeister Ralf Schreiber, Ministerpräsident Michael Kretschmer, Volksbank-Vorstand Leonhard Zintl, Rektor Ludwig Hilmer und Estlands Botschafter Mart Laanemäe (v.l.)

 „The Human Conference“ am Dienstag und Mittwoch dieser Woche war der Startschuss für das Zukunftsprojekt „Innovationsregion Mittweida“ (IRM) der drei Initiatoren Hochschule Mittweida, Stadt Mittweida und Volksbank Mittweida eG.

Dazu haben am Mittwoch Vormittag Rektor Ludwig Hilmer, Mittweidas Oberbürgermeister Ralf Schreiber und Volksbank-Vorstand Leonhard Zintl auf dem Mittweidaer Markt symbolisch ein Fenster zur Zukunft aufgestoßen. Begleitet wurden sie vom Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer, Landrat Matthias Damm und Mart Laanemäe, dem Botschafter der Republik Estland.

Der Botschafter vertritt ein Land, das das Hauptthema der Konferenz schon erfolgreich angegangen ist: Digitalisierung. Estland gilt als Vorreiter bei der digitalen Verwaltung. Viele „Behördengänge“ sind bereits digitalisiert. Die zustimmende und Mut machende Botschaft des Botschafters an die Innovationsregion Mittweida war deshalb immer wieder: „Anfangen ist besser als Abwarten!“

„Die Hochschule Mittweida ist der ideale Ort für Innovationen“, sagt Rektor Ludwig Hilmer. „Hier können und sollen wir Neues ausprobieren. Wir forschen und entwickeln eng mit der Wirtschaft und nah an den Menschen in der Region. Wir befassen uns im wissenschaftlichen Diskurs in allen Disziplinen mit dem technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel, der mit der Digitalisierung einhergeht. Schön zu erleben ist, wie sie schon heute hilft, Brücken zu bauen, die Studierende, Wissenschaftler und Unternehmer in aller Welt mit uns in Mittweida und Sachsen verbinden!“ 

„Building Bridges“ war auch das Motto von „The Human Conference“, die am Dienstag  Abend in anregender Atmosphäre auf Schloss Lichtenwalde begann. Auch der zweite Konferenztag in Mittweida mit Panels und Workshops bot viel Gelegenheit zum Austausch für die 120 Teilgeber. „Teilgeber“ – nicht „Teilnehmer“, weil sich jeder einbringen und die Zukunft gemeinsam mitgestalten sollte. Vertreter aus, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und öffentlicher Verwaltung aus verschiedenen Regionen Deutschlands und dem Ausland waren dazu nach Mittelsachsen gekommen.

Mit der Konferenz sollte das Zusammenwirken der Menschen gestärkt und zugleich die Region mit ihren Kompetenzen nach außen sichtbar gemacht werden. Viele starke Beispiele waren bei der Tagung auch zu erleben, vom Soziokulturellen Zentrum Müllerhof e.V. bis zum Cybersecurity-Labor der Hochschule.

Die Teil-Geber von The Human Conference

Bundesförderung für erstes Projekt aus der Innovationsregion Mittweida

Kompetenz in der Innovationsregion Mittweida haben die drei Initiatoren in diesen Tagen für ein Projekt bestätigt bekommen, das sie schon zuvor auf den Weg gebracht hatten: Die „Blockchain Schaufensterregion Mittweida“ ist eines von zwanzig Siegerprojekten, die nach zwei Vorrunden und gegen ursprünglich über einhundert Mitbewerber als Sieger im Wettbewerb  „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hervorgegangen sind. Den Siegern stehen in den kommenden fünf Jahren insgesamt 200 Millionen Euro für die Verwirklichung ihrer Vorhaben zur Verfügung. Die „Blockchain Schaufensterregion Mittweida“ will die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Technologie für die regionale Wirtschaft, die kommunale Verwaltung und für die Bürger der Region demonstrieren. Diese Technologie der „digitalen Originale“ ermöglicht unter anderem  eine sichere und eindeutige Authentifizierung und Zuordnung in der digitalen Welt.

Mehr Informationen zu "The Human Conference" hier.

Mehr Informationen zur Blockchain-Schaufensterregion Mittweida hier.

Von: Helmut Hammer